Info Dicke Bohnen



Zutaten:

Auch wenn wir seit Jahren auf diese Hülsenfrucht aufmerksam machen, ist sie noch relativ unbekannt. An unseren Marktständen kann ich immer wieder feststellen, daß wir zu den wenigen Anbietern gehören. Bekannter sind Dicke Bohnen eher im Rheinland oder halt in südeuropäischen Ländern.

Wie können Sie sich die Dicken Bohnen vorstellen und wie werden sie zubereitet?

Von den Dicken Bohnen ißt man nur die Samen, und diese auch nur, solange sie noch jung sind. Die innen und außen samtartig behaarten, fleischigen, grünen Hülsen sind nicht für den Verzehr geeignet. Diese werden über 20cm lang und enthalten 4-6 große weiße und grüne Samen. Die Samen bzw. die Bohnenkerne müssen aus der Hülse herausgelöst werden, was in der Regel leicht geht, nur ein wenig Zeit erfordert. Die Ausbeute pro Hülse ist unterschiedlich, aber generell kann man sagen, daß zirka nur 1/3 des Ausgangsgewichtes an Bohnenkerne übrig bleibt. Also von 1 Kilo Dicken Bohnen können Sie ca. 350g Bohnenkerne erwarten. Dies ist wichtig zu wissen, wenn ein entsprechendes Rezept ausprobiert wird. Wenn Sie z.B. unseren Rezeptvorschlag für das "Türkische Bohnengericht" auf der nächsten Seite ausprobieren wollen, dann benötigen Sie für die 600g Bohnen rund 2 Kilo Dicke Bohnen.

Dicke Bohnen sind ? wie alle Bohnenarten ? sehr eiweißreich. Der Gehalt ist in den Samen sogar am höchsten. So enthalten grüne Bohnen mit Hülse 2,4 g Eiweiß je 100g, die Samen der Dicken Bohnen immerhin 21g. Desweiteren enthalten sind sie reich an Vitamin E und an Vitaminen der B-Gruppe. Dicke Bohnen sind etwas schwerer verdaulich, aber wie bei anderen Bohnenarten auch, ist es ratsam ein wenig Bohnenkraut mit zu kochen.

Übrigens: Alle Bohnenarten ? mit Ausnahme der Dicken Bohnen ? sollten nicht roh verzehrt werden, da sie das giftige Glykosid "Phasein" enthalten. Dicke Bohnen enthalten kein Phasein und können daher im leicht angegarten Zustand z.B. als Salat gegessen werden.

Die Dicken Bohnen sind je nach Region unter verschiedenen Namen bekannt: Saubohnen, Puffbohnen oder auch Ackerbohnen werden sie genannt. Den Namen "Ackerbohnen" haben sie erhalten, da sie im wahrsten Sinne des Wortes im Boden richtig ackern. Dies hängt damit zusammen, daß alle Bohnen (also alle Hülsenfrüchte) im Boden eine sehr interessante Symbiose bilden:

"Positive" Bakterien dringen über die Wurzelhaare in die Wurzeln der Wirtspflanze (also der Bohne) und entwickeln Knöllchen. Die darin lebenden sogenannten Knöllchenbakterien haben die Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und in ihrem Körper organisch zu binden. Dieser Stickstoff kommt nach vielerlei Prozessen schließlich fast ganz der Wirtspflanze zugute. Das Zusammenleben von Wirtspflanzen und Knöllchenbakterien ist eine der vielen Symbiosen, die im Pflanzenreich vorkommen.

Die Leistung dieser Symbionten ist unter günstigen Bodenbedingungen ganz beträchtlich und kann im Durchschnitt mit 30-50 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr angesetzt werden. Für alle Nichtgärtner sei hierzu erwähnt, daß diese Menge Stickstoff ausreicht, um eine sonstige Düngung für die Kultur überflüssig werden zu lassen. Daher sind u.a. die Ackerbohnen im ökologischen Land- und Gartenbau eine der wichtigen Kulturen, welche den Einsatz von künstlichen Stickstoffdünger überflüssig machen.

Mit dem Verzehr von Dicken Bohnen haben Sie nicht nur ein leckeres Sommergericht, Sie unterstützen damit direkt den echten organisch-biologischen Anbau.



Zubereitung:



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