"Gedanken & danke an Sie!"

NewsletterQ

NEWSLETTER FÜR DIE 14. WOCHE

Liebe Kunden,

wir alle erleben ganz besondere und aus einem unschönen Anlass historische Zeiten. Dem gesamten Querbeet-Team ist bewusst, dass wir für Sie als unsere Kunden jetzt mehr denn je eine besondere Bedeutung haben. Neben der erhöhten Belastung für den einen oder anderen Mitarbeiter, nehmen wir diese Aufgabe dennoch sehr gerne wahr. 

 Sollte uns dennoch ab und an ein Stöhnen herausrutschen, ist es maximal dem enormen Arbeitspensum geschuldet und schnell wieder vergessen. Ihre zahlreichen Rückmeldungen stärken uns sehr und lassen uns einmal mehr die Sinnhaftigkeit unserer Arbeit spüren. Ihre positiven und dankbaren Rückmeldungen im Lieferservice, per Mail, Telefon, bei der Auslieferung oder an unseren Marktständen, gehen runter wie Öl. Das tut uns allen gut und dafür möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken: Sie sind tolle Kunden!

 

Mit Geld oder sonstigen Anreizen sind die vielen, vielen Arbeitsstunden nicht gebührend zu würdigen. Nicht wenige von uns haben in den letzten Tagen alles andere als einen ruhigen Achtstundentag. Oft sind es zwölf Stunden oder mehr. Mein Dank gilt daher auch an dieser Stelle ganz besonders dem kompletten Querbeet-Team, ohne dessen Gesamteinsatz diese Mammutaufgabe nicht zu stemmen wäre. Neben der Abwicklung der verschiedenen Prozesse, sind es vor allem auch die vielen neuen Ideen, die wir benötigen, um auf die sich ständig wechselnden Situationen adäquat reagieren zu können. Hier ist eine spannende Kreativität im Team zu spüren.
 
Was mir, neben den drohenden gesundheitlichen Aspekten, an der aktuellen Situation besonders missfällt, ist die Tatsache, dass wir vermehrt nicht mehr agieren, sondern nur noch reagieren können. Dies entspricht in keinster Weise unserer sonstigen Haltung und Philosophie. Sicher geht es Ihnen teils auch so. Das ist befremdlich und schränkt unsere Freiheit massiv ein. Hier gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren und die Herausforderungen gemeinsam anzunehmen.Stärkende Momente erleben wir zur Zeit bei unserer Arbeit auf den Feldern: wir konnten die ersten Aussaaten und Pflanzungen sowohl hier auf dem Pappelhof, als auch auf unserem Gemüsehof in Steinfurth vornehmen. Die ersten Früh-Kartoffeln wurden gelegt, Gemüsejungpflanzen gesetzt und unsere ersten Tomaten im Gewächshaus gepflanzt. Überall riecht es nach Zukunft und Zuversicht! Auch wenn es noch einige Wochen bis zur ersten Ernte dauern wird, sind dies die Signale aus der Natur, welche wir gerade jetzt ganz besonders benötigen. Wenn dann die ersten Storchenpaare ihre Nester anfliegen oder über die Steinfurther Auen stolzieren um Futter zu suchen, sind das die Momente, die uns ablenken von den fremdgesteuerten und unwirklichen Wirren dieser Tage. Lassen Sie dieses Bild gern auf sich wirken.
 
Abschließend für heute bitten wir Sie um Verständnis, dass wir die Bestellfristen seit dieser Woche nach vorn ziehen mussten, was unumgänglich war um eine möglichst bestellgetreue Lieferung gewährleisten zu können. Achten Sie bitte daher auf Ihre neuen Bestelltermine.

Mit dankbaren & herzlichen Grüßen an Sie alle
aus der Wetterau,
Ihr Thomas Wolff.
 

Liebe Kunden,

eine gute Nachricht aus aktuellem Anlass vorneweg: die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) haben eine Einschätzung zur Frage der Übertragung des Coronavirus (Sars-CoV-2) über Lebensmittel abgegeben. Danach steht weiter fest, dass es derzeit keine Anhaltspunkte für eine Übertragung der Coronaviren über Lebensmittel gibt.

"Wir versorgen Sie auch jetzt!"

Durch den Corona-Virus hat es für uns höchste Priorität, das Wohl und die Gesundheit unserer Mitarbeiter und aller Menschen die uns umgeben, zu erhalten und zu schützen. Gleichzeitig unternehmen wir aktuell alles Notwendige, um drohende Einschränkungen durch diesen Virus so gering wie möglich zu halten. Ihre Versorgung mit den von uns gelieferten Bio-Lebensmitteln hat für uns oberste Priorität. Wir nehmen unsere Aufgabe als Bio-Lebensmittelversorger sehr ernst.

