"Das geheime Leben der Pflanzen…"

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NEWSLETTER FÜR DIE 39. WOCHE

Liebe Kunden,

vielleicht haben einige von Ihnen schon das Buch „Das geheime Leben der Bäume“ gelesen. Zu noch erstaunlicheren Erkenntnissen kamen Forscher, in einem neulichen Beitrag auf 3sat. Einige wirklich interessante und zum Nachdenken anregende Aspekte hieraus möchten wir gerne diese Woche mit Ihnen teilen. Eine der Grundfragen war, ob Pflanzen vergleichbare Verhaltensweisen haben wie Tiere oder auch der Mensch. Die Antwort lautete eindeutig ja!, alle Pflanzen zeigen differenzierte Verhaltensweisen, über und unter der Erde. Sie sind komplexe Wesen mit komplexem Fressverhalten, ständig auf der Suche nach Nahrung, inklusive dem Licht, welches sie für ihre Photosynthese benötigen.

 Die Venusfalle fängt Insekten, verdaut sie in ihrem Inneren und gewinnt so wichtige Nährstoffe. Andere Pflanzen suchen mit ihren Wurzeln aktiv nach Nahrung und strecken diese förmlich danach aus. Der Teufelszwirn, ein Parasit, findet seine Wirtspflanze über deren Duft (bevorzugt Tomaten!) und dringt dann in den Stamm ein, wo er ihr die Nährstoffe entzieht. Die Tomate wiederum gibt bei starkem Befall messbare „Schreie“ ab in Form von Warndüften. Was wir als besonders angenehmen Duft beim Grasschnitt empfinden, ist in Wahrheit ein Hilfe- und Warnruf an die benachbarten Pflanzen. Sie interagieren also miteinander und es gibt ein dynamisches System im Pflanzenreich.


In der Wüste von Utah beobachteten Forscher auch die wilde Tabakpflanze. Diese verteidigt sich gegen Feinde mit einer chemischen Waffe, dem Nikotin ähnlich, welche sie absondert, wenn sie von Insekten angezapft wird. Die Tabakschwärmerraupe ist dagegen allerdings immun. Jedoch nehmen die Fressfeinde der Raupe die chemischen Duftstoffe wahr und werden dadurch angelockt. Sie machen den Raupen quasi als herbeigerufene Retter den Garaus. Die Tabakschwärmermotte hingegen ist der Tabakpflanze herzlich willkommen. Der Nachtschwärmer bestäubt diese und hilft ihr somit, sich fortzupflanzen. Kommt es aber zu vermehrter Raupenbildung, sucht sich die Tabakpflanzen zum Selbstschutz einen anderen Bestäuber. Ein weiteres Beispiel ist die Flockenblume. Eine in Montana invasive Art aus Europa, welche dort für gewaltige existenzbedrohende Schäden an der Landschaft sorgt, da sie in ihren Wurzeln das für sie umgebende Grasland stark schädliche Katechin abgibt. Eine feindliche Übernahme also mithilfe chemischer Kriegsführung. So rottet die invasive Art einheimische Arten aus.

Das alles bringen die Pflanzen ohne Gehirn und Nervensystem zustande. Man kann also durchaus von einer Art Pflanzenintelligenz sprechen, aber auf einer anderen Ebene als der von Menschen oder Tieren. 

Klar ist natürlich, dass wir uns von irgendetwas ernähren müssen, aber ist eine vegane Ernährung vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse tatsächlich besser, als eine, in der man sich, vorausgesetzt man tut es bewusst und unter Berücksichtigung einer artgerechten, ökologischen Tierhaltung, auch ab und an fleischlich ernährt? 
Wir diskutieren dies gerne mit Ihnen, denn nicht umsonst lautet der Claim von Querbeet „Mein Bio bewegt was!“, und dies ist eines der Themen, welches wir auf diesem Weg gerne anstossen.

Mit pflanzenaktiven Grüße

Ihr Thomas Wolff

Liebe Kunden,

am Freitag, den 20.September werden weltweit Menschen auf die Straße gehen, um sich für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und gegen die anhaltende Umwelt- und Klimazerstörung einzusetzen. Dies alles vor dem Hintergrund, dass am 20. September das Klimakabinett seine Ergebnisse präsentieren und zeitgleich in New York einer der wichtigsten UN-Gipfel vorbereitet wird. 341 Demos sind bundesweit angemeldet. Unter diesem Link finden Sie alle Veranstaltungen in Ihrer Nähe: www.klima-streik.org/demos. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dabeisein könnten!

"Auf zum Klimastreik-Tag!"

Auch wir von Querbeet werden diesen Aktions- und Protesttag aktiv mitunterstützen, in diesem Fall regional in Friedberg. In Form von Man- und Womanpower, denn einige unserer Mitarbeiter schließen sich dem Demozug ab 11.30 Uhr an. Die Bad Nauheimer-/Friedberger Fridays for Future Ortsgruppe organisiert die Proteste. Stärkendes Obst und leckere Möhrchen spendieren wir natürlich gerne, damit alle bei Kräften bleiben!

