"Bio-Oliven retten Singvögel!"

NewsletterQ

NEWSLETTER FÜR DIE 30. WOCHE

Liebe Kunden,

wir nehmen diese Woche einen Artikel auf STERN.DE (01.06.19) zum Anlass, über das furchtbare Vogelsterben bei der konventionellen Olivenernte zu berichten und informieren Sie gleichzeitig über die vorbildliche Olivenernte bei unserem Bio-Olivenerzeuger MANI BLÄUEL. Diese besonderen Oliven haben wir in der kommenden Woche übrigens für Sie im Angebot!

 

Doch zunächst zum Hintergrund: Was viele Verbraucher nicht wissen, ist die erschreckende Tatsache, dass Jahr für Jahr Millionen Singvögel bei der konventionellen Olivenernte sterben, darunter auch geschützte Arten. Allein in Spanien werden jedes Jahr 2,6 Millionen Tiere!!! von automatischen Erntemaschinen eingesaugt und getötet, etwa 100 000 weitere in Portugal. Da die Ernte in der Regel nachts geschieht, um bei den kühleren Temperaturen das Aroma der Oliven zu schonen, werden die Vögel quasi im Schlaf überrascht und haben keine Chance zu entkommen. Die Tiere aus Nordeuropa überwintern hier von November bis März.

Nicht nur in Spanien und Portugal, auch in Italien und Frankreich, wo ebenfalls sehr viele Zugvögel in Olivenbäumen übernachten, erntet man Oliven auf diese Weise. Bisher hat lediglich die spanische Region Andalusien dies eingeschränkt, ein entsprechendes Gesetz muss aber erst noch beschlossen werden. In einer Petition auf change.org wird nun das Ende der nächtlichen Ernte in allen Olivenanbaugebieten gefordert. Wir würden uns freuen, wenn Sie dies tatkräftig durch Ihr Votum dort unterstützen könnten: https://bit.ly/2LPMs9M

Unser Olivenerzeuger Fritz Bläuel kam vor 40 Jahren aus Österreich nach Griechenland in die Mani, um in einer Kommune alternativ zu leben. Die Kommune löste sich auf, Fritz und seine Frau Burgi blieben. Die Olivenproduktion und die Gewinnung des frisch gepressten Olivenöles begeisterten ihn so sehr, dass er beschloss, dies zu seiner Lebensaufgabe zu machen. Von Anfang an jedoch wollte er rein ökologisch anbauen und produzieren. Trotz anfänglicher sprachlicher und kultureller Hindernisse gelang es dem Familienbetrieb, über 300 Bauern in der Region vom Bio-Landbau zu überzeugen.

Auch hier im Bioanbau ist von November bis Februar Erntezeit, jedoch erfolgt dies bei MANI mit einfachen Handpflückmaschinen. Unter den Bäumen werden große Netze ausgelegt, um die Früchte aufzufangen. Anschließend werden sie in Säcken gesammelt und am gleichen Tag zur Ölmühle gebracht. Ein entscheidender Faktor für die Qualität des Olivenöls ist die Zeit zwischen Ernte und Verarbeitung. Sie muss so kurz wie möglich sein. Das bedeutet viele Nachtschichten. 

Wir haben sowohl das Extra Native Olivenöl von MANI für Sie im Angebot als auch viele weitere erstklassige Olivenprodukte, wie die aromatischen Kalamata Oliven, Grüne Oliven, den Olivenmix, Olivenpasten oder Kapern in Olivenöl. Schauen Sie doch einfach gleich mal rein in unseren Shop und lassen Sie sich diese ökologisch vorbildlichen und qualitativ hochwertigen Bioerzeugnisse direkt von uns nach Hause liefern.

Mit vogelschonenden Olivengrüßen


Ihr Thomas Wolff

Liebe Kunden,

der Sommer belohnt uns aktuell reichlich, und Sie können zur Zeit wahrlich aus dem Füllhorn greifen, wenn Sie sich auf unseren Märkten oder im Onlineshop umschauen. Herrliches Sommergemüse in Hülle und Fülle, aus eigenem regionalen Bioanbau in Steinfurth oder vom Pappelhof in allen Formen und Farben können wir diesen Sommer für Sie ernten. Und es ist für jeden Geschmack und jede Verwendung etwas dabei!

"Sommergenüsse mit Sommergemüse!"

 Angefangen bei den knackigen Salaten: vom Roten und Grünen Eichblatt über Batavia rot und grün bis zum Mini-Romana Salat oder dem würzigen Radicchio und dem wunderschön anzusehenden Wildkräuter-Salat. An Kräutern haben wir auch eine schöne Vielfalt tagesfrisch im Angebot: herrlich aromatisches Basilikum, Schnittlauch, Koriander, Sauerampfer, Zitronenmelisse und gemischte Salatkräuter. Gerade jetzt bei den doch wieder zu erwartenden sommerlichen Temperaturen, geht nichts über einen erfrischenden Salatgenuss, der, ganz nebenbei, auch eine gesunde Vitamintankstelle ist.


