"Vom Klima & Kartoffeln."

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NEWSLETTER FÜR DIE 28. WOCHE

Liebe Kunden,

was gerade jetzt in den Sommerferien viele Menschen freut, lässt uns im Anbau auf Dauer verzweifeln: wochenlang zu wenig Regen. Der Klimawandel ist längst auf dem Acker angekommen. Wer meint, dass Kartoffeln anspruchslos sind und immer wachsen, der irrt erheblich. 

Im Gegensatz zu Getreide keimen Kartoffeln nicht nur erst im späten Winter, sondern auch bei Trockenheit. Wenn nicht ausreichend Niederschlag fällt oder zusätzlich bewässert wird, könnte es 2020 bundesweit eine ähnlich schlechte Ernte geben wie schon 2018, wo die Erträge, je nach Region, auf bis zur Hälfte zurückgingen. Da sich die Hitzetage in Europa seit 1950 verdreifacht haben, stresst dies die Kartoffeln enorm. Bereits bei 25 Grad stellen sie ihr Wachstum ein. Noch gibt es keine Sorten, die der Hitze und Trockenheit trotzen. Die (gentechnikfreie) Pflanzenzüchtung hinkt naturgemäß immer ein bisschen hinterher. Bis eine neue Kartoffelsorte auf dem Markt kommt, dauert es zwischen fünfzehn bis zwanzig Jahre. Die Hitze- und Trockenheitstoleranz spielt in der Pflanzenzüchtung inzwischen eine große Rolle.

Als Hoffnungsschimmer bestätigen sich immer mehr Beobachtungen, dass Bio-Kartoffeln sich besser dem Klimawandel anpassen als konventionelle. Dies ist vor allem auf den Boden zurückzuführen. Als Biobetrieb achten wir selbstredend auf abwechslungsreiche Fruchtfolgen, eine gute Bodenstruktur und möglichst hohe Humusgehalte. Ein humusreicher Boden speichert mehr Wasser und kann die Pflanzen dadurch besser mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Gerade an dieser Stelle haben wir hier in der „Goldenen Wetterau“ mit den tollen Bodenqualitäten ein naturgegebenes Geschenk.

Nichtsdestotrotz wurde in den letzten Jahren auf fast allen Betrieben und auch hier bei uns auf dem Pappelhof (auch wegen des Kartoffelanbaus) in die Bewässerungstechnik investiert. Neben einer zusätzlichen Beregnungsanlage und entsprechenden Schläuchen bzw. Rohrleitungen, wurden gerade im letzten Jahr noch weitere Zuleitungen gebaggert und verlegt. Brunnen stehen uns hier am Pappelhof leider nicht zur Verfügung, daher müssen wir das Wasser teuer aus der Leitung entnehmen. Da die Kartoffel bei uns ein Grundnahrungsmittel ist, bleiben wir dran und geben unser Bestes. Allerdings verteuern höhere Produktions- und Lagerkosten die Ernte. Die vorgenannten Gründe sind ein wesentlicher Punkt bei der Preisfindung. Übrigens ist Deutschland bei Bio-Kartoffeln fast Selbstversorger. Hoffen wir, dass es vom Anbau weiter so möglich bleibt – wir sind vorbereitet, freuen uns aber dennoch sehr über fast jeden Tropfen Regen.

Lassen Sie sich unsere Kartoffeln in allen Varianten schmecken. Für uns ist sie nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern bei dem tollen Geschmack auch jede einzelne ein echter Genuss!

Rebionale Sommergrüße

Ihr 

Thomas Wolff

Liebe Kunden,

da in den letzten Tagen einige Umtriebigkeit bezüglich der von der Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturprogramms beschlossenen Mehrwertsteuerreduzierung herrscht, können Sie bei uns entspannt bleiben und nicht nach Veränderungen oder sogenannten neuen Eckpreisen suchen. Selbstverständlich sind die vorübergehend neuen Mehrwertsteuersätze bei uns für die Rechnungsstellung hinterlegt. Unsere Endpreise für die weit über 4.000 Artikel haben wir nicht verändert. Wir werden uns auch nicht bei den Rabattschlachten der konventionellen Anbieter beteiligen. Dies ist für uns eh keine nachhaltige Strategie. Für uns ist die Basis, dass wir für unsere Preisfindung in allererster Linie die Ausrichtung auf stabile und nachhaltige Erzeugerpreise haben. Die Preise, welche wir unseren externen Erzeugern- und Lieferanten zahlen und für unsere eigenen Produkte hier auf dem Pappelhof und Gemüsehof als wirtschaftliche Grundlage ansetzen, sind für uns relevante und langfristige Größen, die es gerade in dieser Zeit zu schützen gilt.

