Wir fordern das Pestizid-Aus!

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NEWSLETTER FÜR DIE 38. WOCHE

Liebe Kund*innen,

das Bio-Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft hat einen offenen Brief an die Bundestagskandidaten formuliert. Ihre Forderung lautet: "Steigen Sie ein in den Ausstieg aus der Anwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden!"

Da auch Querbeet sich dieser Forderung voll und ganz anschließt, fassen wir hier die wichtigsten Inhalte gerne für Sie zusammen. Denn ganz gleich, wer die Wahl gewinnt, diese Themen sind von parteiübergreifender Relevanz für unser aller Klima und unsere Umwelt, die schleunigst angegangen werden müssen. Auch unser Anbauverband Bioland, sowie Demeter und Naturland gehören zu den Unterzeichnern.

Konkret verlangen die Absender, dass sich die Politikerinnen und Politiker in der kommenden Legislaturperiode einsetzen für eine Beschlussfassung auf EU-Ebene zum schrittweisen Ausstieg aus der Anwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden bis zum Jahr 2035, sowie für ein Verbot der für Gesundheit und Umwelt besorgniserregendsten Pestizide in den nächsten fünf Jahren.

Denn an der verheerenden Wirkung von Pestiziden gibt es nichts mehr zu rütteln. Ihr Ausbringen wurde 2019 vom Europäischen Gerichtshof als Emission in die Umwelt eingestuft. Sie tragen erheblich zum Verlust der Biodiversität bei. Hinzu kommt, dass der Klimawandel die bisherige Form der Landwirtschaft durch Extremwetterereignisse vor immer größere Herausforderungen stellt. Auf dem Weg zu einer sozial- ökologischen und klimafreundlichen Transformation der Landwirtschaft und des Ernährungssystems ist der Ausstieg aus chemisch-synthetischen Pestiziden daher unerlässlich.

Der Einsatz von Pestiziden führt auch zu hohen Folgekosten für die Gesellschaft und für von Kontaminationen betroffene Bio-Landwirt*innen. Daher fordert das Bündnis u.a. eine Pestizid-Abgabe. Die Abgabe-Erlöse sollen eingesetzt werden für den ökologischen Umbau der Landwirtschaft und für die Entschädigung von Bio-Landwirt*innen, deren Ernte von chemisch- synthetischen Pestiziden aus Abdrift und Ferntransport verunreinigt wurden.

Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ist ein Zusammenschluss von namhaften Bio-Unternehmen, von denen viele zu den Pionieren des ökologischen Landbaus zählen, sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für die Agrarwende einsetzen. Sie wollen mit ihrem Engagement dazu beitragen, die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen zu erhalten und sie dort, wo sie bereits beschädigt sind, wieder aufzubauen.

Hoffen wir, dass die Stimmen nicht nur gehört werden, sondern endlich in die gestaltende Politik konkreten Einzug finden!

Mit biobündnis-verbündeten Grüßen

Ihr Thomas Wolff

NEWSLETTER FÜR DIE 37. WOCHE

Liebe Kund*innen,

so langsam rollen wir in den Herbst. Gefühlt sind wir schon längst da angekommen, mal schauen, wie das Wetter sich in der kommenden Wochen entwickelt. Das Saturnusjahr hält, was es verspricht: es war bisher nass, kühl und extrem.

 Herbstliche Gärtnergrüße von Theo...

Ob dieser Sommer aus Gärtnerperspektive gut war oder nicht, lässt sich noch immer nicht sagen. Ja, es war oft zu nass, dafür haben wir aber wenig beregnen müssen. Durch die Nässe haben einige Kulturen unkrautbedingt nicht überlebt, andere hingegen haben richtig profitiert: der Lauch ist hervorragend gewachsen, Kleegras wächst wunderbar nach, Kürbisse sind richtig fett geworden, der Kopfkohl ebenfalls.

