Allerlei aus dem Mai

NewsletterQ

NEWSLETTER FÜR DIE 20. WOCHE

Liebe Kund*innen,

wir bleiben unserem Namen treu und haben deshalb diese Woche einen Newsletter „querbeet“ für Sie:

Erweiterte Tourengestaltung: Um weitere Kunden aufnehmen zu können, haben wir in letzter Zeit interne Umbaumaßnahmen vollzogen und neue Touren aufgebaut. Für Neu- und bestehende Kunden im Innenstadtgebiet Frankfurt können wir nun den Montag als zusätzlichen Liefertag anbieten. Falls Sie an einer Belieferung montags statt Ihres bisherigen Liefertags Interesse haben, melden Sie sich bitte bei uns, wir prüfen dann, was realisierbar ist.

Ganzjähriges Birnen-Angebot: Birnen sind knapp, denn sie stellen hohe Anforderungen an den Standort. Zwar wächst die Anbaufläche, aber mit gerade einmal einigen hundert Hektar ist die Fläche für Bio-Birnen in Deutschland verhältnismäßig klein. Außerdem sind Birnen empfindlich. Das macht ihre Lagerung aufwändig. Selbst, wenn man Birnen aus hiesigem Anbau bis in den Mai lagern könnte, würde das viel mehr Energie verbrauchen, als die Schiffsreise frischer Birnen aus Übersee. Mit den Garrido y Laino gibt es in Argentinien auch tolle Erzeuger, die Birnen in Demeter-Qualität anbauen. Die klimatischen Bedingungen sind dafür im Norden Patagoniens optimal. Die Bewässerung erfolgt primär durch den Fluss Rio Negro, der aus Gletschern der Hochanden gespeist wird. So kann dort Kernobst ressourcenschonend angebaut werden.

Der Gärtner-Tipp: Insbesondere bei Gemüse-Kulturen mit geringer Konkurrenzkraft, kann ein „falsches“ Saatbett eine wichtige Maßnahme gegen Verunkrautung darstellen. Wenn ausreichend Zeit vor der eigentlichen Aussaat bzw. Pflanzung bleibt, erspart Ihnen diese Maßnahme viel Hack- und Handarbeit. Das übliche Saatbett/Pflanzbett wird hierbei ganz normal angelegt, um dem Unkraut ausreichend Zeit zum Keimen zu geben. Erst direkt vor dem tatsächlichen Pflanzen wird erneut bearbeitet und somit in weniger verunkrauteten Boden gepflanzt.

Lammfleisch-Vorbestellaktion: Sie können wieder das hervorragende regionale Lammfleisch der Gebrüder Bott aus der Rhön bestellen. Bis spätestens Mittwoch 19. Mai – wir liefern in der Folgewoche an Sie aus.

Wachsende Grüße aus der Wetterau,
Ihr Thomas Wolff.

NEWSLETTER FÜR DIE 18. WOCHE

Liebe Kund*innen,

wir nehmen Sie heute mit auf eine Reise in die Zukunft, welche Lisa Born, eine gelernte Landwirtin, die für das JUNGE BIOLAND steht, für uns entwirft. Eine Welt, in der Biolandwirtschaft normal sein wird. Mit der freundlichen Genehmigung der Autorin teilen wir deren Gedanken (in gekürzter Fassung) gerne mit Ihnen:

  Die Kreisläufe sind geschlossen

„Wenn Bioland 100 Jahre alt wird, werde ich 80 Jahre alt sein. (…) Meine Großnichten und Großneffen kommen gerne zu mir und hören sich die Geschichten aus 50 Jahren Biolandwirtschaft an. Wenn wir auf der Terrasse sitzen, löchern sie mir den Bauch mit ihren Fragen. „Wieso habt ihr den Kühen die Kälber weggenommen? “, oder (…) „Warum hast du keinen eigenen Hof bekommen? “ Manchmal lese ich ihnen auch aus dem Märchenbuch vor. Ihr Lieblingsmärchen ist die Geschichte von der „Hybridhenne Helga und ihren toten Brüdern“. (…) Dass die Handlungen auf wahren Begebenheiten beruhen, können sie sich gar nicht vorstellen. Zweinutzungsrassen hatten sich mehr und mehr durchgesetzt (…) Der Gedanke, dass die Tiere so einen hohen Preis zu zahlen haben, damit die Menschheit billige Nahrung konsumieren kann, erschien Vielen plötzlich völlig absurd und erst recht nicht nachhaltig.