"Mehrwert mit Sinn!"

Neben den Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen, die wir gesamtbetrieblich ergreifen mussten, blickten wir in den letzten Wochen nach vorn und haben inzwischen einzelne Konzepte angestoßen, welche uns aus den Erkenntnissen der aktuellen Corona-Krise eine stabilere Versorgung mit Biolebensmitteln für und aus dem Rhein-Main-Gebiet sichern sollen. Unser schon immer gehegter und in unserer Ausrichtung gepflegter Wunsch, die Region noch mehr aus der Region zu versorgen, fällt erfreulicherweise mehr denn je im wahrsten Sinne des Wortes auf fruchtbaren Boden. Hier sind wir an diversen Stellen in Gesprächen, wie wir dies in die konkrete Umsetzung bekommen. Dies ist für unsere regionalen Erzeuger und für unsere eigene Erzeuger-Vermarktungsgemeinschaft hier in der Wetterau die Gunst der Stunde, welche wir gerne annehmen. Nichtsdestotrotz werden wir zum Ende des Jahres unsere wirtschaftliche Situation auch unter diesem Gesichtspunkt betrachten und eine Spende in ein externes Projekt einzahlen, welches unserer Philosophie entspricht und welches wir dadurch konkret unterstützen können.

Ein schönes eigenes Projekt, welches mehr und mehr Früchte trägt, uns in den letzten Jahren dennoch viel abverlangt hat, ist unsere Entscheidung, seit 2018 den Gemüsehof in Steinfurth als weiteren Produktionsstandort hinzuzunehmen. Umso mehr freut es uns, Ihnen aktuell gerade jetzt die typischen Sommerprodukte anbieten zu können. Herrliches BASILIKUM und die ultimativ dazu gehörenden TOMATEN können jetzt reichlich geerntet werden. Selbstverständlich können wir Ihnen auch gerne das aromatische „Pesto Verde“ von Rapunzel fertig im Glas liefern. Doch wie wäre es, wenn Sie sich kleinere Portionen jetzt in den Sommerwochen selbst herstellen? Die klassisch aus Italien stammende ungekochte Würzpaste schmeckt perfekt zu Nudeln oder Gnocchi. Aber auch einfach zu frischem Brot ist Pesto ein Gedicht. Die weiteren Zutaten, wie kaltgepresstes Olivenöl, Pinienkerne, Knoblauch, Salz und guten Parmesan-Käse können wir Ihnen gerne mitliefern. Und natürlich auch einen passenden leichten Sommerwein … als Weißwein oder in Rosé – je nach Belieben.

Frische & regionale Sommergrüße vom Pappelhof,

Ihr  Thomas Wolff

 
01.07.2020

Liebe Kunden,

wir haben mal wieder gute Nachrichten für Sie: Dank der großen Nachfrage nach Eiern aus der vorbildlichen und artgerechten Hühnermobil-Haltung von Edwin Theis, wird ein weiteres Mobil angeschafft. Somit wird es in Zukunft weniger Engpässe bei diesen extrem leckeren Eier geben, und wir bleiben für Sie damit immer lieferfähig.

"Anbau im Hühnerparadies"

Im Bioland-Betrieb der Familie Theis hier aus Grünberg leben die Hühner wahrlich wie im Paradies: Statt eines festen Stalles haben sie einen beweglichen auf Rädern. Jedes Hühnermobil ist  doppelstöckig und bietet jeweils ca. 225 Hennen und 2 Hähnen ein komfortables Zuhause. Ausgestattet ist es mit Sitzstangen, einem Scharraum mit Sandbad, Nestern mit Dinkelspelz, automatischen Tränken und gegen Kälte und Hitze isoliert. Die Tiere haben den ganzen Tag „Freigang“ und können in einem eingezäunten Laufstall nach Herzenslust frischen Klee und Gras fressen, Würmer picken, scharren und staubbaden. Auch für Schatten ist gesorgt, in Form von kleinen Holzunterständen. Das Futter ist 100% Bio und wird von Herrn Theiß selbst nach den Bioland-Richtlinien auf dem Hof hergestellt. Die ausgezeichnete Haltung (Das Hühnermobil erhielt den Förderpreis Ökologischer Landwirtschaft) sieht und schmeckt man natürlich auch bei den Eiern.

Durch die Mobilität des Stalles entstehen keine verscharrten Flächen, so dass Krankheitserreger oder Parasitenbefall verhindert werden können. Und natürlich sind die Eier frei von Gentechnik, mit einem hervorragenden Geschmack und einer wunderbaren Dotterfarbe.

