"Unsere Kartoffeln haben immer Saison!"

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NEWSLETTER FÜR DIE 16. WOCHE

Liebe Kundinnen und Kunden,

alle reden vom Klimaschutz, aber kaufen dann doch gerne bei den ersten Sonnenstrahlen die Frühkartoffeln aus Übersee. Und manch einer wundert sich, dass wir noch keine anbieten. Wir fahren hier aber eine andere Strategie, denn die Importware hat in diesem Fall für uns wenig mit der Grundidee einer ökologischen und regionalen Wirtschaftsweise zu tun. 

Trotz Energieaufwand für die Lagerung, gibt es einige Untersuchungen, die belegen, dass die Treibhausgasbilanz bei regionalen Lagerkartoffeln besser ist, als die für Frühkartoffeln aus fernen Ländern. Dazu kommt die Bewässerungs-Problematik in den betreffenden Anbaugebieten. Wasser, welches für die Grundversorgung der dort lebenden Bevölkerung viel sinnvoller eingesetzt werden könnte. Das Fazit ist eindeutig und spricht ganz und gar für die Bio-Kartoffeln aus der heimischen Region.

 

Wenn Sie also unsere guten Lagerkartoffeln vom Pappelhof kaufen, betreiben Sie aktiven Klimaschutz. Unbestritten ist auch, dass diese einfach besser, weil aromatischer schmecken. Denn Lagerkartoffeln haben de facto mehr Zeit, um ihr Aroma zu entfalten, im Gegensatz zu den Frühkartoffeln.

 

Der Kartoffelanbau ist einer unserer Schwerpunkte. Wir können Ihnen inzwischen an über 300 Tagen im Jahr qualitativ hochwertige Knollen aus eigenem Anbau bieten. Dies haben wir durch eine gezielte Auswahl der jeweils optimalen Kartoffelsorte für die entsprechende Jahreszeit erreicht. Gerade für ein gutes Kartoffellager ist es in den Winter- und Frühjahrsmonaten wichtig, die Lagertechnik auf die Lagerstabilität der Kartoffeln abzustimmen. Nicht nur Technik, sondern auch viel Handarbeit stecken besonders jetzt im Frühjahr dahinter. Auch bei uns laufen die Kartoffeln über Sortierbänder, daneben stehen aber immer 2-3 Mitarbeiter, die ein waches Auge auf die Knollen werfen und fein säuberlich und händisch aussortieren. 

 

Selbst wenn wir jetzt nicht mehr alle Sorten anbieten können, sollte unser Vorrat bis gut in den Mai reichen. Die ersten Frühkartoffeln wurden übrigens bei uns auf dem Pappelhof letzte Woche gesteckt. Bei weiter günstiger Entwicklung hoffen wir, die ersten Knollen Mitte Juni roden zu können. Unsere festkochende Sorte „Belana“ schmeckt jedenfalls prima zu unserem jetzt endlich erntereifen Grünspargel oder der Grünen Soße in 1a-Bioqualität. Greifen Sie zu und genießen Sie den Frühling!

 

Mit reBIOnalen Grüßen aus der Wetterau

 

Ihr

Thomas Wolff

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

Lange hat er auf sich warten lassen, aber letztes Wochenende kam der Frühling mit voller Kraft! Endlich! Der Winter schien endlos, mit  wenig Sonne und einigen Niederschlägen, die den Boden immer feucht und damit auch kalt gehalten hatten. Alles schlief. Dennoch hatte auch der kräftige Frost sein Gutes: die Bodengare!

"Frühling lässt sein grünes Band…"

Unser Anbauer auf dem Pappelhof, Rüdiger Preuss, erläutert dies: „Ein Boden, der durchfriert, entwickelt eine schöne Krümelstruktur, weil das gefrierende Wasser die Kluten im Boden aufbricht. Das haben wir in den letzten Jahren vermisst, dieses Jahr 

sieht es gut aus. Jetzt gilt es dennoch Ruhe und Nerven zu bewahren, denn noch immer ist es sehr nass unter der Oberfläche und schnell fährt man sich Verdichtungen durch die Schlepper in den Boden, die man die gesamte Saison über sehen wird. Dennoch steht das Pflanzen der Kartoffeln, die Aussaat bei Möhren, Wurzelpetersilie, Zwiebeln und Zuckerrüben vor der Tür. Die erste Blüte in den Erdbeeren schaut zaghaft ins Sonnenlicht, der Rhabarber bricht seine prallen Knospen auf und schiebt die Blätter hervor! Nur der Grünspargel versteckt sich noch unter der 