Dieses Umdenken war auch der ökologischen Bildungsreform zu verdanken. In ihrer Welt ist es völlig normal, dass fast jeder vierte Hof in Deutschland ein Bioland-Betrieb ist. (…) Auch Kooperationen unter den Betrieben sind durch die höhere Dichte der Höfe viel einfacher möglich, sodass Kreisläufe in der Region besser geschlossen werden können. Das Problem des Höfesterbens hatte auch vor Bioland-Betrieben nicht Halt gemacht. Der Grund war aber nicht fehlende Wirtschaftlichkeit, sondern fehlende Hofnachfolge. (…) Bis irgendwann die Idee des Hofbesitzes überdacht wurde. Wer wollte, übergab den Hof einfach der Bioland-Stiftung und war davon befreit, für das Bestehen des Hofes sorgen zu müssen. Als Gegenleistung (…) musste die junge Generation so viel an die Stiftung zahlen, dass für die Altbauern und -bäuerinnen eine ansehnliche Rente garantiert war.“ Dem haben wir nichts hinzuzufügen, nur, dass wir uns sehr wünschen, dass Lisa Borns Utopie wahr wird! Mit zuversichtlichen Biogrüssen

Ihr Thomas Wolff

PS: Es gibt wieder eine Vorbestellaktion für das Wiesen-Rindfleisch vom Sonnenhof. Bestellungen bis Mittwoch 5.5. und Auslieferung ab 11.5.21.

29.04.2021

NEWSLETTER FÜR DIE 17. WOCHE

Liebe Kund*innen,

ab sofort haben wir ein tolles neues Highlight für Sie im Angebot: das Unverpackt Naturkost-Sortiment. Hochwertig-vielseitige Naturkostprodukte, ganz ohne Plastik, dafür mit Mehrwert, denn sie kommen in formschönen Mehrweggläsern daher. So sparen wir gemeinsam nicht nur Müll, sondern auch wichtige Ressourcen. Dazu sind die Gläser natürlich auch absolut frei von Schadstoffen, wie zum Beispiel Weichmachern.

  Pfand­tastische Neuigkeiten!

Eine ganz und gar runde Sache, vom Anfang bis zum Ende gedacht. So ist zum Beispiel der Wellblechdeckel endlos recyclebar, das Glas wird gesäubert und immer wieder verwendet und Sie geben es als Kund*in einfach bei der nächsten Lieferung wieder an uns zurück.

Die inneren Werte überzeugen ebenfalls auf ganzer Linie. Natürliche Lebensmittel, die unsere Böden und Pflanzen genauso schützen, wie die Menschen, die sie anbauen. Darunter fast vergessene heimische Sorten und regionale Sonderkulturen, allesamt faire Projekte aus Demeter und Bioland Landwirtschaft. So können Sie bei uns jetzt noch nachhaltiger einkaufen!

Die Mehrwegrevolution ist gleichzeitig auch eine soziale Revolution, denn dahinter steht in diesem Fall ein einzigartiges Integrationsprojekt, bei dem Menschen mit Handicap in die Produktion miteingebunden werden. Inhaltlich stammen die Produkte aus dem globalen Süden grundsätzlich aus fairem Handel.

In jedem Glas steckt auch eine kleine Geschichte, von mutigen Bauern die anfangen, das Korn der Inkas auf deutschen Felder anzubauen, Mandelbäume die in Mischkultur die Biodiversität schützen oder Kaffeebauern, die einzigartige Kooperativen zum Schutz des Regenwaldes und für fairen Handel aufbauen.

Hier nur ein paar „Kostproben“ aus unserem neuen Sortiment. Insgesamt haben wir bereits 40 Artikel für Sie gelistet, Tendenz weiter steigend!

Basmatireis, Jasminreis, Belugalinsen, weiße Bohnen, Kidneybohnen, Bulgur, Couscous, Cashewkerne, Kakaonibs, Haselnusskerne, Walnussbruch, Datteln, Schwarzer Tee, Grüner Tee, Pfeffer, Deutsches Steinsalz, Rohrohrzucker, Trinkschokolade und viele andere…

Schauen Sie sich gerne bei uns im Onlineshop um und geben Sie uns Ihre Rückmeldung. Wir sind gespannt, wie unsere neuen Unverpackt-Gläser bei Ihnen ankommen.

