Unser Maya-Kaffee wird 30!

NewsletterQ

NEWSLETTER FÜR DIE 25. WOCHE

Liebe Kund*innen,

…und dazu möchten wir natürlich erst einmal ganz herzlich gratulieren!
Wir bei Querbeet lieben diesen wunderbar aromatischen Bio-Kaffee so sehr, dass er schon seit vielen Jahren unsere Haus- und Hofmarke ist. Und außerdem ist es ein wirklich tolles Unternehmen, das wir gerne tatkräftig unterstützen.

MAYA Kaffee 1991 steht für außergewöhnliche Kaffees aus nachhaltigem Anbau und fairem Handel. Der Ursprung findet sich im mexikanischen Hochland, in der Sierra Madre de Chiapas. Auf über 1.000 Metern Höhe sorgen die vulkanische Bodenstruktur und das einzigartige Klima dafür, dass die Kaffeebohnen hier besonders langsam gedeihen und ein unvergleichlich feines und mildes Aroma entwickeln. Die Kaffees von MAYA Kaffee 1991 werden von Kleinbauern angebaut, die sich in Kooperativen zusammengeschlossen haben und komplett auf Industriedünger und Pestizide verzichten. In Hamburg werden die Bohnen dann im traditionellen Trommelröstverfahren schonend veredelt. Wir haben für sie den hervorragenden Espresso gemahlen und als ganze Bohnen im Sortiment, sowie den Kaffee, ebenfalls gemahlen oder als Bohnen in zwei verschiedenen Größen. Pünktlich zum Jubiläum bietet das Unternehmen übrigens jetzt den Kaffee in aluminiumfreiem Kraftpapier an. Eine nachhaltig gute Sache!

Was Kaffee allgemein für uns so verführerisch und für viele auch unverzichtbar macht, sind seine über 800 verschiedenen Aromen, die sich in den gerösteten Bohnen entfalten, von elegant-samtig über kräftig-rauchig bis aromatisch-nussig oder blumig mit einem Hauch Schokolade, Beeren- oder Zitrusnoten, jeder Kaffee hat seine eigenen Duft- und Geschmacksnoten.

Die beiden weltweit meist angebauten Kaffeepflanzen, Coffea Arabica und Coffea Robusta, lieben feucht-tropisches und subtropisches Klima. Das finden sie unter anderem in Ländern wie Äthiopien, Mexiko, Kolumbien, Peru, Honduras oder auf Papua-Neuguinea. Bio-Röstereien kaufen dort ihre rohen Kaffeebohnen zu fairen Preisen direkt bei einzelnen Bauern oder von Bio-Kooperativen, in denen sich ein Pool von Kaffeebauern zusammenschließt. Viele Bio-Kaffeeplantagen liegen in Höhen über 1000 Meter. Die Kaffeekirschen reifen hier länger als in tieferen Regionen und erreichen eine größere Geschmacksvielfalt.

Anders als im konventionellen Anbau, bei dem teils erhebliche Giftcocktails eingesetzt werden, sind Pestizide tabu. Der Fokus liegt auf organischer Düngung, schonender Handernte, ausgereiften Kaffeekirschen und einer sorgfältigen Verarbeitung. Faire Arbeitsbedingungen und keine Kinderarbeit sind dabei selbstverständlich. Sie können also jeden bei uns gekauften Bio-Kaffee Tasse für Tasse genießen. Wer weiß, vielleicht ist der MAYA Kaffee 1991 ja auch schon Ihr Favorit…

Mit kaffeeduftenden Grüßen

Ihr Thomas Wolff


PS: Es gibt wieder eine schöne Geflügelfleischbestellung vom Schäfer-Hof. Bitte vorbestellen bis Mittwoch 23.6. Die Auslieferung erfolgt dann ab Montag 28.6.

NEWSLETTER FÜR DIE 24. WOCHE

Liebe Kund*innen,

Mit Blick auf die nahende Bundestagswahl im September appelliert Bioland an die künftige Bundesregierung, die Ziele zum Ausbau des ökologischen Landbaus stärker in den Fokus zu rücken. Herausgekommen sind 10 Forderungen, welche Ökobauern von der künftigen Politik fordern, um die Weichen für die Zukunft neu zu stellen:

  10 Bioland-Forderungen zur Wahl

1.Finanzielle Absicherung der Ökoprämie: Jährlich 50 Mio. € zusätzlich werden für die Erreichung der Öko-Flächenziele von EU, Bund und Ländern benötigt.

2. Erhöhung der Forschungsmittel: Der Anteil des Ökolandbaus an den Agrarfördermitteln des Bundes ist von heute 2 auf 20 % in 2025 auszubauen. Zudem ist eine Aufstockung des Budgets des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) um jährlich 15 Mio. € vorzunehmen.

3. Weiterentwicklung der Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau (ZÖL): Diese muss die gesamte Wertschöpfungskette der Bio-Ernährungswirtschaft in den Blick nehmen. Dabei sind gezielt regional verankerte Hersteller und Vermarktungsstrukturen zu stärken.

