"Bewegte & bewegende Zeiten…"

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NEWSLETTER FÜR DIE 52. WOCHE

Liebe Kunden,

es hat uns auch in diesem Jahr sehr viel Freude bereitet für Sie unterwegs zu sein. 2019 war ein weiteres Jahr der besonderen Herausforderungen und stand, mehr denn je, im Fokus der ökologischen Nachhaltigkeit. Gerade für uns, die wir schon so lange für diese Ziele unterwegs sind, war es ein schönes Erlebnis, die Wachheit der Jugend erleben zu dürfen. Gingen wir bis vor kurzem noch davon aus, dass diese vermeintlich unpolitisch sei, wurden wir jetzt mit „Fridays for Future“ eines besseren belehrt. Sie gaben auch den Impuls für „Farmers for Future“ oder „Entrepreneurs for Future“, welche Querbeet aktiv unterstützt.
Viele Menschen verstehen inzwischen, dass immer nur jammern nichts besser macht. Da hilft es auch nicht, alles auf die Politik zu schieben, der Dialog ist vielmehr wichtig und muss gesucht werden. Hier sehe ich keinen Unterschied zwischen Bio- und konventionellen Bauern. Wenn wir uns eine enkeltaugliche Landwirtschaft wünschen, dann sind wir alle gefordert uns zu bewegen und nach Lösungen zu suchen. Gemeinsam! – für einen langfristigen, zukunftsfähigen Klimaschutz.
 

 

Sie als die Querbeet-Kunden sind hier wirklich schon prima unterwegs und tragen mit Ihrem Einkauf für das Erreichen dieser Ziele bei. Insgesamt sollten es allerdings noch mehr bewusste Kunden werden. Wenn wir zusammen eine ökologisch nachhaltigere Welt schaffen wollen, dann sollten wir alle Produkte, die wir täglich konsumieren, auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette hinterfragen. Da ist keiner von uns ausgenommen. Auch wir haben dies in 2019 getan und an wichtigen Stellen Änderungen eingeführt. Zum Beispiel beim Thema Verpack-ungseinsparungen oder Tourenoptimierungen. Als nächstes werden wir uns im kommenden Jahr intensiv mit unserer CO²-Bilanz auseinandersetzen. Hier sind wir bereits gut unterwegs, dennoch geht aus unserer Sicht immer noch etwas mehr. Wir halten Sie auf dazu auf dem Laufenden.

Mit unserer diesjährigen Weihnachtsspende wollen wir die türkischen Aprikosenbauern aus dem Rapunzel-Projekt unterstützen, da die Ernte durch schlechte Wetterverhältnisse wie Frost und Regen während der Blütezeit im Frühjahr sehr schlecht ausgefallen ist. Frei nach dem Motto „Lokal handeln & global solidarisch unterwegs sein“

Beachten Sie bitte auf der nächsten Seite unsere Hinweise zu den Bestell- und Lieferzeiten vor Weihnachten. Sie werden feststellen, dass wir keine Mühen scheuen, um Ihnen so zeitnah wie möglich unsere tollen Bioprodukte fast bis unter den Weihnachtsbaum zu liefern. Anschließend verabschieden wir uns in die traditionellen Querbeet-Betriebsferien, welche in diesem Jahr vom 24. Dezember bis zum 5. Januar gehen. 

Im Namen von Frank Deltau sowie dem gesamten Querbeet-Team wünschen wir Ihnen eine köstliche Weihnachtszeit und einen nachhaltigen Start ins neue Jahr!


Ihr Thomas Wolff

Liebe Kunden,

immer häufiger fragen uns Kunden nach der Ökobilanz unserer Avocados. Das finden wir gut und richtig, denn nicht ohne Grund ist dieses Thema ins Bewusstsein der Verbraucher gerückt. Problematisch beim Avocadoanbau ist vor allem der sehr hohe Wasserverbrauch, insbesondere in den klassischen Anbaugebieten, die fast alle unter klimabedingter Trockenheit zu leiden haben. 

"Avocado, Ja oder Nein"

Hier ein paar Zeilen zu den Anbaumethoden unserer Avocado-Anbauer in Südspanien. Wir hoffen, dass wir Ihnen nach dem Lesen die Entscheidung pro oder contra Avocadokauf damit erleichtern. Denn unsere redlich schaffenden Biokollegen (es sind weitgehend Familienbetriebe) aus Südspanien freuen sich, wenn wir ihnen ihre Avocado abnehmen. Und gerade jetzt werden sie von Woche zu Woche geschmacklich noch besser!