Von der Tierhaltung zur Fleischverarbeitung: Durch den Tönnies-Skandal geht endlich der Blick auf die Produktionsbedingungen für das massenweise hergestellte Billig-Fleisch. Diese niedrigen Preise gehen nur durch nicht kostendeckende Erzeugerpreise für die Landwirte und leider auch die unsozialen Arbeitsbedingungen für die Billigarbeitskräfte, vorwiegend aus Osteuropa. Schade, dass dies erst durch Corona wirklich zu Tage kommt und natürlich bedauerlich, dass dadurch viele  Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies zusammen zeigt einmal mehr auf, dass die kleinere, dezentrale und regionale Betriebsstrukturen im Anbau und in der Verarbeitung der nachvollziehbare und nachhaltige Weg sind. Herzlichen Dank an Sie, dass Sie dies mit Ihrem Einkauf bei uns an dieser Stelle aktiv unterstützen.

Neu und ab sofort bei uns für Sie im Angebot sind unsere pfannenfertigen Gemüsegerichte vom BioCaterer Safran aus Hüttenberg, welche exklusiv für Querbeet für Sie gekocht werden. Mit überwiegend hofeigenen, regionalen & saisonalen Zutaten. Einfach auf unserer Homepage auf den Button „Frische Gemüsegerichte“ klicken, und schon kommen diese gesunden Leibgerichte mit der nächsten Lieferung zu Ihnen nach Hause und schnell auf den Tisch.

Mit biogenussvollen Grüßen

Ihr Thomas Wolff

25.06.2020

Liebe Kunden,

vielen herzlichen Dank, dass Sie seit dem coronabedingten Shutdown unsere Umstellung der Bestellfristen und der Liefertage so außergewöhnlich gut mitgetragen haben. Dies hat uns in den zurückliegenden Wochen die Ruhe und Kraft gegeben, uns intern, gemäß den erforderlichen neuen Rahmenbedin-gungen, zum Teil neu zu ordnen. Wir waren keinesfalls untätig und haben uns auf die jetzigen Lockerungen, welche wir uns alle als Gemeinschaft verdient haben, inzwischen gut vorbereitet. 

"Wir wagen und wir schaffen es!"

Wie Sie vielleicht wissen, beliefern wir neben Ihnen als Privathaushalte auch eine Vielzahl von Kinderbetreuungseinrichtungen im Großraum Frankfurt. Zudem einige Firmen- und Bürogemeinschaften. Diese Kundengruppe ist für uns seit Mitte März fast komplett weggefallen und kommt ab sofort nach und nach wieder dazu – worüber wir uns sehr freuen. Durch die eingeführten betriebsinternen Umstrukturierungen können wir ab sofort auch wieder Neukunden aufnehmen!

Zudem können wir die Bestellfristen zum größten Teil wieder nach vorne legen und kommen somit wieder zeitnaher als in den letzten Wochen zu Ihnen. Wie es im Detail für Sie ausschaut, entnehmen Sie bitte der Bestellübersicht auf der nächsten Seite. Um dies zu ermöglichen, haben wir unsere Liefertouren etwas umgestaltet, wodurch es in der ab jetzt laufenden Umstellungsphase zu zeitlichen Verschiebungen kommen kann. Dies wird sich allerdings recht schnell einspielen, und wir bitten schon heute an dieser Stelle um Ihr Verständnis.

Eine genaue Übersicht stellen wir auf unserer Internetseite zur Verfügung. Falls Sie dennoch Fragen zu Ihren Bestellfristen, Liefertagen und Lieferzeiten haben, melden Sie sich gerne bei uns. Wir werden, wie gewohnt, mit Ihnen zusammen Lösungen suchen und finden. 

Auch vom Anbau her freut es uns, dass die Lockerungen mit dem Sommerstart der hiesigen Gemüsesaison einhergehen. Nach und nach ernten wir jetzt immer mehr eigene Tomaten, Auberginen und das dazu hervorragend passende Basilikum aus eigenem Anbau. Die ersten Himbeeren oder Rote- und schwarze Johannisbeeren gesellen sich hinzu und die zweite Sorte unserer Süsskirschen hängt an den Bäumen und wird hoffentlich die Tage rot. Schon weniger wird es bei den Erdbeeren, und beim Spargel sind wir auch in der letzten Woche der diesjährigen Saison. Beim Grünspargel hier vom Pappelhof hatten wir in diesem Jahr eine leider sehr geringe Ernte. Für nächstes Jahr kommt ein neues Feld hinzu, und Sie können sich schon heute auf eine reiche Grünspargelernte in 2021 freuen.

Herzliche & dankbare Grüße zur Sonnenwende

Ihr

Thomas Wolff & das gesamte Querbeet-Team

18.06.2020