"Klimawandel in Corona-Zeiten"

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NEWSLETTER FÜR DIE 33. WOCHE

Liebe Kunden,

zunächst einmal freuen wir uns, dass Sie gut erholt aus dem Urlaub zurück sind. Wir haben die Abwesenheit von vielen von Ihnen gespürt und waren – zugegeben – etwas überrascht. Sah es doch im Frühsommer noch so aus, als wenn mehr als sonst zu Hause bleiben würden. Andererseits ist uns Ihre Reiselust durchaus verständlich, gerade nach den letzten Monaten. 

Hier geblieben sind auf alle Fälle unsere Landwirte und Gärtner, welche in den letzten Wochen mehr als genug zu tun hatten. Und dies bei der tropischen Hitze und dem weiterhin fehlenden Regen. Die Getreideernte wurde Mitte Juli schon sehr früh abgeschlossen. Nachdem die Mähdrescher das Getreide sozusagen als Bodenbedeckung abgenommen haben, tun sich nun tiefe Risse im Boden auf. Handbreite und armtiefe Spalten - alles knochentrocken. Die sogenannte Stoppelbearbeitung, welche an einem der folgenden Tage mit dem Schlepper durchgeführt wird, holt nur trockene Erdklumpen hoch. Der Regen aus dem Juni hat längst nicht gereicht. Auch auf den Weideflächen in unseren regionalen Mittelgebirgslagen wächst fast nichts mehr für die Tiere. Paradoxer-weise müssen jetzt schon in manchen Betrieben Heu- oder Silageballen täglich auf die Weiden gebracht werden, obwohl diese für die kalte Jahreszeit gedacht sind.

Mäuse machen uns große Sorgen, man stolpert fast drüber, und sie haben keine Scheu mehr. Mir selbst sind bei meinen Trainingsläufen in über dreißig Jahren noch nie so viele Mäuse vor den Füßen über den Weg gehuscht, wie in diesem Jahr. Jetzt nach der Getreideernte gibt es eine starke Zuwanderung von Feldmäusen auf die Gemüseflächen. Sind die unliebsamen, ungebetenen Gäste erstmal eingefallen, wird man sie nur sehr schwer wieder los. Im Gewächshaus richten sie im Basilikum viel Schaden an, im Freiland werden Bohnen angeknabbert, Kürbissen werden Wurzeln abgefressen, Lauch wird von unten gefressen, Fenchel schmeckt auch… Wir werden sowohl im Gewächshaus als auch auf dem Acker eine Grundsanierung durchführen müssen. Alles wird umgebrochen, in der Hoffnung, viele Mäuse zu vertreiben, indem die Gänge und Nester zerstört werden. Die Mäuseplage ist letztlich auch eine Folge des Klimawandels.

Wir stecken sehr stark mit unseren Gedanken und alltäglichem Tun im Thema Corona. Dies ist aktuell wichtig, keine Frage. Ein viel älteres und uns noch länger begleitendes Thema ist allerdings der Klimawandel. Den spüren gerade unsere Anbauer jedes Jahr stärker. Umso erschreckender, dass viele Politiker immer noch nicht gegensteuern. Biobauern arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie! Sie schützen das Klima mit unterschiedlichen Mitteln: Kein Einsatz von chemisch-synthetischen Düngemitteln, CO2 wird im Boden gebunden, regenerative Energien kommen zum Einsatz und es wird in regionalen Kreisläufen gewirtschaftet. Statt Futter aus Übersee zu importieren, wird es selbst angebaut oder es stammt möglichst von einem Kollegen aus der Region. Klimaschutz beim Einkaufen – das ist der erste Schritt.

Wir danken Ihnen!

Herzlichst, Ihr Thomas Wolff

 Liebe Kunden,

wieviel Tomatensorten es weltweit gibt, ist schwierig zu sagen. Wenn man den Datenbanken glauben darf, in welche die angemeldeten Sorten eingetragen werden, gibt es zirka 3.500 Sorten. Dazu kommen noch die Hobbygärtner mit ihren eigenen Züchtungen, geschätzt 7.000 weitere Sorten. Also, grob gesagt: 10.000 verschiedene Tomatensorten!

