„Sie fragen, wir antworten: Schlachtung.“

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NEWSLETTER FÜR DIE 23. WOCHE

Liebe Kundinnen und Kunden,

vor kurzem erhielten wir eine Anfrage zur Schlachtung bei uns in den Biobetrieben. Dazu geben wir gerne Antwort, denn wir denken, dass dies gerade jetzt, vor dem Hintergrund der Vorfälle in Groß-Schlachtbetrieben, einmal mehr ein wichtiges Thema ist. Grundsätzlich achten wir sehr darauf, die regionale und bäuerliche Landwirtschaft zu unterstützen und zu fördern. Aus diesem Grund haben wir kaum Fleischwaren von Anbietern im Sortiment, die nicht aus der Region kommen oder in größeren Strukturen Bio-Fleisch verarbeiten (einzige Ausnahme: Ökoland, allerdings auch ein Top-Betrieb, zu dem Sie unter www.oekoland.de mehr Infos finden). Alle anderen sind uns persönlich bekannt und haben in der Regel eine eigene Tierhaltung nach mindestens BIOLAND-Standard. Oft sogar mit eigener Schlachtung, oder es sind regionale Strukturen mit kleinen Schlachthöfen vorhanden. So werden längere Transportwege vermieden bzw. finden gar nicht statt. Die Schlachtung selbst erfolgt maximal stressfrei für die Tiere und mit größtmöglichem Respekt vor der Kreatur. Unsere Lieferanten sind:

 

Alsfelder Bio Metzger in Alsfeld ansässig. Eine Werkstatt/Einrichtung der Hephata (Sozialer Träger in Nord- und Mittelhessen) wo körperlich und geistig behinderte Menschen beschäftigt werden. Es werden zu fast 100 % Tiere verarbeitet, die aus der eigenen BIOLAND-Tierhaltung der Hephata Landwirtschaft vom Hofgut Richerrode (Jesberg) kommen. Die Tiere werden im benachbarten Schlachthof in Treysa geschlachtet und von dort zur Metzgerei nach Alsfeld transportiert. Dort werden in traditioneller Handarbeit und noch als echtes Handwerk Wurst und Fleischwaren hergestellt.

Geflügelhof Schäfer aus Ahlheim-Niedergude. (Vorbestell-Aktion 1x im Monat) BIOLAND Familienbetrieb mit eigener Tierhaltung, eigenem Schlachthaus und eigener Verarbeitung. Vorbildliche bäuerliche Landwirtschaft wie sie sein soll. Alles in einer Hand, regional und lokal. Vater und Sohn leiten die Tierhaltung und die Verarbeitung.  

Rindfleisch vom Sonnenhof aus Schotten. (Vorbestell-Aktion 1x im Monat) BIOLAND-Familienbetrieb der Familie Hampel, mit eigener Tierhaltung (Mutterkuh-Haltung im Vogelsberg, 300 ha Freiland und vorbildliche Tierhaltung mit ganzjähriger Freilandhaltung), eigenem Schlachthaus auf dem Betrieb und eigener Verarbeitung. Bäuerliche Landwirtschaft wie sie sein soll!  

Lammfleisch von Familie Bott aus Eichenzell. (Vorbestell-Aktion 1x im Monat) BIOLAND-Familienbetrieb in der Nähe von Fulda (Eichenzell). Eigene Tierhaltung, Schlachtung im benachbarten Ort von einem erfahrenem Metzger, der auch die Verarbeitung der Lämmer durchführt. Regionale Kreisläufe par excellence.

Geflügel Fleisch/Hackfleich Bioladen Diese Produkte beziehen wir über unseren Großhändler. Wir haben persönlich die Landwirte und den Schlachthof besucht. Das Geflügel kommt von zwei Familiebetrieben (beide BIOLAND-zertifiziert). Auf einem werden Masthähnchen gehalten, auf dem zweiten Puten - beides tolle Betriebe mit einer vorbildlichen Tierhaltung. In der unmittelbaren Nähe befindet sich ein Schlachthof, wo die Tiere geschlachtet und zerlegt werden. Vor Ort ist ebenfalls eine Verarbeitung angeschlossen, in welcher die Fleisch- und Wurstwaren mit sehr viel Handarbeit und traditionell, fernab von Industriestandards, hergestellt werden.