Mit unverpackt herzlichen Grüßen,

Ihr Thomas Wolff


PS: Frühlingsgefühle? Beachten Sie bitte auch unser aktuelles Angebot an Gemüsejungpflanzen!

22.04.2021

NEWSLETTER FÜR DIE 16. WOCHE

Liebe Kund*innen,

die Verbraucherorganisation foodwatch hat neulich die Vermarktung der „Bruderhahn-Eier“ kritisiert. Die Bruderhahnzucht sei unwirtschaftlich und zementiere die katastrophalen Zustände in der Hühnerhaltung. foodwatch forderte stattdessen den Umstieg auf sogenannte Zweinutzungshühner: Diese robusteren und weniger krankheitsanfälligen Rassen eigneten sich sowohl für die Eier- als auch zur Fleischproduktion. Foodwatch mahnte an, dass die Aufzucht der Bruderhähne Augenwischerei sei und nichts am Leid der hochgezüchteten Legehennen ändere. 

Es sei höchste Zeit, dass die tierquälerische Hochleistungszucht gesetzlich verboten und durch die Zucht von robusteren und gesünderen Hühnerrassen ersetzt werde.

Dem stimmen wir in allen Punkten zu, und freuen uns, dass wir Ihnen mit den SchwesterEiern des Bioland-Betriebs Stahls Hof aus Obererlenbach (in der Nähe von Marburg) solche Bruderhahn-freundlichen Eier bereits anbieten können!

  Da kräht der Hahn nach!

Nochmal zum Hintergrund: Jedes Jahr werden Millionen männlicher Küken der Legehennenrassen direkt nach dem Schlüpfen getötet, weil ihre Aufzucht unwirtschaftlich ist. „Bruderhahn-Eier“ stammen hingegen aus Bio-Betrieben, in denen die männlichen Küken zur Fleischerzeugung mitaufgezogen werden. Subventioniert wird das mit einem Aufpreis auf die Eier. Spätestens seit der Vorstellung des Gesetzentwurfs zum Verbot des Kükentötens von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner bieten immer mehr Lebensmittelketten Eier mit dem Label „Ohne Kükentöten“ an und werben kräftig damit. Aber: es gibt keine rechtlich verbindliche Definition, was dies bedeutet, sodass die Gefahr einer Irreführung der Verbraucher-*innen besteht. Denn meist sieht es dann so aus, dass die männlichen Küken vorab mithilfe eines Verfahrens zur Geschlechtsbestimmung im Ei als männlich aussortiert und dann eben doch vernichtet werden.

Die Brudertier Initiative Deutschland (BID), zu welcher auch unser SchwesterEi-Lieferant gehört, schließt sich der Forderung nach einer eindeutigen Kennzeichnung an. Das geplante Gesetz sagt nichts aus zur Kennzeichnung, macht keine Vorgaben zur Bruderhahn-Aufzucht und lässt zu, dass junge Legehennen aus dem Ausland importiert werden, wo das Töten der männlichen Küken weiterhin erlaubt ist. So wird das Ziel, dass „in Deutschland nur noch Eier ohne Kükentöten produziert werden“, wie Julia Klöckner es in Ihrer Pressemitteilung vom 20.01.2021 formuliert, jedenfalls nicht erreicht.  

Das Bruderhahn-Siegel der BID hat hingegen seit 2013 klare Vorgaben, deren Einhaltung durch unabhängige Kontrollen jährlich zertifiziert wird. Das Siegel garantiert die Aufzucht von einem Hahn pro Henne für mindestens 14 Wochen auf einem Demeter- oder Bioland-zertifizierten Betrieb in Deutschland, bevor er geschlachtet und zu hochwertigen Bioprodukten verarbeitet wird. Geschlechts-bestimmung im Ei ist für die BID keine Alternative zum Kükentöten, da es den Zeitpunkt der Tötung des männlichen Tieres lediglich in das Embryonalstadium vorverlegt, am Gesamtsystem aber nichts ändert. 

Mit dem Kauf unserer vorbildlichen SchwesterEier verhindern Sie also nicht nur das abscheuliche Kükentöten, sondern unterstützen auch die sinnvolle Zucht und den Einsatz von Zweitnutzungshühnern!

 

Mit bruderhahnfreundlichen Grüße

 

Ihr Thomas Wolff

 

 

 

15.04.2021