Vital-Wirkstoff gefunden!

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NEWSLETTER FÜR DIE 09. WOCHE

Liebe Kund*innen,

in einem ZEIT-Artikel von letzter Woche stolperte ich über einen sehr interessanten Beitrag, der die momentane Situation einmal von einer ganz anderen Seite beleuchtete. Als leidenschaftlicher Sportler und Verfechter gesunder BIO-Ernährung, war die Argumentation hier sofort für mich nachvollziehbar. Einige Gedanken daraus, möchten wir hier gerne mit Ihnen teilen.

Zunächst war dort die Rede davon, dass wir wohl oder übel in Zukunft mit dem Corona-Virus leben müssen, denn dieses wird sich auch weiterhin verändern, und ob dann die bisher entwickelten Impfstoffe ausreichend wirksam sein werden, ist eher ungewiss. Andrea Ammon, Leiterin der EU-Behörde zur Prävention von Infektionskrankheiten (ECDC) verglich es mit der Grippe, gegen die wir uns auch jedes Jahr aufs Neue mit angepassten Impfstoffen wappnen müssen.

Dann hat man sich die erhobenen Daten sowohl von den Barmer-Krankenkassen als auch aus aus einer Studie von französischen Epidemiologen und Biomedizinern angeschaut. Aus beiden lässt sich schlussfolgern, dass das Risiko, an Corona schwerwiegend zu erkranken, nicht nur für Menschen mit zunehmendem Alter (ab 66 Jahren) steigt, sondern auch deren allgemeine Gesundheit und Fitness eine große Rolle dabei spielt, ob und wie stark jemand erkrankt. Eine wichtige Präventivstrategie sei demnach, die»Volksgesundheit« der Bevölkerung konsequent zu stärken. Schnell würden Tabletten verschrieben, aber langfristiger und nachhaltiger ließe sich - und da schließen wir uns voll und ganz an - die allgemeine Widerstandsfähigkeit mit zwei einfachen Dingen stärken:
Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung!

Schon in der Schule müsse gesunde Ernährung und mehr Sport gefördert werden – beides Grundlage für ein vitales Leben. Leider sieht die Realität in Deutschland ganz anders aus: Neun von zehn Jugendlichen bewegen sich weniger als empfohlen, und um die Erwachsenen ist es nicht viel besser bestellt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, die Städte auf Radfahrer und Fußgänger auszurichten und hohe Steuern auf ungesunde Lebens(?)mittel zu erheben. Offensichtlich können viele Menschen in unserer hochtechnisierten Welt nicht glauben, dass man seine Gesundheit und Widerstandsfähigkeit zu einem wesentlichen Teil selbst in der Hand hat, mit zwei so simplen Dingen, wie gesunde vollwertige (BIO)Ernährung und regelmäßigem Sport, oder zumindest Bewegung, wie es jetzt viele in Form von Spazierengehen praktizieren. Sie sind offensichtlich als treue Querbeet-Kund*innen zumindest in einer Hinsicht auf dem richtigen Weg. Und wir ahnen es fast schon, dass viele von Ihnen auch sportlich unterwegs sind. In diesem Sinne, weiter so!


Mit gesundfitten Grüßen

Ihr Thomas Wollf

NEWSLETTER FÜR DIE 08. WOCHE

Liebe Kund*innen,

der menschengemachte Klimawandel wird uns noch viel länger beschäftigen, als Corona & Co. Wir müssen alles dafür tun, um klimaschädliche Emissionen schnell und langfristig zu reduzieren, und dies wo immer es uns möglich ist.

 Der Zukunft den Boden bereiten…

Mit der Ermittlung des C02-Fußabdrucks für alle bioladen* Obst- und Gemüse-Produkte vom Anbau bis zum Bio-Händler und der Kompensation der nicht-vermeidbaren Emissionen, leistet unser Bio-Großhändler Weiling hier bereits einen großen Beitrag. Querbeet ist dem guten Beispiel gefolgt: auch wir haben unsere eigenen Emissionen ermittelt und neutralisiert.

Bei der C02-Bilanzierung werden alle von uns verursachten Treibhausgasemissionen ermittelt und analysiert. Eine C02-Bilanz (Corporate Carbon Footprint) umfasst direkte und indirekte Emissionen, dazu gehören z.B. Energieverbrauch in Form von Wärme, Wasser und Strom, aber auch der Papierverbrauch, Druckerzeugnisse, Informationstechnik, Fuhrpark, Abfall oder Geschäftsreisen. Unsere nicht vermeidbaren C02-Emissionen betrugen laut der Berechnung 410 Tonnen. Diese haben wir im vollen Umfang kompensiert.

