"Du bist was Du isst!"

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NEWSLETTER FÜR DIE 48. WOCHE

 Liebe Kund*innen,


neben dem aktuell durchaus fordernden Alltagsgeschäft, befassen wir uns immer auch  mit den grundlegenden Themen unserer Arbeit. Dazu hatte ich neulich ein Gespräch mit unserem Kollegen Gerhard Zoubek vom Biohof Adamah aus der Nähe von Wien, aus welchem wir gerne einige Auszüge mit Ihnen teilen möchten:

Während in den 1950er Jahren noch bis zu 45 Prozent des Haushaltseinkommens für Lebensmittel aufgewendet wurden, sind es heute im Schnitt weniger als 10 %. Wohnen, Mobilität, Ablenkung und Spaß haben für viele Menschen heute einen höheren Stellenwert als die Qualität und Wertschätzung für unsere konsumierten Lebensmittel. Durch die technischen Weiterentwicklungen der letzten Jahren, hat sich die Produktion immer stärker vom Acker in Agrarfabriken verlagert. Heute leben wir, zumindest in Europa, in einer Zeit des Überdruss und Überfluss. Der Wichtigkeit und dem Wert von Lebens- und Nahrungsmitteln wird immer wenig Bedeutung beigemessen. Unser Essen muss gut schmecken, lange frisch bleiben, möglichst weit vorgefertigt und vor allem billig sein. Dass dabei irgendjemand oder irgendetwas auf der Strecke bleibt und draufzahlt, sollte jedem klar sein. Um billige Rohstoffe für unser Essen zu bekommen, werden entweder Menschen in Entwicklungsländern ausgebeutet, müssen Tiere unter elenden Bedingungen leiden, oder wird die Umwelt verschmutzt. Wir brauchen eine neue Wertschätzung für Lebensmittel und bessere, ehrliche, wertschätzende Preise!

 

Die Erzeugung hochwertiger landwirtschaftlicher Produkte erfordert gut geplante, zeitlich festgelegte Abläufe. Da muss ausgesät, gepflegt,  beobachtet, bewässert, geerntet und gelagert werden. Unwetter können in kurzer Zeit alle Mühen zerstören und eine Jahresproduktion ruinieren. Die Supermärkte bieten dagegen ganzjährig in Hochglanz präsentiertes Obst & Gemüse aus der ganzen Welt an. Bewusst werden Konsument*innen über Regionalität und Saisonalität getäuscht. Die straffe Preiskalkulation der marktbeherrschenden Aufkäufer setzt die produzierende Landwirtschaft massiv unter Druck. Um dennoch zu überleben, wird auch hier rationalisiert, automatisiert, auf Massenware in Monokulturen gesetzt und Ressourcen werden ausgebeutet.“


Gerhard und ich, wir sind uns einig: all das könnte die Politik ändern, denn Steuern sind zum Steuern da. Aber auch Sie, die Konsument*innen haben eine enorme Macht! Als Querbeet-Kund*innen gehen Sie schon mit einem guten Beispiel voran. Sie kaufen bewusst nachhaltig ein, machen sich Gedanken zu Ihrer Ernährung, sind bereit, dafür einen angemessen Preis zu zahlen und nehmen sich Zeit fürs Kochen und Genießen. Und ein Gutes in der Coronazeit: dafür bleibt jetzt mehr Zeit und Muße. 


Danke das Sie dabei sind!

Herzlichst

Ihr Thomas Wolff 

PS: Auch wenn dieses Jahr alles anders ist, weihnachtet es doch schon sehr. Wichtige Infos zu Ihren Weihnachtsbestellungen, gibt es jetzt schon hier zum Nachlesen:


 

Liebe Kund*innen,

gute Nachbarschaft ist goldwert, oder, wie in unserem aktuellen Falle, mistwert! Gerne berichten wir heute über eine besonders schöne Kooperation hier bei uns auf dem Gemüsehof, wo vor kurzem einige hübsch anzuschauende Rindviecher Einzug gehalten haben. Es sind die Tiere unserer Nachbarn, welche normalerweise im Naturschutzgebiet auf den anliegenden Salzwiesen rund um Wisselsheim und Steinfurth stehen.

"Von Kühen & Kompost… "

Es handelt sich um die zotteligen Gesellen der schottischen Rasse Galloway, Mutterkühe mit Kälbern und Jungbullen. Sie sind mit ihrem dichten Fell ideal angepasst an raues Klima, haben dicke, lange Haare und eine feine, dichte Unterwolle. Prinzipiell könnten sie also das ganze Jahr über draußen im Freien gehalten werden. Aber das Veterinäramt befand, dass die Kühe in den Wintermonaten einen Unterstand benötigen. Im Naturschutzgebiet dürfen aber keine festen Ställe errichtet werden. Da kam uns die glorreiche Idee, aus der Not eine Tugend zu machen und den Rindviechern bei uns Unterschlupf zu bieten. Denn wir haben hier am Hof eine Halle quasi leer stehen, ein idealer Unterstand für Kuh & Co. Eine Win-Win-Entscheidung für alle, denn den anfallenden Mist können wir bestens gebrauchen.