Die Salate wachsen richtig gut, wenn es nicht zu warm ist und sie regelmäßig Wasser bekommen, aber da es momentan häufig feucht-warm ist, sind sie auch sehr anfällig für die verschiedensten Pilze und Schimmel. Das führt manchmal zu Engpässen, aber insgesamt ist es noch nicht dramatisch. Zuckererbsen, Dicke Bohnen und Busch-bohnen waren und sind recht problematisch. Schon zweimal ist eine Aussaat von Buschbohnen eingegangen, die Keimlinge sind teilweise bereits während der Keimung verfault. Die letzte Aussaat ist dann wieder recht gut gekeimt, hoffen wir, dass das Wetter noch mitspielt und sie gut weiterwachsen. Das Gleiche gilt für den Zuckermais. Erst wollte er nicht keimen und die Samen sind teilweise im Boden vergammelt, und letztendlich war er dann viel zu mager. Wir haben entschieden, ihn umzubrechen und nochmals zu säen. Nun haben wir ein sehr schönes Gewächs, wenn es noch ein paar warme Wochen gibt, wird er hoffentlich zu ernten sein.  

Wozu der massive Unkrautdruck führen kann, haben wir diesem Jahr leider wieder erleben müssen. An manchen Stellen hatten wir Staunässe. Ein paar Mal bin ich rausgefahren und habe dort gehackt, auch wenn es eine ziemliche Schlammschlacht war und nicht sehr effektiv. Besonders davon betroffen ist leider der Brokkoli. Der Lauch hat sich gut durchgesetzt und ist mittlerweile aus der Gefahrenzone. Tomaten sind, dank guter Pflege, noch immer ziemlich gesund. Natürlich breitet die Krautfäule sich aus, aber noch geht es gut.

Die letzten Freilandpflanzungen sind gemacht worden. Das zweite Mal in Folge unter extremsten Bedingungen. Ich befürchte, dass damit der Rahmen gesteckt ist, in dem wir uns in den kommenden Jahren bewegen müssen. Die Wetterextreme werden auf Dauer zunehmen. Das definiert wiederum die erforderlichen Entwicklungsschritte: Wie können wir Wasser festhalten im Boden? Wie sorgen wir dafür, dass zu viel Wasser nicht problematisch wird? Wie regulieren wir Unkraut-, Schädlings- und Krankheitsdruck in nassen und trockenen Jahren? Viele Herausforderungen, die aber auch zum Umdenken und Neudenken motivieren!

Gärtnerisch verbundene Grüße,
Ihr Gärtner Theo Bloem vom Gemüsehof & Thomas Wolff vom Pappelhof!

PS: Beachten Sie bitte auch unsere regionale Vorbestellaktion vom Bioland-Geflügelhof Schäfer. Vorbestellung bis Mi 15.9. und Auslieferung ab 20.9..

09.09.2021

NEWSLETTER FÜR DIE 36. WOCHE

Liebe Kund*innen,

diese Woche haben wir ein besonderes Highlight für Sie: das Fischhaus am Bodensee. Von dort bekommen wir ab sofort regelmäßig besten Biofisch aus der wirklich vorbildlich nachhaltigen Zucht von Erich Geiger.

 Fischer´s Fritz heißt Erich?

Das Fischhaus liegt in Meersburg, am baden-württembergischen Bodenseeufer. Seit über 150 Jahren befischt die Familie von Erich Geiger hier den Bodensee. Seine Mitarbeiter*innen und er verfügen über ein reichhaltiges Wissen und langjährige Erfahrung in der Verarbeitung von Süß- und Salzwasserfischen sowie Krustentieren. Mittlerweile werden an den Standorten am Bodensee Fische und Meeresfrüchte aus bestandsschonender Fischerei bzw. biologischer Aquakultur im Ganzen, als Naturfilets oder auch küchenfertig verarbeitet. Unter anderem Lachsfilet, Victoriabarschfilet, Regenbogenforelle und Dorade.

Der Lachs stammt aus zertifizierter ökologischer Aquakultur vor Norwegens Küste. Die Zuchtbecken werden ständig mit Meerwasser durchspült. Außerdem wird in den kleinen, inhabergeführten Zuchtbetrieben darauf geachtet, dass die Fische ausreichend Platz haben und mit natürlichem organischen Futter gefüttert werden. 
Desweiteren beziehen wir über Erich Geiger schöne Doraden und Wolfsbarsche als ganze Fische, sowie Schollenfilet, Kabeljaufilet und Seelachsfilet in Backteig.