Unsere Ausgleichszahlungen fließen in das Virunga Berggorilla-Kompensationsprojekt. Die tatsächliche C02-Minderung der Projekte wird dabei von unabhängigen Organisationen (z.B. TÜV) kontrolliert. Ausführlich Infos und einen kleinen Erzählfilm dazu finden Sie sowohl auf unserer Webseite (unter NACHHALTIGKEIT) als auch auf unseren Social Media Kanälen.

Aber auch Sie zuhause können einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, zum Beispiel mit unserem Bingenheimer Bio-Saatgut für den eigenen Garten oder Balkon. Denn mit dem Kauf fördern Sie die biodynamische und ökologische Züchtung und tun somit nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern auch der Umwelt.
Laut Wetterbericht klettert das Thermometer ab dem 25.2. auf bis zu 16°C! Da lohnt es sich, jetzt schon einmal die Bepflanzung zu planen. Beim regionalen Bingenheimer Saatgut in Demeter-Qualität handelt es sich um nachbaufähige samenfeste und robuste Sorten mit hoher Keimfähigkeit.

Auch in dieser Pflanzsaison haben wir wieder einige schöne neue Sorten für Sie im Angebot, wie die Gelbe Möhre, Melonen oder Auberginen. Außerdem gibt es neue Saatgut-Boxen, und die Fridays for Future Klimatomate Philamena darf natürlich beim Thema Klimaschutz ernten auch nicht fehlen!

Mit C02-reduzierten Grüßen

Ihr Thomas Wolff


PS: Diese Woche können Sie regionales Geflügelfleisch aus BIOLAND Freiland Haltung von Helmut Schäfer aus Nordhessen bis Mittwoch, 25.02., vorbestellen. Auslieferung in der KW 9, ab Dienstag 2. März 2021.
 

18.02.2021

NEWSLETTER FÜR DIE 07. WOCHE

Liebe Kund*innen,

zunächst möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Ihnen bedanken für das große Verständnis, dass Sie uns in den letzten Wochen an vielen Stellen entgegen gebracht haben. Stichwort „Wintereinbruch“, die damit verbundenen Verschiebungen bei den Liefertagen und hier und dort auch Lieferengpässe. Es war höhere, naturgegebene Gewalt, auf welche wir leider keinen Einfluss hatten.

Alte Reben neu entdeckt

Thematisch spazieren wir heute in die Weinberge des Bio-Weingut Sander, von dem wir viele schöne Weine für Sie im Sortiment haben. Dort beschäftigt man sich seit mehr als fünf Jahren mit der Wiederbelebung historischer Rebsorten. Auf Versuchsflächen bauen sie in den Lagen bei Worms Sorten an, die verschollen geglaubt waren und die oft in abenteuerlichen Aktionen wiederentdeckt und gerettet wurden. Die Problematik im Wein ist der im Obst- und Gemüsebau dabei nicht unähnlich. Die verfehlte und auf Effizienz und Ertrag gerichtete Sortenpolitik hat zu einem dramatischen Verlust an Vielfalt und Biodiversität in der Kulturpflanzenlandschaft geführt.

Erfreulicherweise gibt es viel positive Resonanz von Seiten der Konsument*innen, wenn es um die Rettung historischer Rebsorten geht. Mit ihrer Wiederbelebung leisten die Sanders einen wertvollen Beitrag für die Biodiversität, und dies auf sehr genussvolle Art und Weise. Es bieten sich reinsortige und spannende neue Geschmacksfelder und ein breites Spektrum an Möglichkeiten beim Einsatz der Cuveés.

Schauen Sie doch einfach mal rein in unsere schöne Sander-Auswahl im Onlineshop. Einfach oben in der Suchmaske „Sander“ eingeben, und schon finden Sie unsere vinophilen Schätzchen, wie die aromatischen Sander Rieslinge, die auf feinen Lößböden mit Kalksteinuntergrund kultiviert werden. Oder der stoffige Weiße Burgunder, ein wahres Vergnügen. Durch die traditionelle Maischegärung und die Lagerung im Eichenholzfass entwickeln alle Sander-Weine ihre besonderen Potenziale. Traditionelle Weine aus den lokalen Rebsorten Silvaner und Dornfelder aber auch der internationale Sauvignon Blanc oder Merlot gedeihen hervorragend in Mettenheim und verbinden Tradition mit Innovation.