Auf dem Gemüsehof haben wir so den ersten Schritten in eine gute Kompostwirtschaft gemacht. Gemäß des Mottos „gesunde Erde, gesunde Lebensmittel“ machen wir uns intensiv Gedanken, wie wir die Bodenfruchtbarkeit langfristig sicherstellen, die Nährstoffversorgung in Bilanz bringen und das Wasserspeichervermögen der Böden noch weiter vergrößern können. Hier in der Wetterau haben wir die besten Böden Deutschlands, diese sollten wir sorgfältig pflegen.

Bislang kompostieren wir die anfallenden Gemüseabfälle. Zur Bodenverbesserung und Stickstoffbindung bauen wir Luzerne und Kleegras an. Und da kommen die Kühe wieder ins Spiel, denn 2-3 Mal im Jahr wird die Luzerne gemäht und als Winterfutter aufbereitet. Jetzt schließt sich der Kreis, denn die Kühe dürfen hier frei auf der Kleegraswiese speisen und verwerten das Futter direkt, welches sie fressen. Wir bekommen als Dankeschön das „Gold der Landwirtschaft“ von ihnen geschenkt: Rindermist.

Dieser Mist wird, zusammen mit Gemüseresten, Stroh und Hackschnitzeln kompostiert und wieder auf die Felder gebracht. Hiermit nähren wir das Bodenleben, was diesen Kompost wiederum in wertvolle Nährstoffe für die Pflanzen umsetzt. Diese brauchen viel mehr als nur Stickstoff & Co. Eine ganze Reihe von Spurenelementen, dessen Zusammenhang noch immer nicht richtig verstanden wird, sorgt für Widerstandsfähigkeit, Gesundheit und den späteren Geschmack. In einem gesunden Boden sind diese Komponenten im Gleichgewicht, und genau das versuchen wir zu erreichen mit unserem Kompost. Gerne dürfen Sie sich auf unseren Social Media Kanälen ein Bild von den urigen Gesell*innen bei uns machen!

 

Mit kompostgehaltigem Gruß

Ihr Thomas Wolff

PS: Eine Info zu den Weihnachts-Bestell- und Liefertagen liegt in Kürze den Lieferkisten bei! 

19.11.2020

Liebe KundInnen,

einige von Ihnen können sich vielleicht glücklich schätzen, ein paar eigene Apfelbäume im Garten zu haben. Aber so ein schöner Hobbygarten ist mit dem großformatigen Obstanbau mitnichten zu vergleichen. Wer eine Obstplantage als Broterwerb betreibt, der weiß nur zu gut von den täglichen Herausforderungen zu berichten, insbesondere wenn es sich um einen Bioanbau handelt. Wir möchten Ihnen gerne zwei Betriebe, mit denen wir schon seit über 25 Jahre zusammenarbeiten, vorstellen. Sie liefern ihre tollen Äpfel direkt vom Obsthof zu uns auf den Pappelhof.

"Von Äpfeln und Menschen…"

Familie Reiner aus Schwaigern Volkmar Reiner und sein Sohn Aaron bewirtschaften gemeinsam auf 21 Hektar ihren Naturland-Betrieb am Nordfuß des Heuchelbergs, westlich von Heilbronn. Und das nun schon seit 37 Jahren. Als junger Mann übernahm Volkmar den Betrieb von seinem Vater und wollte es anders machen, ohne die üblichen Chemiekeulen. Bis dahin war es ein weiter und steiniger, von Läusen und Mäusen geplagter Weg.

Familie Höfflin aus Denzlingen, nähe Freiburg. Seit 1966 gibt es den Südhof und ab 1979 begannen Christoph und Martin Höfflin mit der Umstellung auf Biolandbau. Auf der Suche nach unempfindlicheren Apfelsorten scheuten sie sich nicht vor Experimenten mit Apfelneuzüchtungen. Schwerpunkt sind dabei frühe und schorf-resistente Sorten. Derzeit umfasst ihre Produktpalette (incl. Versuchsorten) mehr als 70 Apfel- und Birnensorten. Im biologischen Obstanbau steckt immer auch ein großer Arbeitsaufwand und Idealismus. „Gespritzt“ wird in beiden Betrieben rein pflanzlich, z.B. mit Algenpräparaten und Pflanzenölen (z.B. Neemöl, Rapsöl, Fenchelöl). Volkmar Reiner bezeichnet das Neemöl gerne als „Urknall für den Bio-Apfelanbau“. Mit ihm war endlich ein Mittel gefunden, welches dem weit verbreiteten Läusebefall rein biologisch etwas entgegensetzen konnte. Daneben kommen aber auch Backpulver, Zucker, Schwefel und in geringen Mengen Kupfer zum Einsatz. Biotechnische Verfahren, wie der Einsatz von Duftstoffen, Farbtafeln und Pheromonen, Trichogramma und Nematoden gehören ebenso ins Programm. Nicht zuletzt sind der Schutz und die gezielte Verbreitung von Nützlingen ein wichtiges natürliches "Mittel" zur Schädlingsabwehr. Der wirtschaftliche Druck im Erwerbsobstbau ist groß. Bio-Anbau ist der Versuch, einen guten Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Natürlichkeit herzustellen. Aktuell haben wir für Sie folgende Apfelsorten im Sortiment: Topaz, Elstar, Natyra, Santana, Wellant, Boskoop. Beißen Sie also kraftvoll zu und genießen Sie ein mit viel Sorgfalt, Leidenschaft und Biowissen gewachsenes Naturprodukt!