Um dies gewährleisten zu können und die Lieferfähigkeit möglichst stabil zu halten, müssen wir aus aktuellem Anlass im LIEFERSERVICE die bisherigen Bestellzeiten ändern. Damit wir die Lieferfähigkeit für Sie weiter gewährleisten können, ist dies unumgänglich. Diese Bestellzeiten gelten bis auf Widerruf und sind abhängig vom hoffentlich baldigen Ende der Ausnahmeregelungen in Zeiten von Corona.

Damit wir alle bestehenden Kunden beliefern können, bitten wir um Verständnis, dass wir aktuell keine NEUKUNDEN aufnehmen können. Zum späteren Zeitpunkt sehr gerne. Über unsere MÄRKTE können Sie zu den üblichen Zeiten bei uns einkaufen. 

Wir rechnen nicht mit Engpässen bei der Versorgung mit frischen Lebensmitteln. Aufgrund der allgemein hohen Nachfrage können wir kurzfristige Absagen leider nicht ausschließen. Zudem erhalten wir aktuell im Obst- und Gemüsebereich seitens unserer südeuropäischen Erzeuger nur Tagespreise. Bitte haben Sie Verständnis wenn auch wir aktuell nur mit Tagespreisen arbeiten können.Wir bitten im Rahmen eines solidarischen Verhaltens, von sogenannten Hamsterkäufen abzusehen.

Tagesaktuelle Änderungen kommunizieren wir auch über unsere FACEBOOK- und INTERNETSEITE. Für individuelle Fragen stehen wir Ihnen länger als sonst zur Verfügung.

Sie erreichen uns von 8 – 16 Uhr unter der zentralen Telefonnummer 0 60 35 – 70 93 100.

Bleiben Sie gesund und besonnen - herzlichst,

Ihr

Thomas Wolff.

 

 

19.03.2020

 Liebe Kundinnen und Kunden,


heute möchten wir von einer besonders lobenswerten und vorbildlichen Milchvieh-Haltungsform berichten, aus welcher unsere Bioladen Demeter-Heumilch von Weiling stammt - die Muttergebundene Kälberaufzucht. Denn diese Heumilch schmeckt nicht nur besser und hat einen sehr hohen Wert an gesunden Omega 3-Fettsäuren, sie ist auch besser für Kuh und Kalb.

"Von dieser Milch haben alle was!"

Zum Hintergrund: Damit eine Kuh kontinuierlich viel Milch gibt, muss sie jährlich ein Kalb gebären. In der Regel wird das Kalb noch am selben Tag von der Mutter getrennt, kommt in eine so genannte Kälberbox und wird dort vom Menschen mit Ersatzmilch versorgt, während die Kuh für den menschlichen Konsum gemolken wird. Nicht nur Mütter können sich vorstellen, was diese Trennung für die Tiere bedeutet!

Bei der kuhgebundenen Kälberaufzucht bleiben Mutter und Kalb hingegen nach der Geburt über die übliche Zeit hinaus zusammen. Gemeinsam mit anderen Mutterkühen und deren Kälbern verbringen sie 4-6 Monate auf der Weide und im Stall. Auch die männlichen Kälber verbleiben auf den Höfen und werden später vermarktet.

Die Kälber fangen meistens sehr schnell an, sich in „Spielgruppen" zusammen zu finden und trinken dann auch bei anderen Müttern. Je nachdem wie viele Mütter in der Gruppe sind, wird dann nach einigen Wochen begonnen, die Mütter langsam wieder in die Milchviehherde zu integrieren. Doch wie kommen wir Menschen hier in den Genuss der leckeren Milch? Da jede Kuh mehr Milch gibt als ihr Kalb benötigt, werden die Mütter einmal am Tag gemolken und kehren dann gleich wieder in die Mutter-Kalb Gruppe zurück. So haben also alle etwas von dieser tollen Haltungsform - Muttertier, Kälbchen und Milchliebhaber. Nicht zu vergessen die Demeter Heumilch-Bauern, die für ihr ethisch und qualitativ erstklassiges Produkt einen angemessenen Preis bekommen.

