"Ackergifte sind überall!"

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NEWSLETTER FÜR DIE 44. WOCHE

Liebe KundInnen,

„Ackergifte? Nein Danke!“ heisst eine wehrhafte Kampagne des "Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft", das sich aus Unternehmer­Innen zusammensetzt, die den Biogedanken zu 100% leben und stärken wollen.

Unter ihnen auch der Gründer von Rapunzel Naturkost, Joseph Wilhelm. Da aktuell die neue Agrarreform wieder für viel Unmut bei den Biolandwirten und Umweltschützern sorgt, möchten wir das Thema gerne einmal etwas näher beleuchten. Denn entgegen der Aussagen der Agrarchemie-Industrie bleiben Pestizide nicht brav auf den Äckern. Sie fliegen munter in unserer Luft herum. Das zeigt die bislang umfassendste Studie zur Pestizidbelastung in der Luft, welche durch zahlreiche besorgte Bio-Unternehmen, u.a. von Rapunzel unterstützt wurde. Diese bringt zu Tage, dass ein großer Anteil der Pestizide durch sogenannte Ferntransport verursacht wird. Eine Tatsache, die bisher in den Zulassungsverfahren völlig vernachlässigt wurde. 

Zusammen mit dem Umweltinstitut München kam die wissenschaft­liche Studie zu Ergebnissen, die zeigen, wie stark die (Atem-)Luft in Deutschland tatsächlich mit Pestiziden belastet ist. Viele giftige Pestizide und ihre Abbauprodukte verbreiten sich in hohem Ausmaß über die Luft, bis in Städte und Nationalparks hinein – weit ab von den Flächen, auf denen sie ursprünglich ausgebracht wurden. 

Konkret konnte man 138 Pestizid-Wirkstoffe und Abbauprodukte nachweisen. Glyphosat wurde in allen Regionen Deutschlands gefunden. Rund drei Viertel (73 %) der über ganz Deutschland verteilten Untersuchungsstandorte weisen zudem mindestens 5 und bis zu 34 Pestizide auf. 30 Prozent aller gefundenen Pestizide sind sogar nicht (mehr) zugelassen! Bundesumweltministerin Svenja Schulze nahm die unabhängige Studie persönlich entgegen. Mal schauen, was sie daraus macht!

Wesentliche Erkenntnisse über Ackergifte außerhalb des Ausbringungs­ortes lieferte erstmals die "Urinale". In dieser Studie mit dem lustigen Namen kam man ebenfalls zu Resultaten, die alles andere als lustig waren: über 2.000 Frei­willige aus Deutsch­land ließen ihren Urin untersuchen. Ein großer Teil der Bevölkerung ist demnach mit Glyphosat belastet, denn 99,6 Prozent der Proben waren positiv! Besonders schockierend: auch Menschen, die sich mit Bio-Produkten ernährten, waren belastet. Daher vermuteten die Forscher, dass die Pestizide möglicherweise über die Atemluft in den Körper gelangen. Ein alarmierendes Zeichen, das zahlreiche Bio-Hersteller, Bio-Fachhändler und zivil­gesell­schaftliche Organisationen mit ihrer Initiative „Ackergifte? Nein Danke!“ zum Handeln bewegte.  Jeder einzelne von uns kann mit dem Kauf von Bio-Lebensmitteln ein wichtiges Zeichen setzen. Denn je mehr Verbraucher sich für nachhaltig produzierte Lebensmittel auf pestizidfreien Ackerflächen einsetzen, desto größer wird auch der Druck auf die Politik, der Ökolandwirtschaft im wahrten Sinne des Wortes mehr Raum zu geben.

Mit luftreinen Biogrüßen

Ihr Thomas Wolff

PS: Probieren Sie gerne auch einmal unseren bioreinen Apfel-Möhrensaft  (Art. 12178), hergestellt aus unseren legendären Pappelhof-Möhren. Einfach köstlich! Nächste LAMMFLEISCH-Aktion von Bott´s: Bestellung bis MI 4.11., Auslieferung ab DI 10.11.20.

 

Liebe KundInnen,

alles hat seinen Preis, aber für manches, was auf den ersten Blick „preis-günstig“ erscheint, bekommen wir in naher Zukunft die Rechnung. Dies zeigt nun eine Aktion sehr anschaulich, für welche ausgerechnet der Discounter Penny verantwortlich ist.

"Die wahren Kosten von Lebensmitteln"

Liebe KundInnen,

alles hat seinen Preis, aber für manches, was auf den ersten Blick „preis-günstig“ erscheint, bekommen wir in naher Zukunft die Rechnung. Dies zeigt nun eine Aktion sehr anschaulich, für welche ausgerechnet der Discounter Penny verantwortlich ist.

In seinem kürzlich eröffneten „Nachhaltigkeitsmarkt“ in Berlin weist das Unternehmen bei je acht konventionell und ökologisch erzeugten Eigenmarken-Produkten, neben dem Verkaufspreis, auch den „wahren Preis“ aus. Dieser listet zusätzlich zu den Herstellungskosten auch einige Umweltfolgekosten auf, die bei der Lebensmittelproduktion entstehen.