Ebenfalls gut im Salat, aber auch als Rohkost oder zur sonstigen Verwendung in der Sommerküche, machen sich unsere legendären Pappelhof-Möhren oder, worauf wir besonders stolz sind, unsere Steinfurther Schlangengurken und der würzige Staudensellerie. Für alle Grillfreunde unter Ihnen haben wir mit Auberginen, Zucchini, Fenchel, Gemüsezwiebeln und Tomaten in allen Variationen das perfekte Grillgemüse parat. Hier möchten wir Ihr Augenmerk besonders auf die speziellen Sorten Berner Rose, Ochsenherz und die hübsch anzusehenden Gelben Tomaten lenken.

Last but not least wären da noch Kohl & Co., wie Blumenkohl, Spitzkohl und der wunderbar gewachsene Pak Choy, ein naher Verwandter des Chinakohls. Die Pflanzen bilden Rosetten aus kurzstieligen, kreisförmig angeordneten Blättern mit hellen, saftigen Blattrippen. Zubereitet werden diese gekocht als Gemüse oder roh. Pak Choy hat einen leicht senfartigen, aromatischen Geschmack, der stark an die hellen Blätter des Blumenkohl und entfernt an Chinakohl erinnert. Auch unser Mangold reiht sich in diese Familie ein, und man kann ihn ähnlich wie Spinat zubereiten. Im Risotto macht er zum Beispiel im Duo mit Pilzen eine besonders gute Figur.

Klassiker in unserem Sortiment, wie die guten Pappelhof-Kartoffeln, wollen wir bei unserem Sommergemüse/Sommergenüsse-Potpourri aber nicht vergessen. Da gibt es zum Beispiel die vorwiegend festkochende Frühkartoffel Solist oder die festkochenden Sorten Andrea und Rosara. Und natürlich die beliebten kleinen Pellis. Abrunden möchten wir unseren Ernte-Newsletter dann aber noch fruchtigrot, da Bäume und Sträucher bei uns zur Zeit noch üppigvoll hängen mit leckeren Süßkirschen und Johannisbeeren.

Lassen Sie sich den Sommer schmecken und feiern Sie genussvolle Momente, mit der Familie und Freunden, zu Hause und im Freien, mit guten Lebensmitteln, welche diesen Namen wahrlich verdienen!

Mit schwelgenden Genussgrüßen

Ihr Thomas Wolff
 
11.07.2019

Liebe Kunden,

da schlägt das Anbauerherz momentan höher, wenn wir auf unsere prächtigen Tomaten vom eigenen Standort Gemüsehof in Steinfurth blicken. Die wunderbar aromatischen Früchte hängen voll an den Rispen, und wir möchten Sie herzlich dazu animieren, diese bei Ihrem nächsten Markt- oder Online-Einkauf tüchtig bei uns einzukaufen. Denn jetzt sind sie ein wahrer Hochgenuss! Eine Belohnung von Mutter Natur für all die Sorgfalt und Pflege, die wir den Pflanzen bis zur Reife haben zukommen lassen.

"Unsere Tomaten sind einfach top!"

Zur Zeit haben wir folgende schönen Sorten für Sie im Angebot: Cherrytomaten „Datterino“ und bunte Cocktailtomaten. Also kleine Tomaten mit besonders süßlichem Geschmack, die sich prima zum zwischendurch gesunde Vitamine naschen eignen. Besonders groß hingegen sind unsere Fleischtomaten „Ochsenherz“. Sie haben einen hohen Fleischanteil und wenig Samenkernen. Eine hoch aromatische Tomatensorte mit hohem Zuckergehalt und feiner Säure. In Salaten, Suppen und Saucen machen sie sich immer gut. Unsere „Berner Rose“ ist eine alte und besonders leckere Tomatensorte, die Sie unbedingt einmal probieren sollten. Und dann wären da noch unsere wunderschön anzusehenden Gelben Tomaten. Was sie von den roten unterscheidet, ist, neben der intensiv gelben Farbe, ihr geringer Säuregehalt, der sie zur Tomate der Wahl für alle Magenempfindlichen macht.

Ursprünglich eine tropische Wildpflanze in den Anden Perus und Ecuadors und später von den Ureinwohnern Mexikos angebaut, wurden einige Tomatenpflanzen von Kolumbus  nach Europa gebracht. Hier war sie zunächst nur eine Zierpflanze, deren Früchte man wegen ihres leicht bitteren Geschmacks für ein giftiges Nachtschattengewächs hielt und sogar verdächtigte, Liebeswahnsinn zu entfachen. Erst 1890 gelangte die Tomate nach Deutschland. Im ersten Weltkrieg erfolgte ihr Durchbruch, zu einem Volksnahrungsmittel mit stetig wachsender wirtschaftlicher Bedeutung. 