Dass es in all diesen Betrieben nicht nur den Tieren gut geht, sondern auch den Mitarbeitern, ist hier ganz selbstverständlich. In der KW 24 haben wir übrigens ganz aktuell wieder eine Vorbestellung für das tolle Rindfleisch von Hampel, welches wir Ihnen dann in der KW 25 ausliefern.

Mit ethisch korrekten Grüßen

Ihr Thomas Wolff

 

 

Liebe Kunden,

Corona verändert unsere Welt. Vielen von uns ist klargeworden: ein „Weiterso“ können und wollen wir in Zukunft nicht mehr. Vielmehr geht es jetzt verstärkt darum, die Weichen zu stellen für ein Leben mit nachhaltigem Fokus in alle Richtungen. Dies ist auch das Ziel einer Initiative, die wir Ihnen heute vorstellen möchten und welche auch wir von Querbeet unterstützen: 

"Zusammen für mehr Nachhaltigkeit!"

Der Aufruf „ – wir bleiben dran!“ geht auf die Initiative von engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern zurück, die – trotz der immens herausfordernden und beunruhigenden Krisensituation ein Zeichen setzen möchten: Wir bleiben dran, beim Klimaschutz, bei einer sozial gerechten Wirtschaft! 

UnternehmensGrün, ein Verein, der sich seit 1992 für Umwelt- und Klimaschutz einsetzt, hat diesen Aufruf gestartet. Immer wieder initiiert und koordiniert UnternehmensGrün Bewegungen, zuletzt die Wirtschaftsinitiative „Entrepreneurs For Future“, bei der auch Querbeet sich engagiert. Neben den Soforthilfen fordern die „Unternehmen zusammen für Nachhaltigkeit“ jetzt die Regierung dazu auf, die mittel- und langfristigen Konjunkturprogramme so klug auszugestalten, dass sie die notwendige Transformation der Wirtschaft voranbringen. Denn Klimaschutz, Solidarität und Corona lassen sich nicht gegeneinander aufrechnen! Die Unterzeichnenden, also auch wir, fordern:

1. Klimaschutz, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, sozial gerechte Wirtschaft und ein solidarisches Europa sollen oberste Priorität bekommen. Konjunkturprogramme müssen mit dem 1,5-Grad-Ziel und dem Europäischen Green Deal verknüpft werden.

2. Aufbau eines Transformationsfonds für Investitionen in Klimaschutz (z.B. Gebäudesanierung, Recycling, Ökolandbau), solidarische und regionale Wirtschaft.

3. Massiver Ausbau der Erneuerbaren Energien, Flankierung der Industriestrategie im Green Deal.

4. CO2-Bepreisung: (mind. 25 EUR/ Tonne in einem ersten Schritt) für Gebäude und Verkehr ab 2021 beschließen; CO2-Mindestpreis im Emissionshandel festlegen.

5. Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen und Privatpersonen bei Klimaschutz-, Energieeffizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen schaffen.

6. Investitionen in Infrastruktur für öffentlichen Personen- und Güterverkehr, Umbau der Verkehrswege (u.a. Stärkung des innerstädtischen Radverkehrs).

7. Ausbau einer öffentlichen und sicheren Daten- und Netzinfrastruktur, um neue Arbeitsmethoden zu fördern und Wirtschaft wettbewerbsfähig zu halten.

8. Wirtschaftliche und medizinische Solidarität mit Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die Krise zeigt uns, dass große Veränderungen auch in kurzer Zeit gemeinsam gelingen können. Wir wollen dazu beitragen, die Daseinsvorsorge unserer Gesellschaft zu sichern und die Wirtschaft so zu gestalten, dass sie zukunftsfähig ist. Weitere Infos und Möglichkeiten zum Mitmachen finden Sie unter: https://nachhaltig-zusammen.de und #nachhaltigzusammen #wirbleibendran

Bleiben Sie mit uns dran!