Der Bundesverband für Naturkost und Naturwaren (BNN) e.V. hat darauf reagiert und begrüßt, dass mit dieser Aktion gezeigt wird: billige, konventionell erzeugte Lebensmittel gehen am meisten zulasten von Umwelt und Allgemeinheit, denn hier sind die Aufschläge zu den wahren Preisen am höchsten. „Das ist es, was in der deutschen Lebensmittelwirtschaft falsch läuft: Bei Essen sollte es nicht um den niedrigsten Preis gehen, sondern um die höchste Nachhaltigkeit“, kommentiert Kathrin Jäckel, BNN-Geschäftsführerin die Aktion des Lebensmitteldiscounters. „Denn solange die Umweltfolgekosten nicht ein obligatorischer Bestandteil der Lebensmittelpreise sind, können weder Erzeuger, noch Hersteller, noch Kunden die richtigen Entscheidungen treffen“, führt Jäckel weiter aus. „Die aber braucht es, damit die Lebensmittelwirtschaft endlich von Anfang bis Ende nachhaltig und klimapositiv werden kann.“ Dem schließen wir uns voll und ganz an!

Eine der Aktion zugrunde liegende Studie der Universität Augsburg, zeigt, dass Bio-Lebensmittel hier eindeutig auf dem besseren Weg sind. In allen untersuchten Kategorien verursachen biologisch hergestellte Lebensmittel geringere Folgekosten als konventionelle Vergleichsprodukte. Der Verzicht auf beispielsweise chemisch-synthetische Pestizide und Gentechnik und die Investition in artgerechte Tierhaltung verursachen Kosten, die bei Bio-Lebensmitteln zwangsläufig eingepreist sind. Sie sind also nur vermeintlich teurer, weil sie tatsächlich näher dran sind an den wahren Preisen.

Abgesehen davon, dass Bio-Lebensmittel umweltfreundlicher und auch gesünder sind, hat deren Erzeugung zusätzlich einen positiven Einfluss auf das Klima. Denn sie sorgt z.B. für Humusaufbau, der CO2 bindet. Bio ist daher im Grunde aktiver Klimaschutz.

Bislang fehlen aus der Politik aber leider echte Anreize und Verpflichtungen, damit Unternehmen in der Lebensmittelwirtschaft über alle Stufen der Wertschöpfung und in allen Vertriebskanälen Entscheidungen treffen, die konsequent am Klimaschutz ausgerichtet sind. Aber hierhin muss die Reise gehen, wenn wir die Zukunft auf diesem Planeten und die Ernährung von demnächst 10 Milliarden Menschen sichern wollen. In diesem Sinne leisten Sie als VerbraucherInnen schon einen wichtigen Beitrag, wenn Sie sich bewusst für hochwertige! Biolebensmittel entscheiden.

Mit wertschätzenden Biogrüßen

Ihr Thomas Wolff

PS: Beachten Sie bitte auch wieder unsere Rindfleisch-Vorbestellaktion von Hampels aus dem Vogelsberg. Bestellen bis 28.10. Auslieferung in KW 45 ab dem 3.11.

22.10.2020

Liebe KundInnen,

gestern hat sich auf einem Feld des Pappelhofes in Beienheim ein skurriler Vorfall ereignet, vom dem wir gerne berichten möchten: Ein junger Feldhamster hat sich, unter Einsatz seines Lebens, vor einen laufenden Wurzelpetersilien-Roder geworfen und so versucht, die Ernte der angebauten Wurzeln zu verhindern!

"Feldhamster-Aktivist blockiert Ernte!"

Während der laufenden Arbeiten tauchte der „Feld-Aktivist“ aus dem Nichts auf und lief, unter den Augen des Fahrers, direkt unter das 1,5m große Rad des Roders. Nur ein beherzter Tritt auf die Bremse konnte das 14-Tonnen schwere Rodegespann sofort stoppen, um ein Überrollen des Feldhamsters zu verhindern. Der Fahrer musste absteigen und versuchte, das renitente Tier aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Der Hamster jedoch stellte sich auf die Hinterbeine und fauchte mit erhobenen Vorderpfoten. Nach kurzer Zeit sprang er in die Felge der Maschine und bedeutete, dass er nicht bereit sei „seine“ Petersilienwurzeln an den Landwirt abzugeben. 

Erst nach einiger Überzeugungsarbeit konnte der Hamster-„Aktivist“ durch den Hinweis, dass es doch noch genügend aussortierte Ware auf dem Feld gebe, etwas besänftigt werden. Um den als Rote-Liste-Art geschützten Nager nicht den Raubvögeln preiszugeben, wurde er noch mit einem Haufen Laub bedeckt, und Landwirt und Hamster trennten sich einvernehmlich bis hoffentlich im nächsten Jahr. Denn dieses possierliche und mutige Tierchen, in der Fachsprache "Cricetus cricetus“, ist leider auch vom Aussterben bedroht - nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile weltweit. Grund für den massiven Rückgang der Population sind vor allem die intensive Landwirtschaft und der enorme Flächenverbrauch für neue Siedlungen. Einmal mehr ein lebendes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, dass der ökologischen, pestizidfreien und bodenschonenden Landwirtschaft mehr artenerhaltende Fläche gegeben wird. Diese schöne Geschichte hat sich übrigens (fast) genauso abgespielt. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig…