Start der Friedberger Demo ist am Bahnhof. Von dort wird der Protestmarsch an der Kaiserstraße entlang über die Burganlage zur Seewiese führen. Hier findet anschlie-ßend die Schlusskundgebung mit Livemusik, Redebeiträgen und einer kleinen Performance statt. Zudem wird es eine Plattform zum Diskutieren und für einen regen Austausch zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit geben. Alle Wetterauer sind an dieser Stelle herzlich zur Teilnahme eingeladen. Ich freue mich sehr, dass auch ich mit einem Redebeitrag dort zu Wort kommen kann, denn für uns lautet die Botschaft in diesem Zusammenhang ganz klar: Bio for Future!

Die Ökologische Landwirtschaft ist nachgewiesen klimafreundlicher als die konventionelle. Die Produktion von chemisch-synthetischen Pestiziden und mineralischen Düngemitteln ist sehr energieaufwändig. Bio-Bauern setzen diese Stoffe nicht ein, der Ökolandbau hat daher eine günstigere Energiebilanz. Auch der geringere Tierbesatz der Öko-Betriebe vermindert negative Klimaeffekte deutlich. Betriebseigene bzw. regionale Futterproduktion sind weitere Bio-Klimavorteile. 30 % des Kraftfutters für die konventionelle Tierhaltung  stammen übrigens aus Übersee. Alles in allem also eine ganz klare Sache: Bio ist für die Zukunft unseres Planeten auf jeden Fall die bessere Alternative!

An dieser Stelle der Hinweis auf eine weitere Vorbestellaktion für das erstklassige  regionale Rindfleisch der Familie Hampel vom Sonnenhof. Mit dem bewussten und reduzierten Fleischkonsum von solch vorbildlichen Erzeugern können Sie als Konsument hier aktiv etwas tun für Ihre Klimabilanz. Genießen Sie bewusst nachhaltig!

Mit klimafreundlichen Grüßen

Ihr Thomas Wolff

PS: Unter dem Namen Entrepreneurs for Future haben sich auch viele Unternehmer zusammengeschlossen, um gemeinsam den Klimaschutz voranzutreiben. Querbeet ist natürlich mit dabei. Alle Informationen dazu finden Sie unter: www.entrepreneurs4future.de.

12.09.2019

 Liebe Kunden,

unter dem wichtigen Aspekt des Klimaschutzes möchten wir Ihnen heute die Produkte des SELGENHOFES sehr ans Herz legen. Der Familienbetrieb aus dem Vogelsberg kann hier in vielerlei Hinsicht punkten. Wir bekommen von diesem regionalen Bioland-Hof täglich frische Vollmilch, fettarme Milch, Schlagsahne, Fassbutter, Buttermilch und den köstlichen Naturjoghurt in vollfett & fettarm.

"Nachhaltig bessere Milchprodukte"

Bei der Butter ist die aktuelle Neuerung, dass diese nicht mehr, wie bisher, in einer Kunststoffdose geliefert wird, sondern jetzt im umweltfreundlichen Wickelpapier eingepackt ist. Die Sauerrahmbutter, hergestellt aus frischem Rahm der Selgenhof-Kühe, hat viel Zeit zum Reifen, 24 Stunden, bevor sie handwerklich im Butterfass gebuttert und anschließend sorgsam geknetet wird, was ihr eine besonders zarte Konsistenz verleiht. 

Und auch bei der Frischmilch wissen vielleicht einige von Ihnen noch nicht, dass die verwendeten Plastikflaschen gleich in vielerlei Hinsicht besonders klimafreundlich sind.   Denn zum einen handelt es sich um Mehrweg-Kunststoff-Flaschen, welche im Schnitt 300 - 400 mal wiederbefüllt werden. Auch sind diese frei von schädlichen Weichmachern. Sie sind bedruckt und brauchen daher keine Etiketten. Das spart zudem Reinigungsmittel und schont die Umwelt. Da die leeren Flaschen bei der Auslieferungstour wieder eingesammelt werden, entstehen keine zusätzlichen Transportfahrten. Alles in allem haben diese Milchflaschen eine wesentlich bessere Umweltbilanz als Glasflaschen oder mit Kunststoff beschichtete Kartonverpackungen.

Ebenfalls hervorzuheben ist die Fütterung der Tiere. Hier kommt kein Importfutter aus Übersee, also zum Beispiel Soja aus Brasilien, zum Einsatz, wie man in einem Zitat von der SELGENHOF-Webseite anschaulich lesen kann: "Wir füttern unsere Kühe und Rinder mit Weidegang, Grassilage, Heu, Futtergetreide und regional angebauten Körnerleguminosen.  Die Fütterung hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Sie prägt in besonderem Maße die Qualität und den Geschmack der Milch. Im Laufe des Jahres variiert der Milchgeschmack in Abhängigkeit vom Futter. Unsere Sorgfalt können Sie schmecken.“ Überzeugen Sie sich davon gerne selbst, bei Ihrer nächsten Bestellung!

