"Bio-Runner machen Green Marathon Beine."

NewsletterQ

NEWSLETTER FÜR DIE 43. WOCHE

Liebe Kunden,

bereits zum 15ten Mal gibt es in diesem Jahr beim Frankfurt Marathon das Obst für die Marathonis in Bioqualität. Beim diesjährigen Marathon am 27.10. werden wir 1,5 Bio-Äpfeln und bis zu 6 Tonnen Bio-Bananen auf der Strecke und im Ziel an alle Marathonteilnehmer verteilen. Diese Besonderheit und die Gründung unseres BioRunner-Teams, welches unter dem Slogan "Main Bio Läuft" startet – wurden von Querbeet initiiert und stehen für die Geburtsstunde des grünsten Marathon der Welt.

Im Frühjahr 2005 entschlossen sich zehn Unternehmen des „Runden Tisches Biovermarktung“ (ein Arbeitskreis des Umweltforums Rhein-Main e.V.) den Frankfurter Stadtmarathon zu unterstützen. Mit dem langfristigen Ziel, diesen in vielerlei Hinsicht grüner zu machen. Die Idee der „BioRunner - main Bio läuft“ wurde damals geboren. Seitdem stellt eines der läuferstärksten Teams im Rhein-Main-Gebiet jedes Jahr mit seinen sportlichen Leistungen unter Beweis, dass der Genuss von ökologischen Lebensmitteln nicht nur besonders gut schmeckt, sondern auch besonders nachhaltig fit hält. Über die Jahre wurden sukzessive weitere Nachhaltigkeitsthemen ergänzt – vom Verkehrskonzept über die Energieversorgung und Läuferverpflegung bis zur Abfallbeseitigung. Das trug 2014 reiche Früchte: Der Frankfurt Marathon erhielt von der Association of International Marathons die Auszeichnung  “Green Award“, als weltweit grünster Marathon.

Der Green Marathon stellt jedes Jahr aufs Neue unter Beweis, dass der ökologische Gedanke selbst bei Großevents gelebt werden kann. Auch in diesem Jahr sind wieder 160 BioRunner mit am Start, die am Vortag bei der BioRunner-Kartoffel- und Waffelparty fürs Rennen gestärkt werden. Gesunde Bio-Ernährung ist natürlich für alle von Vorteil, aber für Sportler und Marathonteilnehmer ist sie nahezu unverzichtbar. Denn wer seinen Körper so stark fordert, sollte ihm, wo immer es geht, etwas Gutes tun und ihn nicht durch Schadstoffe, wie z.B. Spritzmittelrückstände in Obst und Gemüse, belasten. Grundsätzlich sind alle Bio-Lebensmittel nachweislich reicher an Vital- und Mineralstoffen, die sehr wichtig für unsere Gesundheit und somit den Leistungszustand unseres Körpers sind.

Am Marathontag selbst starte nicht nur ich für die BioRunner, auch eine eigene „Wolff-Staffel“, mit Sohn, Bruder und Neffen nimmt die Beine in die Hand. Zu erkennen am Slogan „Main Bio läuft“ auf den Laufshirts die, wie könnte es anders sein, natürlich aus Recycling Material sind! Auf der so genannten „Klima- und Umweltmeile“ vor der Alten Oper können sich die Zuschauer am Sonntag von 10-16 Uhr über das regionale grüne Angebot informieren und verschiedenste Produkte probieren. Kommen Sie also gerne vorbei und feiern Sie mit uns die sportlich-grünen Erfolge!

Mit grünen Marathongrüßen


Ihr Thomas Wolff

Liebe Kunden,

jetzt gibt es endlich wieder viele knackige und frisch geerntete deutsche Äpfel. Ein ganz besonderer unter ihnen ist der schöne Topaz. Unsere bekommen wir aktuell von dem Naturland-Obstbaubetrieb der Familie Reiner aus Schwaigern, Nähe Heilbronn, mit denen wir schon seit über 25 Jahren zusammen arbeiten. 

"Topwerte für den Topaz!"

Der Topaz vereint gleich mehrere herausragenden Eigenschaften, die ihn zu einem Bio-Apfel par excellence machen. Er ist widerstandsfähig gegen Krankheiten, sieht wunderschön aus und schmeckt vor allem ausgezeichnet. Für seine Zucht wurden die alten Apfelsorten Rubin (Mutter) und Vanda (Vater) gekreuzt, und zwar in einer ganz normalen Kreuzungszüchtung. Das heißt: Die Apfelblüten von "Vater" und "Mutter" wurden von Hand bestäubt und die daraus entstehenden Kerne ausgesät.