In einer immer schneller werdenden Welt, bekommt hier der Wein noch genau die Zeit, die er braucht, um sich bestens zu entfalten. Entschleunigter Ausbau und langes Hefelager schaffen einen Wein mit langem Reifepotential und besonderer Struktur.

Apropos Zeit: Wir sind am Kundentelefon ab sofort länger und somit von Montag - Freitag von 8 bis 18 Uhr für Sie erreichbar.

Mit vollmundigen Grüßen

Ihr Thomas Wolff
 

PS: Es gibt wieder eine regionale Rindfleisch-Vorbestellaktion vom Sonnenhof der Familie Hampel. Bestellung bitte bis Mittwoch 17.2. um 12 Uhr, Auslieferung ab Dienstag 23.2.
 
 

11.02.2021

NEWSLETTER FÜR DIE 06. WOCHE

 Liebe Kund*innen,

immer noch gibt es Menschen, die nicht wahrhaben wollen, dass wir in einer intensiven Phase des Klimawandels leben. Um dies darzustellen, muss ich nicht die dramatische  Eisschmelze am Nordpol, die Dürrekatastrophen in weiten Teilen Afrikas oder ähnlich verheerende Folgen heranziehen. Der Klimawandel ist direkt vor unserer Haustür, und in unserem Fall direkt auf unseren Feldern auch hier am Pappelhof zu sehen und zu spüren.
 

 Klimawandel in der Wetterau

Wir alle haben das dritte Jahr mit deutlich zu wenig Niederschlag hinter uns. Für uns hat dies im Anbau intensive Auswirkungen, und eine der Folgen ist, dass unsere eigene Möhrenernte vom Pappelhof in dieser Woche ausverkauft ist. Aufgrund der Trockenheit haben unser Möhrenbauer Rüdiger Preuss und sein Team die schlechteste Ernte eingefahren, seitdem wir sie am Pappelhof kultivieren – immerhin seit 1995. Das Thema Wasser ist hier sehr zentral, und wir machen uns intensive Gedanken, wie es weiter gehen kann. Bei immer weniger Niederschlag müssen wir für das Wachstum der Pflanzen immer mehr mit Bewässerungssystemen unterstützen. Das Wasser aus der Leitung ist zum einen teuer und zudem wird uns der Zugang immer mehr erschwert. Die Kommunen haben keine griffigen Wasserverwertungskonzepte und drohen uns teils schon damit, den Hahn im wahrsten Sinne des Wortes abzudrehen. Schnelle Lösungen sind aktuell nicht in Sicht. Dies ausgerechnet in der heutigen Zeit, wo sichtbarer denn je wird, dass der regionale Gemüseanbau die nachhaltigste Variante ist. Bio und regional = reBIOnal ist auch an dieser Stelle die klimaschonendste Anbauversion.

 
Wir werden Sie natürlich weiter mit erstklassigen Möhren versorgen: Ab Ende dieser Woche starten wir mit den Möhren von der Staatsdomäne Frankenhausen aus Grebenstein. Sie ist seit 1998 der Lehr- und Versuchsbetrieb der Universität Kassel und steht in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Ökolandbau in Witzenhausen. Bei unserer Suche nach einer geschmacklich und qualitativ gleichwertigen Möhre, fiel die Wahl auf die Domäne, zumal sie uns vom Anbauumfang und bis zum späten Frühjahr mit guten Möhren versorgen kann. Diese Herkunft macht es für mich persönlich charmant, da ich als gebürtiger Grebensteiner 1985 von Nordhessen in die Wetterau umgesiedelt bin, weil es damals dort oben noch keinen Bioanbau gab. So ändern sich die Zeiten…
Wieviel Niederschlag es insgesamt in 2021 geben wird, wissen wir nicht. Aktuell regnet es reichlich, was für viele zu dem Trugschluss führt, dass es ja genug Wasser gibt. Aber die Böden sind bis in die Tiefen so trocken, dass sie die großen Wassermengen gar nicht aufnehmen können. Vielerorts kommt es deshalb zu großflächigen Überschwemmungen, und auf den Feldern ist „Land unter“. Die Politik muss handeln und den regionalen Anbau in der Klimakrise unterstützen. Am 14. März sind Kommunalwahlen, fragen Sie Ihre Lokalpolitiker, wie sie zu diesem wichtigen Thema stehen!
 
ReBionale Grüße aus der Wetterau,
 
Thomas Wolff
04.02.2021

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