4. Schlüsselrolle der Außer-Haus-Verpflegung (AHV): Ein wichtiger Hebel zum Öko-Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Öffentliche Kantinen wie die von Krankenhäusern, Behörden oder anderen öffentlichen Einrichtung müssen hier eine Vorreiterstellung einnehmen.

5. Ökolandbau als Ausbildungsgang etablieren: Zudem müssen Bio-Fachkenntnisse in allen Lebensmittel-relevanten Ausbildungsgängen als Pflichtbestandteile in den Prüfungsordnungen verankert werden.

6.Abgaben auf synthetische Pestizide und Düngemittel:Die Umweltfolgekosten in Deutschland betragen rund 90 Mrd. € jährlich. Mit einer Pestizid-Abgabe ließe sich der Pestizideinsatzes in Deutschland halbieren!

7. Verpflichtende Kennzeichnung statt freiwilliges Tierwohllabel: Nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung. Bio muss als eigene Stufe gekennzeichnet werden.

8. Gentechnik muss als solche erkennbar sein: Verfahren wie Crispr-Cas 9 müssen nach den Regeln des Gentechnikrechts geprüft und gekennzeichnet werden.

9. Öko-Schweinehaltung muss weiter möglich sein: Die Auslauf- und Freilandhaltung stellt kein erhöhtes Risiko für die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest dar – ein generelles Aufstallungsgebot für Schweinehalter in betroffenen Gebieten darf es daher nicht geben.

10. Wirksam gegen unfaire Handelspraktiken vorgehen: Die Rolle der Erzeuger gegenüber Herstellern und dem Handel muss gestärkt werden – faire Preise sind dazu die Grundlage.

Wir als Bioland-Betrieb können hier in allen Punkten nur zustimmen, - egal, welche Partei die Wahl gewinnen wird.


Mit biolandigen Grüßen

Ihr Thomas Wolff

PS: Bitte beachten Sie auch unsere Lammfleisch-Vorbestellaktion von Bott’s. Bestellung bis Mi 16.6., Auslieferung ab Mo 28.6.

10.06.2021

NEWSLETTER FÜR DIE 23. WOCHE

Liebe Kund*innen,

endlich kann unser Gemüsehof-Team aus Steinfurth die ersten Früchte der Frühlingsarbeit für uns ernten! Ab nächster Woche gibt es den ersten SPITZKOHL. Aktuell haben wir sehr schönen SPINAT aus dem Freiland und wunderbar knackigen FENCHEL. Erst seit zwei Wochen die ersten SALATE und jetzt auch die ersten KOHLRABI von draußen. Allgemein ist es in diesem Jahr aber so, dass wir wetterbedingt mit der Freilandernte so spät wie selten gestartet sind. Selbst unsere TOMATENPFLANZEN im geschützten Anbau sind erst hüfthoch, Blüten sind zu sehen, allerdings noch keine Früchte.

  Frische Feldpost querbeet…

Ein weiteres Thema, welches sich daraus ergibt, sind die diesjährigen Frühlingspreise, z.B. bei den ERDBEEREN, über die sich manche wahrscheinlich wundern. Auch hier war der Erntestart nach diesem sehr langen kalten Frühjahr extrem verspätet. Wir sind zirka 3 Wochen „hintendran“. Das Erntezeitfenster ist daher sehr kurz, die Kulturarbeiten sind aber das ganze Jahr weitergelaufen. Und dies ist nicht nur bei den Erdbeeren der Fall. Auch bei unseren FRÜHKARTOFFELN oder mit den FRÜHMÖHREN aus eigener Ernte vom Pappelhof werden wir 2-3 Wochen später als sonst den Ernteroder anhängen können. Also gibt es eigene Kartoffeln erst ab ca. 20. Juni und die Möhren erst ab Mitte Juli. Eigenen BLUMENKOHL wollten wir Ihnen schon Mitte Juni anbieten, auch dies wird sich bis Ende Juni noch hinziehen. Wie es aktuell ausschaut, werden unsere SÜSSKIRSCHEN den Blumenkohl in der Ernte noch überholen … Wo es geht überbrücken wir bis zur eigenen Ernte natürlich schon mit anderer deutscher oder teils regionaler Ernte, doch auch bei unseren Kolleg*innen sind die Erntemengen teils noch nicht so hoch wie nachgefragt.

Wir sind optimistisch, dass wir Ihnen bald alle leckeren reBIOnalen Gemüse- und Obstvarianten anbieten können, doch einmal mehr heißt es: Gut Ding braucht Weile! Und gerade im Bioanbau, wo zum Wachstum die organisch gebundenen Nährstoffe eine höhere Bodentemperatur benötigen als die leichtlöslichen Düngemittel des konventionellen Anbaus, können wir nicht zaubern, und wollen es auch nicht! Wir wollen ein durch und durch gutes und sauberes Produkt, selbst wenn es mal länger dauert.