"ReBIOnaler Sommergeschmack"

 In Österreich gibt es einen Betrieb, der tatsächlich 3.200 Sorten anbauen soll. Bei uns sind es ganze 5 Sorten. Das hört sich im Vergleich nach sehr wenig an, doch wir konzentrieren uns bei unserer kleinen, aber feinen Auswahl ganz auf den Geschmack, und „Exoten“, bei denen es nur ums gute Aussehen geht, haben wir von daher nicht im Anbau. 

Alte und besondere Tomatensorten wie unsere können anfälliger sein für Krankheiten, sind nicht auf Ertrag gezüchtet, haben ein kleineres Erntefenster und sehen oft ein bisschen anders aus. All das macht sie risikovoller im Anbau, und ein höherer Preis ist somit auch gerechtfertigt. 
 
Zu unserer Sortenauswahl konkret: die altbekannte Fleischtomate „Ochsenherz“ kennen Sie bestimmt, vielleicht auch unter dem Namen „Coeur du Boeuf“. Es ist keine „moderne“ Tomate; sie lagert schlecht, lässt sich kaum transportieren und  bekommt durch das Eigengewicht schnell Druckstellen. Dafür schmeckt sie aber hervorragend süß, und dank kurzer Transportwege kommen sie in optimalem, reifen Zustand zu Ihnen. Unsere „Mucho“ ist auch eine Fleischtomate. Sie ähnelt der lachsfarbenen „Berner Rose“, ist aber ein bisschen fester und besser zu lagern. Rund im Geschmack, mit angenehmen Säuretönen.
 
Bunte Farbenpracht auf den Tomatenteller bringt die gelbe „Bolzano“. Wenn sie gut reif wird, leuchtet sie orange auf. Sehr aromatisch, und je reifer desto süßer. Unsere Romatomaten eignen sich besonders als Kochtomaten - aber in einem bunten Salat schmecken sie genauso gut. 
Schließlich haben wir noch die normalen runden Tomaten. „Lyterno“ heißen diese, ebenfalls auf Geschmack und Inhaltsstoffe gezüchtet. Sie sind reich an Lycopin und Antioxidantien. Wenn reif geerntet (und das werden alle Tomaten bei uns) haben sie eine wunderschöne, tiefrote Farbe. Sie schmecken herrlich aromatisch und süß. Durch das, für Tomaten, schöne Wetter der vergangenen Wochen, sind diese Paradieser oder Liebesäpfel in großen Mengen aktuell verfügbar.
 
ReBionale Sommergrüße
 
Ihr Thomas Wolff.
 
PS: Ein absolutes Muss zur Geschmacksvollendung ist natürlich unser Basilikum zu den Tomaten…
 
06.08.2020

Liebe Kunden,

jede Krise birgt bekanntlich auch Chancen. Eine gute Nachricht ist deshalb in diesem Sommer, dass wir Deutschen unser eigenes Land mit ganz neuen Augen entdecken und in manchen Regionen aus dem Staunen gar nicht mehr raus kommen. So ist für viele Urlauber das Allgäu zum nahen Sehnsuchtsort geworden, scheint hier doch die Welt noch in Ordnung zu sein, die Kühe glücklich auf den satten Weiden und die Schönheit der Landschaft wahrlich atemberaubend.

"Alles (bester Bio-)Käse bei ÖMA!"

Von dort bekommen wir auch einige kulinarische Beweisstücke in Käseform, die Ihnen geschmacklich ein Stück Allgäu direkt nach Hause bringen. Von den Ökologischen Molkereien im Allgäu, kurz ÖMA, möchten wir Ihnen diese Woche eine besondere Käse-Auswahl ans Herz bzw. an den Gaumen legen:

3295 Edler Weisser Olive

3340 Allgäuer Kräuterherz Käse

12246 Signor Paradeiser Käse

12401 Braumeister Käse ÖMA

790 Allgäuer Emmentaler Rösslerhof

10559 Allgäuer Ziegenkäse natur

Kaum eine Region ist derart von der Milchwirtschaft geprägt wie das Allgäu. Deshalb ist die Käselandschaft hier so vielfältig. Seit über 150 Jahren werden im Allgäu Käsespezialitäten hergestellt. In der im Bundesvergleich starken Bio-Region Süddeutschland, nehmen das Allgäu und die Bodenseeregion eine absolute Spitzenstellung ein. Offensichtlich hat das Erleben unbelasteter Natur viele Landwirte dazu bewogen, ihren Umgang mit Land und Boden zu überdenken und das Ihre dazu beizutragen, diese wunderschöne Kulturlandschaft in ihrer Reinheit zu pflegen und zu erhalten. Dadurch hat sich eine gut vernetzte Bio-Infrastruktur entwickelt. 