Die mutter- und ammengebundene Kälberaufzucht ist eine besonders wesensgemäße Art der Haltung, denn sie entspricht den natürlichen Bedürfnissen der Kälber und ihren Müttern. Der Sozialkontakt und die Körperpflege durch ihre Mütter und Ammen tun den Kälbern gut. Kälber, die von ihren Müttern gesäugt werden, sind sozial kompetenter und aktiver als Kälber, die in den ersten Lebenswochen in Einzelboxen gehalten und mithilfe von Tränkeautomaten ernährt werden. Sie sind auch gesünder und robuster. Das erspart den Milchbauern zudem hohe Tierarztkosten.

Die gute Demeter-Heumilch trägt das schöne neue Tierwohl-Siegel „Zeit zu zweit - für Kuh + Kalb“. Das Gemeinschaftsprojekt der Demeter Heumilch Bauern und des Nutztierschutzverein PROVIEH ist bisher einzigartig in Deutschland. Als Verbraucher können Sie durch den Kauf dieser Milch die Zukunft der Kälberaufzucht nachhaltig zum Positiven verändern. Hier geht’s direkt zum Produkt:

Zum (Tier-)Wohl!

Ihr Thomas Wolff

12.03.2020

Liebe Kundinnen und Kunden,

die bisherige Praxis der Eierproduktion stellt uns alle vor ein ethisches Problem: Millionen Hähne werden nutzlos getötet. Rund 12 Milliarden Eier von heimischen Höfen landen jährlich in den Einkaufskörben der deutschen Verbraucher. Gelegt werden diese von gut 40 Millionen Legehennen. Davon werden 4,2 Millionen ökologisch gehalten, das entspricht rund 10%. Doch die Legehennenhaltung birgt ungelöste Probleme: In der heutigen Legehennenhaltung werden Hochleistungshennen verwendet, die auf eine extrem hohe Legeleistung gezüchtet sind. Die Brudertiere dieser Züchtungen finden dabei keine Verwendung, da sie als Masttiere den heutigen Masthähnchen unterlegen sind. Sie werden deshalb kurz nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet. Die Zahl der jährlich getöteten Eintagsküken entspricht in etwa der Anzahl an Legehennen: über 40 Millionen Legehennen-Brüder.

"Wir eiern nicht rum."

Für die Bio-Branche ist dieses Thema wichtig und ethisch vertretbare Lösungen sind ein zentrales Anliegen. Wir von Querbeet bieten Ihnen daher hessische Eier von Zweinutzungshühnern des Bioland Betriebs Eisenach und dessen Partnerbetriebs "Stahls Hof" an, der von Christian Vieth geführt wird. Mit dem Kauf dieser Eier von Zweinutzungshühnern unterstützen Sie folgendes Konzept der Bruderhahn Initiative Deutschland, das das Töten der Legehennen-Brüder unterbindet: Unter dem sogenannten Zweinutzungshuhn versteht man eine Hühnerrasse, die sowohl zur Eier- als auch zu Fleischerzeugung gehalten werden kann. Die männlichen Küken dieser Rasse werden nicht getötet, sondern zu den gleichen Bedingungen und gleich lange wie ihre weiblichen Bio-Hühnchen-Kolleginnen aufgezogen und anschließend für die Fleisch- und Wurstproduktion verwendet. Das Fleisch der Hähne ist genauso gut geeignet für die Verwendung, wie das der Hühner, nur dass Hähne weniger und langsamer Fleisch ansetzen. Die Bruderhahn-Brust ist meist kleiner, als eine Hähnchen-Brust, etwas fester und für Gourmets ein echter Tip, denn das Fleisch ist nussig im Geschmack und zu einem schönen Wein purer Genuss. Das ethische Engagement der Aufzucht der männlichen Küken, der sogenannten Bruderhähne, bringt bedeutende Kosten mit sich: Biofutter ist teuer und der Absatz von Biohähnchen ist generell eher schleppend und das zusätzliche Fleisch von Bruderhähnen nur schwer zu vermarkten. 

Mit dem Kauf unserer sogenannten Schwester-Eier (Artikel-Nr. 70115) unterstützen Sie die Bruderhahn Initiative Deutschland und unterbinden damit das Töten männlicher Küken. Die Eier erhalten Sie im 6-er Karton.  

»Mit allem, was lebt, sind wir durch Wesensverwandtschaft und Schicksalsgemeinschaft verbunden.« sagte Albert Schweitzer einmal. Die Natur beschreibt einen einzigartigen Kreislauf, bei dem wir Lebewesen in Beziehung zueinander stehen. Dieses feinst ausgeklügelte System bringt mich immer wieder zum Staunen. Ist nicht allein schon die Geburt jedes Wesens, ob Mensch oder Tier, ein Wunder an sich? 

In diesem Sinne, genießen Sie Ihre Woche!

Ihr Thomas Wolff

05.03.2020