Ihr Thomas Wolff

28.05.2020

Liebe Kunden,

sicher ist Ihnen schon zu Ohren gekommen, dass es seit Wochen Rekordumsätze im Naturkosthandel und einen bundesweiten Boom bei Lieferbetrieben gibt. Dies trifft auch auf uns zu. Trotz Lockerungen kochen mehr Menschen wieder selbst zu Hause, da die Gastronomie nur beschränkt Angebote machen kann.

"Die Biobranche in Corona-Zeiten"

Natürlich freut uns der rege Zuwachs an Bestellungen und Markteinkäufen, er stellt uns aber auch vor einige Herausforderungen. Querbeet ist inzwischen 27 Jahre alt geworden. Damit wir gerade jetzt gut für Sie weiterarbeiten und Ihnen unsere hochwertigen und gesunden Biolebensmittel anbieten können, sind wir in einem ständigen Optimierungsprozess. 

Sowohl in unserem starken Obst&Gemüse-Segment als auch bei unseren Verarbeitungsprodukten möchten wir Lieferengpässe möglichst vermeiden. Viele unserer Lieferanten profitieren zur Zeit davon, dass sie ausschließlich regional agieren und sich somit unabhängig von ausländischen Importen machen. So zum Beispiel auch die „Bohlsener Mühle“ bei Uelzen, mit ihren hervorragenden Backwaren. Auch dort verzeichnet man einen starken Umsatzschub, und fast alles, was sie produzieren, geht direkt von der Backstube durch die Qualitätskontrolle in den Lkw. Eine Knappheit bei Bio-Getreide gibt es – bis auf Dinkel – nicht, da die Lager noch gut gefüllt sind. So ist eine gute Stabilität bei den Lieferketten und Preisen hier möglich. Bundesweit ist dies nicht bei allen Bioherstellern so, zumindest nicht bei denen, mit niedrigerem EU-Bio-Standard. Denn hier kommt viel Rohware u.a. auch aus Osteuropa oder China. Jetzt ist die Zeit, um politisch weitere Weichen für den Ausbau einer nachhaltigen regionalen ökologischen Landwirtschaft zu stellen. Nur so kann man in Zukunft länderübergreifende Krisen gut abfedern. 

Bei Querbeet sieht es momentan so aus, dass wir uns auf einen konstanten Zuwachs vorbereiten. Gleichzeitig müssen wir davon ausgehen, dass es noch weit ins Jahr zu deutlichen Einschränkungen im Alltagsgeschehen kommen wird. Personell und organisatorisch müssen wir hier ständig neu reagieren.

Querbeet ist tief verwurzelt mit dem Pappelhof, der umliegenden Landschaft und unseren angrenzenden Feldern. Das ist gut so, und wir beabsichtigen nicht, aus rein wirtschaftlichen Gründen irgendwo in ein Industriegebiet umzusiedeln. Für uns ist der regionale Bioanbau hier auf dem Pappelhof oder in Steinfurth am Gemüsehof ein wichtiger Beitrag zur Regionalentwicklung, und in diesen Zeiten ganz besonders von Bedeutung.

Auch wenn wir im Moment an einigen Stellen reagieren müssen statt agieren zu können, beschäftigen wir uns stark mit der Gestaltung unserer Zukunft, mit hoffentlich noch mehr Bioanteil.

Bleiben Sie ermutigt!

Ihr Thomas Wolff.