Die Robustheit der alten Sorten hat sich hier gezielt weitervererbt. Das macht den  Topaz widerstandsfähig gegen beispielsweise den Apfelschorf, eine unter Apfelbauern gefürchtete Pilzkrankheit, gegen die kaum ein Kraut gewachsen ist.

Grundsätzlich möchte ich noch ein paar Infos zum Bio-Apfel und seinem Anbau im Vergleich mit den konventionellen Kollegen herausstellen. Bio-Äpfel sind generell etwas kleiner. Das liegt zum Einen an der Blütenausdünnung, welche für eine gewisse Apfelgröße und -qualität notwendig ist. Hier stehen dem Bio-Anbau, im Vergleich zum konventionellen Anbau, nur begrenzte Mittel zur Verfügung. Das macht das Ausdünnen schwieriger und es werden tendenziell mehr Äpfel am Baum gelassen, was eine kleinere Apfelgröße zur Folge hat. Zum Anderen stehen im Bioanbau keine synthetischen Dünger zur Verfügung, um die Früchte künstlich wachsen zu lassen.

Die Obstwiesen, auf denen die Bio-Äpfel heranwachsen, werden gehegt und gepflegt. Sie sind umsäumt von Hecken und Steinhaufen, ein wertvoller Lebensraum für Nützlinge, welche die Schädlingspopulationen regulieren. Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, „füttert“ ihn der Obstbauer mit hochwertigen Komposten. Einsaaten durchwurzeln zudem den Boden tief und durchlüften ihn. In der Fahrgasse bewahrt man eine große Pflanzenvielfalt, um mit ihrer Hilfe die unterschiedlichen Nährstoffe aufzuschließen und dem Boden zugänglich zu machen. Herbizide sind im Bio-Anbau  bekannterweise gänzlich tabu, weshalb man unter den Bäumen auch keine so genannten Herbizidstreifen findet. Unschöne Spuren des Gifteinsatzes, die davon zeugen, dass der Boden unter den Bäumen stark in Mitleidenschaft gezogen wird.

Noch einmal zurück zum Topaz. Bei Apfelverkostungen belegt er immer einen der ersten Plätze, was vor allem an seiner Fruchtigkeit, dem guten Zucker/Säureverhältnis, seinem erfrischenden Aroma und der Festigkeit seines Fruchtfleisches liegen mag. Außerdem wird er im aufgeschnittenen Zustand nicht schnell braun, beim Garen verfällt er nicht und bleibt goldgelb und aromatisch. Doch nun genug der Schwärmerei, überzeugen Sie sich selbst und lassen Sie es knacken.

Mit apfelverliebten Grüßen

Ihr Thomas Wolff

10.10.2019

Liebe Kunden,

autonome Roboter erobern immer häufiger die Landwirtschaft. Sie pflügen, säen, düngen und ernten Getreide oder Kartoffeln. Aber bei der Feinarbeit ist der Mensch (zum Glück!) unverzichtbar. Die Maschinen sind schlicht überfordert, wenn es darum geht, Gemüse und Salate auf einem großen Feld selektiv zu ernten und nur die reifen Früchte zu pflücken, noch dazu, wenn sich diese hinter einem Blätterwald verbergen. Doch auch hier sind die Roboter im Vormarsch:  

"Von Grünen Kreuzen und Robotern"

Britische Wissenschaftler präsentierten vor kurzem einen Roboter, der Eisberg-salatköpfe effizient ernten kann. Die Ernteerfolgsrate beziffern sie auf fast 90 Prozent. Nur bei der Schnelligkeit hapert es noch. 32 Sekunden braucht „Vegebot“ im Schnitt pro Kopf. Trainierte Erntehelfer sind da deutlich schneller. Dafür wird der Roboter nicht müde. Selbstverständlich klingt dies sehr verlockend, insbesondere für alle Erntehelfer, die manchmal tagelang in gebückter Haltung auf dem Feld arbeiten. Doch ist dies wirklich die Lösung, um die Landwirtschaft und den Gemüsebau zu retten? Die wenigen Arbeitsplätze, die in diesem aussterbenden und doch für uns so wichtigen Bereich noch verbleiben, sollen nun auch noch durch Roboter ersetzt werden?