Die Avocado stammt ursprünglich aus dem feuchtwarmen tropischen Regenwald Mexikos und Südamerika. Heute wird sie vor allem in den Tropen, in Südafrika, Israel, Chile und Peru angebaut. Im europäischen Mittelmeerraum, vornehmlich in Südspanien, wird sie erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts kultiviert. Natürlich wissen auch wir um das Wasserproblem in den spanischen Regionen. Die Behörden vor Ort arbeiten bereits intensiv an diesem Thema, und die Wassereinsparungsmaßnahmen, auch bei den Landwirten, werden immer mehr ausgebaut. Vielerorts wird die Tröpfchenbewässerung eingesetzt, das heißt, die Pflanzen werden nur minimal bewässert nach dem Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. In  riesigen Sammelbecken wird außerdem das Regenwasser gesammelt.

Unser aktueller Erzeuger Jalhuca hat ein hochmodernes Bewässerungssystem, wo unterirdische verlegte Leitungen die Feuchtigkeit im Boden fortlaufen messen und die Bewässerung automatisch über eine App gesteuert wird. Das Thema wird auch durch nachhaltige Anbauplanungen und die Einführung einer funktionierenden Kompostwirtschaft begleitet. Diese führt dem Boden wichtige Nährstoffe zurück und reguliert die Bodeneigenschaften, was letzten Endes auch zu Wassereinsparungen führt.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der es ganz normal ist, dass wir nonstop, also auch im Winter, mit frischem Obst und Gemüse versorgt werden. Wir begnügen uns nicht mit dem regional-saisonalen Angebot von heimischem Kohl oder eingelagerten Äpfeln und Kartoffeln. Es muss alles immer verfügbar sein. In südlicheren Gefilden herrscht zwar ein ideales Klima für den Anbau vieler sonnenhungriger Kulturen, aber leider auch ein verbreiteter Wassermangel. Der Erzeuger aus Andalusien hat zum Thema Wasserverbrauch eigene Berechnungen gemacht und stellte richtig, dass die durch die Medien gegangene Zahl von 1000 l Wasser/kg Avocados für ihn nicht annähernd zutrifft. Bei ihm sind es 585 Liter/kg in der Region Velez-Malaga und sogar nur 154 Liter/kg Avocado in der regenreichen Region Cadiz, wo die neue Finca aufgebaut wird.

Unsere Avocados liefern wir übrigens in der Regel zum Nachreifen, was bedeutet, dass sie noch hart bzw. maximal leicht vorgereift zu Ihnen kommen und ca. noch 3 Tage brauchen, um ihren perfekten Reifegrad zu erlangen. Dann schmecken sie aber wirklich vorzüglich!

Mit avocadofreundlichem Gruß

Ihr Thomas Wolff

05.12.2019

Liebe Kunden,

Sie auch? Die Zahlen sprechen wahrscheinlich für sich: knapp zwei Kilo Pilze verzehrt jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr. Der Lieblingspilz der Deutschen ist der Champignon, weshalb wir Sie heute einmal mitnehmen auf einen Rundgang zu unserem Bio-Pilzzüchter Volker Löcke. Er ist einer der größten Züchter von Bio-Pilzen in Deutschland und quasi schon mit Pilzen groß geworden, denn sein Vater leitete in Gießen eine städtische Pilzzucht. Als dieser in Rente ging, übernahm der Junior das Erbe. Im hessischen Klein-Gerau baut Volker Löcke seitdem mit großer Leidenschaft und höchster Pilzkompetenz seine feinen Bio-Pilze an. 

"Wir lieben Pilzköpfe!"

Und diese ist auch gefragt bei der Zucht von ökologisch angebauten Pilzen, denn ganz so einfach funktioniert sie nicht. In jedem Produktionsbereich muss äußert hygienisch gearbeitet werden, um die Ernte nicht zu gefährden. Pilze lieben kühle und feuchte Räume mit einer Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent. In der biologischen Pilzzucht müssen alle verwendeten Rohstoffe rein natürlich sein. Die Zuchthallen werden mit frischem Bio-Kompost, einer Mischung aus biologischen Hühnermist und Stroh befüllt.

Champignons wachsen schnell. Geerntet wird bei konstanten 16 Grad Celsius. 15 Tage brauchen sie nur bis zur Erntereife. Wöchentlich werden in der Pilzzucht von Volker Löcke bis zu 19.000 Kilogramm Champignons vorsichtig und mit viel Fingerspitzen-gefühl von Hand geerntet. Denn im Gegensatz zu Pilzen, die weiterverarbeitet werden, müssen solche, die für den losen Verkauf bestimmt sind, vorsichtig aus der Erde gedreht werden. Sind die Pilze abgeerntet, wird das Substrat zwei Tage lange auf 70 Grad erwärmt, um es zu  desinfizieren. So wird verhindert, dass beim Ausräumen Sporen durch die Luft wirbeln und sich Fremdpilze verteilen (konventionelle Pilzzüchter verwenden dazu Desinfektionsmittel). Der steril gemachte Kompost geht in der Pilzzucht Löcke an die Bio-Bauern zurück, die Stroh und Hühnermist geliefert haben. Eine Kreislaufwirtschaft par excellence also, denn das abgeerntete Pilzsubstrat ist ein idealer Bodendünger. 