Ergänzend dazu noch ein Erntebericht von unseren Feldern: Die Kartoffelernte ist abgeschlossen, wir haben alle Knollen trocken und in schöner Qualität vom Feld ins Lager holen können. Die unterschied-lichen Sorten sind so eingelagert, dass wir sie, je nach Bedarf, im Laufe des Herbst und Winters bis zum Frühjahr aus dem Lager zaubern können. Sie laufen dann noch einmal zur Größen- und Qualitätskontrolle über´s Band, und dann ab in die Tüte zu Ihnen. Rote Bete, Zwiebeln, Pastinaken und Wurzelpeterle sind auch schon alle im Kühllager. Bei den Möhren und beim Sellerie stehen noch einige auf dem Feld, welche dieser Tage Reihe für Reihe, so wie es das Wetter zulässt, reingeholt werden. Auch dieses Lagergemüse werden wir Ihnen bis weit ins Frühjahr von uns anbieten können. Kulturen wie Wirsing, Grünkohl, Rotkohl, Lauch oder Feldsalat stehen natürlich noch draußen - diese werden nach wie vor immer feldfrisch, je nach Bedarf geerntet.

Mit hamstersolidarischen Grüßen

Ihr Thomas Wolff

PS: Die Geflügel-Vorbestellung vom Bioland-Hof Schäfer läuft bis Mittwoch 21.10. Auslieferung in der KW 44 ab dem 27.10.

 

15.10.2020

Liebe Kunden,

wenn man jetzt draußen ist, weht einem ein tüchtiger Herbstwind um die Nase, das Laub färbt sich, die ersten Blätter fallen, die Ernte wird eingefahren, und welches Gemüse passt da besser in die Jahreszeit, als der form- und farbenprächtige Kürbis!

"Herbstzeit, Eintopfzeit!"

Wir haben reichlich für Sie ernten können und freuen uns, Ihnen aktuell folgende Prachtexemplare komplett aus eigener Gemüsehof-Ernte präsentieren zu können: Hokkaido-, Butternut-,  Spaghetti- und Muskat-Kürbis machen eine gute Figur in allen herbstlich angehauchten Gerichten der Bioküche. Und natürlich fehlt auch einer nicht, der dekorative Halloweenkürbis. Dazu passend empfehlen wir Ihnen wärmstens unsere herbstlichen Gewürze von Herbaria. Diese sind nicht nur vielseitig und kreativ in der Bioküche verwendbar, sie sind auch besonders aromatisch und ergiebig. 

Herbaria blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1919 wurde das Unternehmen als Tee und Heilmittelfirma von Karl Halter in Philippsburg (Baden Württemberg) gegründet und in den 80er-Jahren vom heutigen Inhaber Otto Greither übernommen. Am schönen Schliersee in Bayern wurden schließlich zum bestehenden Gesundheitssortiment auch Gewürze in das Produktangebot aufgenommen. Bio-Qualität war dabei für Herbaria von Anfang an das A und O. Die „Herbarianer“ sind stolze Bio-Pioniere und lieben ihre kontrolliert biologisch angebauten Tees, Kräuter, Gewürze und Kaffee. 

Getreu dem Motto „Bio is small, bio is beautiful“ entwickelt das Herbaria-Team kontinuierlich exzellente und naturbelassene Produkte in Bio-Premiumqualität, die puren Genuss versprechen. Hierfür verwendet Herbaria nur ausgewählte Bio-Rohstoffe, die weit über die gesetzlich geforderten Standards hinaus kontrolliert sind. Mit viel Liebe zum Detail werden die Produkte handwerklich in Süddeutschland nachhaltig hergestellt.

Besonders empfehlen möchten wir Ihnen von Herbaria jetzt die zur Jahreszeit passenden herbstlichen Mischungen, mit so appetitanregenden Namen wie „Kürbiskönig“ ein Suppen- und Eintopfgewürz, das auch wunderbar zu Zucchini, Karotten und Wurzelgemüse passt. Oder den „Gaumenschmaus“ für Bratkartoffeln, perfekt auch für alle Kartoffelgerichte, Gratins und Gulasch und kreiert von Spitzenkoch Konrad Geiger. „Waldeslust“ ist ein herrliches Wild & Pilzgewürz, und „Marrakesch“ wird vor allem jene begeistern, die Freunde der orientalischen Küche sind. Man kann dieses marokkanische Tajine Gewürz sowohl für das traditionelle Tontopfgericht als auch für andere orientalische Schmort- und Eintopfgerichte verwenden. 

Wir wünschen Ihnen eine gemütliche und genussvolle Herbstzeit,

Ihr Thomas Wolff

PS: SPORTLICH erinnern wir Sie an unseren WirDuellen-Biolauf am 18.Oktober ganztags! Kostenlos anmelden und möglichst viele weitere Mitläufer motivieren unter: https://my.raceresult.com/157585/

08.10.2020