21.05.2020

 Liebe Kunden,


reBIOnal geht’s auch heute weiter, denn wir konnten schon wieder einen neuen Regionalpartner gewinnen, von dem wir weitere tolle Produkte für Sie in unser Sortiment aufgenommen haben.
Von den Gebrüdern Bott aus Eichenzell erhalten wir schon seit ein paar Wochen ausgezeichnete regionale MEHLE: Roggen, Weizen- und  Dinkelmehl. Direkt von den beiden angebaut und abgetütet, in Kleineinheiten von 1 kg bzw. 2,5 kg. Ebenso starten wir diese Woche mit einer LAMMFLEISCH-Aktion von dort. Zu Ihrer Info: Wir holen das Fleisch immer frisch und direkt nach Bedarf bei Botts ab. Lammkeule, Rollbraten, Lachse, Steaks, Gulasch, Salami, Bratwürstchen, Schnitzel und Schäfer-Stecken.

"ReBIOnales vom Lamm.."

Doch nun noch ein wenig „Futter“ zu den beiden Brüdern mit der ungewöhnlichen Historie: Andreas Bott war früher als gelernter Bäcker tätig und Michael Bott als gelernter Tischler. 2005 übernahmen sie eine kleine Schäferei im Nebenerwerb in ihrem Wohnort Lütter, angrenzend an das Biosphärenreservat Rhön. Damals mit 200 Mutterschafen und ca. 45ha Grünland. Ab 2008 betrieben sie zusätzlich auch Ackerbau, um die Tiere mit eigenem Getreide versorgen zu können. In 2013 sattelten sie ganz auf die Schäferei um, und 2015 kam dann die Umstellung auf Biobewirt-schaftung und der Beitritt in den Bioland Verband. Zu den Schafen gesellten sich außerdem 50 Hühner, welche komfortabel im selbst gebauten Mobilen Hühnerstall Einzug hielten. In den kommenden Jahren wuchs der Betrieb kontinuierlich und platzte aus allen Nähten, weshalb die Brüder in Eigenregie sowohl einen neuen Schafstall und ein Getreidelager als auch ein großes Heulager und einen zusätzlichen Mobilen Hühnerstall bauten. Heute leben auf dem Hof und auf 180 Hektar Grün- und Ackerland insgesamt 400 Mutterschafe und 150 Freilandhühner. Die Schafe dürfen von April bis Ende November auf den saftigen Wiesen entlang der Fulda Aue grasen. Dann geht es in den behaglichen neuen Vollholzstall. Seit Anfang des Jahres stellen die Brüder auch Mehl aus eigenem Getreide her und vermarkten dieses. Nach der Ernte mit dem eigenen Mähdrescher, kommen die Körner in die hofeigene Reinigung und werden anschließend in den neu gebauten Getreidesilos gelagert. Weizen, Roggen und Dinkel werden dann nach Bedarf in die ca. 15 km entfernte heimische Mühle gefahren, welche die Bott’schen Mehle herstellt. 

Artgerechte Tierhaltung und Fütterung sowie eine nachhaltige Bewirtschaftung des Landes haben für die beiden Botts oberste Priorität. Ihre Devise lautet:“Mit und nicht gegen die Natur“. Deshalb nahmen sie die finanzielle Unterstützung des Landkreises Fulda, bei der Anschaffung eines Doppelmessermähwerkes zur Futter-Insekten- und Amphibienschonenden Mahd, gerne an. Beim Doppelmessermähwerks wird das Gras nach hinten abgeschnitten und fällt auf den Boden. So können die Grashalme  schneller nachwachsen und zudem geraten weniger Insekten als beim Kreiselmesser-mähwerk in die scharfen Klingen. 

Aus aktuellem Anlass möchten wir zum Schluss noch einmal deutlich machen, dass nur so verantwortungsvoller Fleischgenuss aussehen kann: Ohne Ausbeutung und katastrophale Unterbringung von Menschen (aus Osteuropa), ohne Ausbeutung und katastrophale Haltung/Schlachtbedingungen von Tieren. Die Achtung von allem Leben,   von Menschen, Tieren und Natur, sollte für uns als Verbraucher an oberster Stelle bei unserer Kaufentscheidung stehen!

Mit umsichtigen Grüßen 

Ihr Thomas Wolff

14.05.2020