Als "Bios der ersten Stunde" haben die ÖMA-Firmengründer Heide und Hermann Beer mit ihren Überzeugungen den Grundstein für das gelegt, was sich im Laufe der Jahre zur Selbstverständlichkeit bei den Ökologischen Molkereien Allgäu entwickelt hat: Ökologische Konsequenz. Genuss ist eine weitere Maxime ihrer Philosophie. Und Genuss bedeutet Qualität und Vielfalt. Das Sortiment bietet etwas für jeden Gaumen und das in außergewöhnlicher Güte. Sie haben die Wahl, lassen Sie sich den Allgäuer Käse nach Herzenslust schmecken!

Schmecken lassen können Sie sich ganz bald auch wieder das erstklassige Lammfleisch der Gebrüder Bott, für welches wir diese Woche bis zum 30.07 eine Vorbestellaktion haben. Besonders jetzt in der Grillzeit eine ganz 

feine Delikatesse, die man sich ab und an mit gutem Öko-Gewissen gönnen kann.

Genussvolle Sommertage wünscht Ihnen

Thomas Wolff

 

30.07.2020

Liebe Kunden,

wir sind immer auf der Suche nach schönen neuen Produkten für Sie. Dabei entdeckten wir vor kurzem das roh fermentierte Bio-Gemüse von Completeorganics aus München. Es wird nach Kimchi-Art hergestellt, ein Verarbeitungsprozess, der in seiner ursprünglichen Form aus Korea stammt. Dort macht man sich schon seit vielen  Hundert Jahren die fleißige Arbeit von Laktobakterien zunutze. 

"Kimchi made in Bavaria"

Fermentierte Lebensmittel stellen einen wertvollen Beitrag für eine ganzheitlich gesunde Ernährung dar. Der schonende Prozess erhält fast alle Nährstoffe im Gemüse und es bilden sich die für unseren Darm so wertvollen Mikrobakterien. 

Bei den Münchener Herstellern kommen ausschließlich beste, natürliche Zutaten,  bevorzugt saisonal aus regionalem Bio-Anbau und fairem Handel in den Verarbeitungsprozess. Diese werden mit natürlichem Meersalz und Wasser angesetzt. Also 100% bio, vegan und frei von jeglichen Zusatz- oder Konservierungsstoffen. Mit viel Aufwand wird von Hand fermentiert, und nur mit Hilfe von Lakto-Bakterien und viel Geduld erreicht man die lange Haltbarbarkeit der Produkte. Da man bewusst auf die Pasteurisierung zur Haltbarmachung verzichtet, bleiben im Vergleich zu industriellen Produkten weit mehr Nährstoffe – vor allem empfindliche Vitamine und die wertvollen, lebendigen Mikrobakterien – erhalten. Alle Produkte haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum von drei Monaten und sind auch nach dem Öffnen noch lange haltbar.

Um die hochwertigen Produkte zu komplettieren, werden bei completeorganics traditionelle Fermentationsrezepte mit wiederentdeckten Superfoods und spannenden Gewürzen kombiniert. Das Resultat können Sie nun in unserem Onlineshop entdecken. Bei unserer Auswahl ist für jeden etwas dabei: Kimchi Ingwer Karotten, Kraut mit Cranberries, Rote Goji Beete, Kurkuma Kohl, Daikon Kimchi und Curtido Kimchi. Man kann sie pur, als Salat, als Beilage oder als Topping genießen. Salzig, knackig, frisch-saure Geschmackserlebnisse ohne langes Schnippeln. Abgefüllt sind die Kimchi-Produkte in durchsichtigen Gläsern, was auch für das Auge ein Genuss ist. 

Geben Sie also gerne bei Ihrem nächsten Online-Einkauf den Suchbegriff „Kimchi“ ein und finden Sie Ihre neuen Kimchi-Favoriten in unserem Sortiment. Wir sind gespannt auf Ihr Feedback!

Mit gesundfermentierten Grüßen

Ihr Thomas Wolff

23.07.2020