Zum Schluss möchten wir Sie noch auf einen "Paukenschlag beim Pestizidprozess in Südtirol“ aufmerksam machen. Wir hatten Ihnen die Problematik vor einiger Zeit schon einmal geschildert, und unsere Weihnachtsspende ging an einen stark betroffenen Bioland-Apfelbauern. Der Filmemacher und Buchautor Alexander Schiebel wurde jetzt vom Vorwurf der üblen Nachrede freigesprochen. Er hatte in seinem Buch (Das Wunder von Mals) die Pestizidpraxis im Obstanbaugebiet von Südtirol heftig kritisiert. Der Richter betonte das Recht auf freie Meinungsäußerung und sah keinen Grund, die Anklage von ca. 1 400 Personen und Verbänden weiter zu verfolgen. Viele Bio-Apfelbauer leiden unter der starken Pestizidbelastung in der Region, da es z.B. durch Winddrift auch zur Kontaminierung ihrer Apfelplantagen kommt. Aktuell haben wir übrigens die Sorte "Topaz" von BIOVinschgau aus Südtirol in Bioland-Qualität für Sie im Angebot. Ganz frei von Schadstoffen und knackig-biofrisch!

Mit organischen Grüßen,
Ihr Thomas Wolff

03.06.2021

NEWSLETTER FÜR DIE 22. WOCHE

Liebe Kund*innen,

sicher haben viele von Ihnen schon von der neuen Lebensmittelkennzeichnung, dem Nutri-Score gehört. Es ist eine Nährwertkennzeichnung, die sowohl Inhaltsstoffe wie Kalorien, Fett, Eiweiß oder Ballaststoffe als auch den Gemüse- und Obstanteil eines Lebensmittels bewertet und anhand dieser Eigenschaften einen Wert ermittelt. Die Skala startet beim grünen A und geht bis zum roten E. Angewendet wird der Nutri-Score nur für verarbeitete Lebensmittel wie Pizza, Kekse, Fertiggerichte, Käse oder Fruchtjoghurt. Ausgenommen sind aber leider von Natur aus gesunde Produktgruppen wie z.B. Obst oder Gemüse.

  Nutriscore macht Bio schlecht!

In der bestehenden Form benachteiligt der Nutri-Score somit natürliche Produkte. Das ist Irreführung der Verbraucher*innen und führt zu einer wettbewerbsverzerrenden Bevorteilung von konventionellen und vor allem stark industriell veränderten Lebensmitteln. Für den größten Unmut sorgt die Tatsache, dass konventionelle Lebensmittelhersteller den Nutri-Score mit Hilfe von mehr als 300 Zusatzstoffen verbessern können. Denn diese gelten nicht als „nährwertrelevant“ und werden daher vom Algorithmus ignoriert.

In vielen hochwertigen Biolebensmitteln verzichtet man weitestgehend auf Zusatzstoffe sowie bei allen Produkten über die gesetzlichen Vorgaben hinaus auf Nitritpökelsalz, Aromen und Hefeextrakt. Bio-Lebensmittel sind dadurch natürlicher, aber oft auch gehaltvoller als konventionelle Vergleichsprodukte, schneiden beim Nutri-Score dann schlechter ab. Das ist unserer Meinung nach absurd, denn der Nutri-Score soll ja die gesündere Wahl beim Einkauf erleichtern. Es gibt auch Lebensmittel, die Teil einer vollwertigen Ernährung sein sollten, aber niemals auf einen grünen und damit besseren Nutri-Score kommen können. Ein Beispiel sind Pflanzenöle, die zwar essenzielle Fettsäuren enthalten, die der Körper nicht selbst herstellen kann, aber wegen ihres Kaloriengehalts ein rotes E erhalten. Ursache dafür ist der Nutri-Score-Algorithmus der positive und negative Aspekte miteinander verrechnet. Der Nutri-Score wird nicht schlechter, wenn umstrittene Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker oder synthetische Aromen enthalten sind, und er wird nicht besser bei einem hohen Gehalt an Ballaststoffen der ungesättigten Fettsäuren. Der Nutri-Score sagt außerdem nichts darüber aus, ob ein Produkt aus der Region stammt oder ökologisch erzeugt ist, Dafür stehen weiterhin das Bio-Siegel und die Label der Bio-Anbauverbände.

Belohnt Aus Sicht der Bio-Branche muss der Algorithmus für den Nutri-Score deshalb überarbeitet werden. Zudem werden viele lose verkaufte Lebensmittel wie Gemüse, Obst oder Vollkornbrot trotz hervorragender Nährstoffqualität nie einen Nutri-Score tragen, da er nur für verpackte Lebensmittel mit Nährwerttabelle konzipiert ist. Einfach absurd!

Was Sie als unsere Kund*innen betrifft, gehen wir aber davon aus, dass Sie selbst beurteilen können, dass die bei uns gekauften Produkten und Erzeugnisse alles beinhalten, was Sie für eine vollwertige, gesunde und nachhaltige Ernährung benötigen.

Grüne Biogrüße
Ihr Thomas Wolff

27.05.2021