Oberfläche und hat kalte Füße!“ Auf unserer Facebookseite können Sie dies alles auf schönen Photos bewundern : )

 

Auch auf unserem Gemüsehof geht es jetzt munter los. In unserem großen Gewächshaus konnten wir letzte Woche, nach den bereits vorletzte Woche gepflanzten Tomaten, weiteres tolles Sommergemüse in die Erde bringen: Schlangengurken, Landgurken, Spitzpaprika und Auberginen. Alle Pflanzen in sehr guter Bioland-Anzuchtqualität vom Bioland-Betrieb Natterer, der sich hierauf spezialisiert hat. Die Pflanzen werden fleißig in den Boden gepflanzt, anschließend händisch um eine Schnur gelegt, damit sie im Laufe des weiteren Wachstums daran hochranken können. Ebenfalls auf Facebook für Sie dokumentiert!

 

Im Freiland wurden weitere Beete mit Salat, Kohlrabi und Brokkoli gepflanzt. Jetzt, wo es so schön warm geworden ist, müssen wir auch gleich zum ersten Mal die Bewässerungsrohre auslegen. Arbeit, die wir gerne machen, denn es soll ja schließlich munter wachsen. Unserem Gärtnerteam hat es sehr viel Freude gemacht, da auch sie wollten, dass es endlich los geht.

 

Wir sind in dieser Saison besonders gespannt, wie alles gedeiht, denn schließlich ist es das erste Jahr, in dem Querbeet zwei Mal regional punkten kann: Wie gewohnt mit den Spitzenerzeugnissen vom Pappelhof und jetzt, ganz aktuell, mit unseren weiteren „Eigengewächsen“ vom Steinfurther Gemüsehof. 

 

Unser Jubiläumsjahr hat auf jeden Fall mit einem gesunden Wachstum begonnen. Wir blicken voller Elan und Freude voraus und freuen uns darauf, die Früchte unserer Arbeit bald für Sie ernten zu können!

 

Mit biofrischen Grüßen vom Pappel- und Gemüsehof,

 

Ihr Thomas Wolff

12.04.2018

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

auch wenn kalendarisch schon längst der Frühling bei uns Einzug gehalten hat, waren die Temperaturen dieses Jahr alles andere als frühlingshaft. Immer wieder gab es harte Kälteeinbrüche, welche natürlich auch unserem heimischen Obst- und Gemüseanbau zu schaffen machen.

"So schmeckt die Sonne des Südens!"

Obwohl wir sowohl hier auf den Äckern des Pappelhofs als auch auf unserem Gemüsehof in Steinfurth bereits die ersten Pflanzungen vorgenommen haben, wird es noch eine Weile dauern, bis wir das Erntemesser zücken können. Gut zu wissen, dass wir für die Übergangszeit, bis unsere frischen Feldfrüchte so weit sind,  erstklassige Unterstützung von unseren südeuropäischen Biokollegen bekommen. 

 

Dank der von Querbeet ins Leben gerufenen Kooperation BioSüdDirekt beliefern uns einige ausgewählte Erzeuger, der Name verrät es schon, direkt zu uns auf den Pappelhof. Wir sind die ersten im Rhein-Main-Gebiet, die diesen Direktweg gehen. Eine Win-win-Initiative für alle: Sie als unsere Kunden profitieren von ultrafrischen Bio-Lebensmitteln, unsere Erzeugerpartner freuen sich über stabile Abnahmepreise und gute, persönliche Beziehungen, die heute alles andere als selbstverständlich sind. Und wir von Querbeet sind glücklich darüber, dass wir diese tolle Alternative für uns und Sie aufbauen konnten. 

 

Bei den Erzeugnissen handelt es sich um Naturland- oder Demeter-Produkte von uns bekannten Genossenschaften. Aktuell bekommen wir vor allem Gemüse von CampoJoyma aus Spanien und - wie diese Woche - die Kohlrabi und verschiedene Salatvarianten von Cavalier Mellone aus Italien.  CampoJoyma wurde im Jahr 2004 von der Familie Montoya gegründet. Das Anbaugebiet befindet sich in der Gegend von Campohermoso, nahe dem Naturpark „Cabo de Gata“. 