Seine Regenbogenforellen aus Teichwirtschaften in Deutschland werden nach EU-Biorichtlinien in Einklang mit der Natur gezüchtet. Alle Fische werden von Hand mit Bio-Futter gefüttert und wachsen in Naturteichen auf. Die Forelle belegt in Deutschland Platz 5 der beliebtesten Fischarten. Sie ist vor allem deshalb zu empfehlen, weil ihr Transportweg der kürzeste ist und man sie vielseitig verarbeiten kann. Schauen Sie gerne auch einmal in unsere JUBI-REZEPTE MIT FISCH rein
https://bit.ly/3mIZ1WY. Dort finden Sie zwei schöne Fischrezepte, in denen die Bio-Forellen von Erich Geiger eine prima Figur machen! 

Greifen Sie also gerne zu und lassen Sie sich diesen tollen, nachhaltigen Fisch nach Herzenslust schmecken! Unsere Fischvorbestellaktion hat den Bestellschluss 8.9., Auslieferung erfolgt dann ab dem 20.9.

Mit f(r)ischen Grüßen

Ihr Thomas Wolff


PS: Als weiteres Schmankerl habe wir außerdem eine regionale Rindfleisch-Bestellaktion für Sie. Vorbestellung bitte bis Mi 8.9. und Auslieferung ab Mo 13.9.
02.09.2021

NEWSLETTER FÜR DIE 35. WOCHE

Liebe Kund*innen,

Nüsse sind nicht nur ein leckerer Snack, sie sind auch durch und durch gesund.
Besonders beliebt sind bei vielen Nuss-Fans die Kalifornischen Mandeln. Unsere bekommen wir von Rapunzel. Hier ein Auszug aus dem aktuellen Erzeuger-Porträt des   Bio-Familienunternehmens Purity Organics, welches für Rapunzel Mandeln mit einem feinen, süßen Kern anbaut. Daraus zaubert Rapunzel das unwiderstehliche weiße Mandelmus und bietet die Nüsse natürlich auch zum gesunden Naschen in der Tüte an.

 Rapunzel Mandel-Porträt

Purity Organics setzt sich für den nachhaltigen Anbau von Mandeln in Kalifornien ein und steht für eine möglichst regionale Wertschöpfungskette in der Produktion und Aufbereitung von Mandeln. In konsequenter Umsetzung der ökologischen Landwirtschaft verwendet das Unternehmen in seinen Mandelplantagen Kompost anstelle von Kunstdünger und setzt auf den Einsatz von Nützlingen zur Regulierung von Schadinsekten. 2018 zeichnete Rapunzel Purity Organics deshalb mit seinem Lieferanten-Award aus.

Die verschiedenen Mandelsorten, die in den Plantagen von Purity Organics als junge Bäume gepflanzt werden, kommen aus einer spezialisierten Baumschule. Die Bäume bringen bei konstanter Pflege bis zu 25 Jahre eine gute Ernte. Für die Qualität der Mandeln sind neben ihrer Pflege auch Faktoren wie die Witterung, Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit und nicht zuletzt die Bestäubung der Blüten entscheidend, welche durch viele fleißige Bienen gewährleistet wird. "Wir erleben klimatische Veränderungen, Kalifornien ist bekannt für lange Dürren. Indem wir die Böden und die darin lebenden Mikroben lebendig und gesund halten, kann dieser die Feuchtigkeit und die Nährstoffe besser speichern. Wir verwenden die neuesten Bewässerungstechnologien und -methoden, um Wasser so effizient wie möglich zu nutzen.?, berichtet Inhaber Steve Koretoff. Ab dem fünften Jahr erreicht der Mandelbaum seine ideale Größe und liefert eine gute Erntemenge. Trotzdem ist der Ertrag im Vergleich zu konventionellen Plantagen geringer. Die Ernte findet, je nach Sorte, von Ende August bis Oktober statt.

100 Gramm Mandeln enthalten übrigens satte 114% der empfohlenen Tagesmenge an Vitamin E, 21% der empfohlenen Tagesmenge an Kalzium und 21% der empfohlenen Tagesmenge an Eisen. Um diese Nährstoffe zu maximieren, sollten Sie Ihre Mandeln mit der Schale Essen. Darüber hinaus sind Mandeln eine gute Quelle für Mangan und Magnesium. Wir haben im Shop aktuell unter Art. n5364 die Californischen Mandeln von Rapunzel im Angebot für Sie: 200g für ? 6,99. 


Mit mandelzarten Grüßen 

Ihr Thomas Wolff

PS: Beachten Sie auch unsere Geflügel-Vorbestellaktion, bestellen bis 1.9., Auslieferung ab 6.9.

26.08.2021