Mit ca. 94% Wassergehalt ist die Tomate eines der kalorienärmsten Gemüse, aber dennoch ein wertvolles und ausgesprochen gesundes Nahrungsmittel. Insgesamt enthalten Tomaten mindestens 7 Mineralstoffe (vor allem Kalium), 10 Spurenelemente, 13 Vitamine (darunter 25mg Vitamin C), 3 Fruchtsäuren (besonders Zitronensäure) und Zucker. Die rote Farbe der Tomatenfrucht verdankt sie dem Gehalt an den Farbstoffen Lycopin und Karotin. Die grünen Pflanzenteile, einschließlich der noch unreifen Früchte, enthalten das giftige Alkaloid Solanin. In größer werdenden und reifenden Früchten nimmt der Gehalt an Solanin so stark ab, dass es praktisch nicht mehr nachweisbar ist. Tomaten sind also eine absolut gesunde, erfrischende, appetitanregende Frucht. Sie regen die Tätigkeit von Magen, Bauchspeicheldrüse und Leber an. 

Da die Früchte eher kälteempfindlich sind, empfiehlt es sich, die Tomaten nicht im Kühlschrank aufzubewahren, da sie dort viel an Aroma verlieren. Sie eignen sich übrigens unter anderem auch prima zum Grillen!

Mit tomatengenussvollen Grüße

Ihr Thomas Wolff

03.07.2019

Liebe Kunden,

viele von Ihnen werden es in den Nachrichten schon gehört haben, dass nach dem Gerichtsurteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Juni 2019 weiterhin männliche Küken getötet werden dürfen, nur weil sie keine Eier legen und schlecht Fleisch ansetzen. Immer mehr Verbraucher möchten dies aber nicht mehr länger hinnehmen. Inga Günther, Geschäftsführerin der Ökologischen Tierzucht gGmbH (ÖTZ) appelliert, dabei auf richtige Alternativen zu setzen. 

"Auf den Hahn gekommen."

Für sie bedeutet die Geschlechtsbestimmung im Ei sogar eine „Verschlechterung ,der Zustände“, da bei dieser Methode eine Verwertung wie beim „Futterküken“, das in Zoos oder Adlerwarten verfüttert wird, nicht möglich sei – und das Kükentöten zudem nur vorverlegt würde. Echte Lösungen sind hingegen die Bruderhahnaufzucht sowie Zweinutzungshühner, die sowohl Eier legen als auch Fleisch ansetzen wie die gemeinsamen Projekte von Bioland und Demeter. Eine ganzheitliche Lösung, bei der die männlichen Tiere aufgezogen werden und ihr Fleisch kulinarisch und finanziell gewertschätzt wird. Denn wir als Konsumenten entscheiden letztendlich beim Preis, wie sehr uns das Tierwohl am Herzen liegt.

Seit rund 10 Jahren gibt es bereits die Bruderhahn Initiative Deutschland (BID), mit der auch Querbeet erfolgreich kooperiert. Hier werden die Brüder der Legehennen mitaufgezogen und 18 bis 20 Wochen gemästet. Mittlerweile gibt es eine breite Palette an Bruderhahn-Produkten (Fertiggerichte im Glas, TK-Waren, Wurst). Die Mast der Hähne wird durch einen Zuschlag auf die Schwester-Eier von rund 4 Cent pro Ei subventioniert. Wenn Sie es nicht schon längst getan haben, schauen Sie gerne einmal in unser Sortiment. Einfach in der Suchmaske unseres Onlineshops „Bruder“ eingeben und schon bekommen Sie einen Überblick. Die Demeter Produkte des Bauckhofes in Klein-Süstedt sind allesamt lecker, ökologisch und ethisch konsequent.

Die Bruderhahn Initiative äußerte sich übrigens in Auszügen wie folgt zum Gerichtsurteil: „Leider zieht das Bundesverwaltungsgericht nicht den letzten, weitreichenden aber konsequenter Weise notwendigen Schluss aus seiner Argumentation und verbietet das Kükentöten ganz (…) Die aus unserer Sicht konsequente Schlussfolgerung wäre  – statt das Töten doch noch zu rechtfertigen – , dass weder eine Methode wie die Geschlechtsbestimmung im Ei, die weiterhin das Aussortieren der männlichen Küken zum Ziel hat, eine Lösung darstellt, noch ein Fortfahren mit der Praxis des Kükentötens gebilligt werden kann. Echte Alternativen sind vielmehr die oben genannten: übergangsweise Bruderhahnaufzucht und auf lange Sicht die Umstellung auf Zweinutzungsrassen.

Zweinutzungshühnern sind Tiere, bei denen sowohl Hahn als auch Henne ohne Querfinanzierung durch die „andere Seite“ auskommen. Das heißt, der Hahn setzt genügend Fleisch an und die Henne legt genügend Eier, um für einen Öko-Betrieb bei fairen Preisen wirtschaftlich zu sein. Hier gibt es bereits von der Ökologischen Tierzucht GmbH vielversprechende Herden mit Zweinutzungstieren aus Gebrauchskreuzungen von Lege- und Mastrassen. Wir würden uns sehr freuen wenn Sie als unsere Kunden und kritische Verbraucher uns auf diesem wichtigen Weg unterstützen!

Mit brüderlichem Gruß


Ihr Thomas Wolff

27.06.2019