Die schönen, festen Bio-Steinchampignon von Volker Löcke zeichnen sich durch einen niedrigeren Wassergehalt aus. Sie schmecken intensiv-aromatisch und sind zudem länger haltbar. Beim Braten verlieren sie wenig Feuchtigkeit und haben dadurch noch „Biss“ bei der weiteren Zubereitung. Aber auch als Rohkost oder im Salat machen sie eine gute Figur. 

Apropos gute Figur: Wir haben (endlich) einen eigenen Querbeet Apfel-Möhrensaft für Sie im Angebot. Die Möhren sind vom Pappelhof, die Äpfel sind nicht von uns, aber natürlich auch in 100% Bioqualität,  67% Apfel und 33% Möhre.Er schmeckt vorzüglich, ist kalorienarm und durch und durch biogesund. Bitte gerne fleißig probieren & genießen!

Mit apfelmöhrigem Vitalgruß

Ihr Thomas Wolff

28.11.2019

Liebe Kunden,

viele von Ihnen gehören schon zur festen Fangemeinde der leckeren SIEBENKORN-Backwaren, die wir seit 2018 für Sie im Sortiment haben. Jetzt rückt die Weihnachtszeit immer näher und da wollen wir es nicht versäumen, Sie auf eine ganz besondere Delikatesse, dieser tollen Biobäckerei aufmerksam zu machen: Die SIEBENKORN ELISEN-LEBKUCHEN.

"In der Weihnachtsbäckerei…"

Geschäftsführer Meinhard Rediske hat uns in ein paar seiner Erfolgsgeheimnisse für diese vorzügliche weihnachtliche Nascherei eingeweiht: Anstelle des Zuckers kommt Agavendicksaft in die Mischung, was für weniger aufdringliche Süße, dafür aber mehr Saftigkeit sorgt. Auf Mehl wird komplett verzichtet, und sämtliche Zutaten, von den Haselnüssen, die hier selbst gemahlen werden, über Marzipan, Aprikosenmarmelade, Gewürze bis zur Kuvertüre, unterliegen den strengen Demeter-Richtlinien, denen sich Siebenkorn schon seit der Gründung vor über 30 Jahren verpflichtet hat. Die handtellergroßen Gebäcke sind mit feinster dunkler belgischer Kuvertüre überzogen. 


Einzigartig, zumindest für mein Empfinden und das zahlreicher Querbeet-Mitarbeiter, ist aber auch der wolkig-zarte, dezent feuchte Teig, für den genau die richtige Menge Eischnee verantwortlich ist, welcher von Hand untergehoben wird. Meinhard Rediske gibt uns Genießern auch gleich noch einen Verzehrtipp mit auf den Weg: er empfiehlt, jeden Bissen zehnmal zu kauen. Nach und nach können sich dann die Geschmacksnoten der Elise wunderbar im Mund entfalten, von dezent süß bis leicht bitter. Am Ende schmiegt sich die dezent blumige Schärfe der Nelke an den Gaumen. 

Neben den derzeitigen Weihnachtsbäckereien lohnt sich aber auch ganz allgemein ein Blick in die SIEBENKORN-Produktion: Pro Jahr werden hier rund 250 Tonnen Getreide und 150 Tonnen Mehl zu besten Biobackwaren verarbeitet. Auf dem Dach der Backstube sorgen Photovoltaikplatten dafür, dass über ein Viertel des Stroms autark und nachhaltig erzeugt wird. Schaut man den Mitarbeitern zur Zeit über die Schulter, sind einige von ihnen fleißig dabei, stundenlang Zimtsterne auszustechen, weil der Teig zu klebrig ist für eine Maschine, andere Formen aus automatisch portionierten Klumpen per Hand Stück für Stück die guten Bio-Brötchen. Wieder andere kochen Kürbisse für das delikate Kürbisbrot, bei dessen Herstellung das so gewonnene leuchtend orangefarbene Mus statt Wasser verwendet wird. 

Zum Schluss noch ein Verzehrtipp für die Marburger Elisen: Wenn Sie diese jetzt gegen Ende November kaufen, erlangen sie pünktlich zum 1. Advent ihre geschmacklich beste Reife. Ein herrliches Schmankerl also, um die Adventszeit festlichgenüsslich einzuläuten. 
Apropos festlichgenüsslich, zum letzten Mal für dieses Jahr gibt es eine SONNENHOF RINDFLEISCH-VORBESTELLAKTION. Wenn Sie es für Weihnachten eingeplant haben, sollten Sie dieses jetzt mitbestellen und dann einfrieren (KW 48 vorbestellen, KW 49 Auslieferung)!

Mit vorweihnachtsgenüsslichen Grüßen

Ihr Thomas Wolff
21.11.2019