Mit apfelgesunden Grüßen

Ihr Thomas Wolff

PS: Bitte beachten Sie unsere dieswöchige Vorbestellaktion für das Wiesen Rindfleisch vom Sonnenhof, bestellen bis Mi 18.11., Auslieferung ab Di 24.11.2020. 

12.11.2020

Liebe KundInnen, aus den bekannten Gründen haben wir in den letzten Wochen einen erhöhten Kundenzuspruch für unseren Lieferservice. Dafür sind wir dankbar und heißen all unsere Neukunden herzlich willkommen. Wie Sie sich vorstellen können, bringt dies die eine oder andere Lieferverzögerung mit sich. Selbstverständlich arbeiten wir - wie schon seit Monaten - auf allen Ebenen auf Hochtouren und versuchen alle sich bietenden Optimierungen direkt umzusetzen. Wir bitten um Ihr Verständnis, wenn wir die bisherigen Lieferzeiten trotzdem nicht immer einhalten können. Damit Sie nicht unnötig auf uns warten müssen, gibt es für Sie alternative Abstellmöglichkeiten:

"Von reinem Wein und gesunder Luft…"

• Sie überlassen uns einen Haus- oder Wohnungsschlüssel

• wir stellen Ihre Lieferung in eine Kühlbox

• Sie nennen uns einen anderen geeigneten Abstellplatz

• wir vereinbaren mit Ihnen andere individuelle Varianten Sprechen oder schreiben Sie uns an.

Gemeinsam finden wir eine Lösung! Unsere Fahrer haben aktuell die Anweisung, die privaten Räumlichkeiten nicht zu betreten. Ausnahmen gelten, wie immer auch hier, für Kunden mit Behinderung oder sonstigen Gebrechen. Halten Sie bitte zu unseren Fahrern den nötigen Abstand ein. Nochmals herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Kooperation! Apropos Kooperation: hier konnten wir einen neuen regionalen Winzer gewinnen, das Weingut der Familie Metzler, welches manche von Ihnen vom Erzeugermarkt an der Konstablerwache kennen. Aufgrund des Corona-Lockdowns darf auch dort kein Weinausschank mehr stattfinden. Als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Erzeugermarktes kämpfen wir schon seit Wochen für unsere Ausschank- und Imbisskollegen, denn es ist für sie alle eine wirklich harte Zeit. Für mich lag es daher nahe, dass wir aus Solidarität einzelne Weine von Metzler´s mit aufnehmen und Ihnen bis nach Hause liefern. Martin Metzler hat den Betrieb in jungen Jahren, nach dem frühen Tod seines Vaters übernommen und steht gerade in dieser Zeit mit Frau, Kind und Mutter Ingrid vor einer Existenz gefährdenden Herausforderung. Und das, obwohl Martin als bester rheinhessischer Jungwinzer prämiert wurde und sein Weingut, nach der Bio Betriebsumstellung durch Vater Bubi Metzler in den Siebziger Jahren, zu den ältesten Weingütern des Biowein-Anbauverbandes „EcoVin“ zählt. Von daher unsere herzliche Bitte gerade jetzt die Gelegenheit zu nutzen, diese hervorragenden regionalen Weine zu genießen. Selten kann Solidarität so schmackhaft sein! Prinzipiell zum Thema Wochenmarkt: unbestritten ist bei einem Einkauf im Freien das Ansteckungsrisiko am niedrigsten, dicht gefolgt vom Lieferservice! Wir hoffen, dass die Politik dies weiterhin so sieht und nicht auch noch hier einen Riegel vorschiebt.

Mit regional-solidarischen Grüßen Ihr Thomas Wolff

P.S.: Vorbestellaktion vom Geflügelhof Schäfer > Bestellung bis 11.11. und Auslieferung ab 17.11.2020. 

05.11.2020

Bald ist Weihnachten…

Ihre Fleisch-Vorbestellung für die Feiertage nehmen wir noch bis Freitag den 4. Dezember 12 Uhr entgegen.
Zum WeihnachtsfleischZum WeihnachtsfischZu den Teigwaren

 

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