Die Domäne Selgenhof liegt bei Ulrichstein im Naturpark Hoher Vogelsberg. Seit 1994 wird sie von der Familie Junge ökologisch bewirtschaftet. Auf rund 600 m Höhe haben hier 190 Kühe und 100 Jungtieren 300 ha Grünland zur Verfügung. Die Tiere können den ganzen Sommer auf die Weide und werden mehr als artgerecht gehalten. 

In der eigenen Gutsmolkerei wird die gute Biomilch seit 1998 in handwerklicher Tradition verarbeitet. Sie ist nicht homogenisiert und behält so ihre natürliche Aufrahmung. Der Naturjoghurt reift in traditioneller Weise mit einem kräftigen Aroma im Becher. Die Schlagsahne wird ganz ohne Zusatzstoffe verarbeitet. Sie schlägt sich sehr fest mit einem satten Duft. Die Sauerrahmbutter wird im Butterfass aus frischem Sauerrahm gebuttert. Ein besonderer Frische-Genuss ist die herrliche Buttermilch. Kräftig in der Säuerung hat sie das klassische Aroma und die Konsistenz, die nur bei der Fassbutterung aus frischem Sauerrahm entsteht.

Genießen Sie all dies bewusst nachhaltig,

Ihr Thomas Wolff

05.09.2019

Liebe Kunden,

wie vielleicht auch viele von Ihnen, bewegen mich gerade die verheerenden Waldbrände im Amazonas und deren ökologische Folgen, die wir weltweit zu spüren bekommen. 72.843 Brände sind es allein in diesem Jahr, ein nie dagewesenes Ausmaß, in einem schon lange gefährdeten und geschwächten Ökosystem!

"Der Regenwald betrifft uns alle!"

Kleinere Brände sind für den Regenwald kein Problem, sie fördern sogar die Vermehrung einzelner Baumarten, weil durch die Hitze deren Samenkapseln platzen können. Die allermeisten aktuellen Brände sind aber menschengemacht. Sehr große Mengen Kohlendioxid gelangen so zur Zeit in die Atmosphäre. Gleichzeitig können diese vernichteten Bäume kein CO2 mehr speichern, eine global wichtige Funktion des Amazonas-Regenwaldes. Etwa hundert Jahre braucht allein schon ein gesundes Ökosystem, um sich nach einem Brand zu regenerieren. Diesmal wird es wohl noch länger dauern…

Als Ursache der Waldbrände gilt vor allem die derzeit herrschende Dürre, aber einige Landwirte sollen auch bewusst Feuer gelegt haben, um zugunsten der Viehzucht und des Sojaanbaus illegal Flächen zu gewinnen. Präsident Bolsonaro gilt als Klimawandelleugner und Förderer der Agrarindustrie. Seit seinem Amtsantritt hat sich die Zerstörung des Amazonasregenwaldes stark beschleunigt. Roberto Maldonado, Südamerika-Experte bei WWF Deutschland, sagt, dass in Brasilien die Haltung vorherrschend sei, so schnell und so viel Land brandzuroden und für die Landwirtschaft zugänglich zu machen wie möglich: „Die Regierung ist als geistiger Brandstifter verantwortlich für die Situation.“

Global betrachtet hängt natürlich auch der konventionelle Fleischkonsum mit dem Abholzen und Abbrennen des Regenwaldes zusammen: Für die Rinderzucht und die Fütterung der Tiere werden Unmengen an Soja benötigt, für dessen Anbau der Regenwald Platz machen muss. Je weniger Verbraucher dieses Rindfleisch auf Kosten unserer Umwelt kaufen, desto weniger Anreiz haben die Amazonas-Landwirte brandrodend aktiv zu werden. Weniger, bewusster und vor allem regionaler Fleischkonsum ist einmal mehr die Wahl der Stunde. Und die Wahl für unsere Zukunft!

Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie es auch anders gehen kann, führte uns anschaulich und eindrucksvoll unser Betriebsausflug letzten Sonntag vor Augen: Wir waren zu Besuch auf dem Sonnenhof – der Naturland-Betrieb von Familie Hampel zeigt vorbildlich, wie Bio-Rinderhaltung mit eigenem Futteranbau auf den eigenen Wiesen und Äckern möglich ist. Brasilianisches Soja haben diese Tiere nie im Trog gehabt. 

Wir als Verbraucher haben es jetzt mehr denn je in der Hand und sollten dem regionalen Ökoanbau und der Ökolandwirtschaft weiterhin den Rücken stärken durch unseren bewußten Einkauf. Denn ein nachhaltiger und ökologisch verantwortungsvoller Umgang mit der Natur, von der wir Menschen nur allzu abhängig sind, wird immer dringlicher und unumgänglicher. 

Mit biobewusstem Gruß

Ihr Thomas Wolff

29.08.2019