Ökolandbau ist auf keinen Fall mit Technikfeindlichkeit gleichzusetzen. Auch wir haben, besonders auf dem Pappelhof, geeignete Maschinen, um die Mengen an zum Beispiel Kartoffeln und Möhren roden zu können. Doch auch hier sind mindestens zwei Arbeiter erforderlich. Beim Kartoffelroder noch mehr. Trotz aller Technik muss mit der Hand nach bzw. vorsortiert werden. Ganz zu schweigen von der Ernte unserer Stangenbohnen, Tomaten, Gurken oder Auberginen, welche immer unterschiedlich nachreifen. Ebenso die schönen Salate, frischen Kräuter oder Bundzwiebeln, die per Hand gebündelt werden.

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auch auf den stummen Protest einiger Landwirte hinweisen, welche Grüne Kreuze auf ihre Äcker stellen, als Mahnmal gegen das immer mehr grassierende Höfesterben. Dieses wird durch das aktuell verabschiedete Agrarpaket nur noch befeuert. Der Preisdruck, steigende Pachtpreise, fehlender Nachwuchs, mehr Bürokratie…, das alles macht den bäuerlichen Betrieben das (Über)Leben schwer und bedeutet für immer mehr von ihnen das endgültige Aus. Leider ist die Mehrheit unserer Gesellschaft nicht bereit, für händische, handwerkliche und bei jeder Witterung erzeugte Lebensmittel den entsprechenden Preis zu zahlen. Zu viele lassen sich noch von den Lockangeboten im Discounter anziehen. Das trifft auf keinen Fall auf Sie zu, denn sonst würden Sie nicht bei uns einkaufen. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und die Wertschätzung unserer Arbeit!

Mit menschlich-solidarischem Gruß

Ihr Thomas Wolff

 

03.10.2019

Liebe Kunden,

heute möchte ich den Newsletter zum Anlass nehmen, Ihnen von unserem 30jährigen Jubiläum des Erzeugermarktes auf der Konstablerwache in Frankfurt zu berichten. Am Donnerstag, den 3.10. werden wir von 10-18 Uhr dort ein großes Jubi-Fest feiern, und Sie sind herzlich dazu eingeladen! 

"Der Erzeugermarkt wird 30!"

1989 war ich eines der Gründungsmitglieder und bin bis heute im Vorstand des Frankfurter Marktvereins, welcher die Interessen der Erzeuger wahrnimmt und vertritt. Mit dem ersten Bio-Gemüsestand auf dem Bockenheimer Wochenmarkt fing 1988  alles an. In kurzer Zeit etablierte sich dort eine kleine "Erzeugerecke" mit 8 Ständen aus der Wetterau. Dies war eine Initialzündung für den großen Erzeugermarkt auf der Konstablerwache.

Um einen solchen damals bis heute einmaligen Markt zu schaffen, mussten wir einige Hürden und Widerstände überwinden, doch heute ist der Markt eine feste Größe und aus dem Herzen von Frankfurt nicht mehr weg zu denken. Woche für Woche treten über fünfzig Bauern, Gärtner, Winzer, Bäcker, Metzger, Imker, Fisch- und Pilzzüchter teils zu nachtschlafender Zeit den Weg Richtung Frankfurt an. Wie schreibt Ulrich Gehring in „Das Konsti-Buch" so treffend: „Eine Kampfansage an das "Mehr vom Gleichen" der filialisierten Supermärkte ist dieser Marktplatz.“

Wir Direktvermarkter wollten weg von dem Preisdiktat der Großmärkte. Regional, nachhaltig und kurze Wege waren für uns schon damals die Themen, welche sich heute so viele auf die Fahnen schreiben wollen. Letztlich sind wir die Vorreiter für eine gesamtgesellschaftliche Strömung, wie sie heute glücklicherweise breit gewünscht wird. Fast pünktlich zu den weltweiten Klimagipfeln und Klimastreiks können wir unser Jubiläum feiern. Das ist eine tolle Bestätigung und lässt uns zuversichtlich nach vorn schauen.

Wer mehr zur Geschichte, den Ständen und allem rund um den inzwischen bundesweit bekannten Erzeugermarkt an der Konstablerwache wissen will, ist am 3. Oktober herzlich willkommen unseren Jubiläumsmarkt mit uns zu feiern. Wir von Querbeet sind mit einer Auswahl unserer eigenen regionalen Bioprodukte und einer Infotafel zum Thema Ökolandbau vertreten. Das gesamte Festtagsprogramm finden Sie unter folgendem Link auf der Website:

https://erzeugermarkt-konstablerwache.de/30-jahre-konstimarkt/

An diesem Tag heißt es "30 Jahre Regionales für die Stadt“, seien Sie mit dabei!

Mit jubiläumsstolzen Grüßen

Ihr Thomas Wolff

26.09.2019