 

Die Familie Mellone bewirtschaftet in der für ihre Landwirtschaft bekannten Region Kampanien ihren Familienbetrieb. Sie sind noch nach Naturland zertifiziert, haben aber das Ziel, bis 2020 den biologisch-dynamischen Anbau weiter zu entwickeln. Aus Respekt vor dem Land und weil sie ein möglichst hochwertiges Produkt erzeugen möchten. Es ist ihnen ein großes Anliegen nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten zu arbeiten. Wir finden, das schmeckt man den herrlichen Blattsalaten und Kohlrabi auch an! Die Produkte werden noch am selben Tag, an dem sie geerntet werden, zu uns auf den Weg geschickt. Frischer geht es nicht!!!

 

Genießen Sie also diese sonnigen Grüße aus dem Süden und drücken Sie gemeinsam mit uns feste die Daumen, dass unsere Pflanzen bald auch tüchtig von der Sonne gestreichelt werden.

 

Mit biosüddirekten Grüßen

 

Ihr Thomas Wolff

 

05.04.2018

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

was früher eine seltene Delikatesse auf unseren Tellern war, ist heute zum kulinarischen Dauerrenner geworden: Der Räucherlachs erfreut sich großer Beliebtheit, aber, wie man neulich in der  FAZ lesen konnte, hat so mancher konventionelle Zuchtlachs ein tierisch großes und dabei doch winzig kleines Problem, die Lachslaus.

"Da laust mich doch der Lachs!"

Besonders in Norwegen, wo man die Ölförderung reduzieren will, setzt man verstärkt auf die Lachszucht. Hier ist das Meer an den Küsten gesäumt von riesigen Aqua-kulturen, runde Netzgehege, in denen bis zu 200.000 Lachse dicht an dicht nicht schwimmen, sondern vor sich herdümpeln, denn zu mehr reicht der Platz leider nicht. Die dadurch entstehenden Probleme sind, wie in der Massentierhaltung, hausgemacht. Parasiten haben leichtes Spiel mit den Lachsen, allen voran die gemeine Lachslaus. Diese saugt sich fest an den Tieren und befällt vor allem ihre Schleimhäute. Um ihr den Garaus zu machen, werden Putzerfische in die Gehege gesetzt. Diese tun ihr bestes, aber alleine werden sie der Plage nicht Herr. Also kommen, Sie ahnen es schon, großzügig Chemikalien und Pestizide zum Einsatz, welche die Lachse entweder mit dem Futter schlucken oder aber darin baden müssen. Die Reste dieser Prozedur landen natürlich im Meer. Nicht genug, dass schon Megatonnen Plastikmüll darin herumschwimmen, der Chemiecocktail vernichtet auch so wichtige Meeresbewohner wie den Krill, Lebensgrundlage vieler Bartenwale. Auch die norwegischen Fischer beklagen einen Rückgang der Bestände einiger Arten, wie Dorsch und Garnelen, denn das Gift macht auch vor ihnen nicht Halt. Keine schönen Nachrichten aus dem Land der 1000 Fjorde. Aber, wir haben eine gute für Sie: 

 

Querbeet bezieht seinen Lachs ausschließlich von einer streng kontrollierten und artgerechten Biozuchtanlage in Irland (Hersteller: bio-verde). Es werden hier deutlich weniger Tiere in einem Gehege gehalten, sie haben also ausreichend Platz und können permanent gegen die Strömung des offenen Meeres schwimmen. Die Lachslaus hat dadurch schlechte Karten. Das Wasser besitzt die Güteklasse 1a der EU und das Futter ist absolut frei von Antibiotika und chemischen Stoffen. Der Bio-Lachs wird bei bio-verde im Buchenholzrauch mild geräuchert und geschnitten, das Fleisch ist fest und sehr aromatisch. 

 

Unser Youkon Wildlachs stammt, wie der Name schon sagt, aus Wildlachsbestand. In Alaska achtet man sehr auf den verantwortungsvollen Umgang mit dieser wertvollen natürlichen Ressource: sämtliche Wildlachsarten sind hier geschützt, und seit 1959 verbietet Alaskas Verfassung Fischfarmen. Fisch darf hier generell nur nachhaltig gefangen werden, um die Bestände für künftige Generationen zu schützen. Die Youkon Wildlachse stammen aus einer Fischerei, die für ihre gut geführte und nachhaltige Fischerei regelmäßig zertifiziert wird: durch die schonende Fangmethode gibt es keine Beifänge, das Ökosystem ist und bleibt langfristig intakt. Die bevorzugte Nahrung der Wildlachse sind rosarote Shrimps, zarte Krebse und kleine Fische, wodurch sich ihr Fleisch auf natürliche Art so schön lachsrot färbt. Und genau so gut, wie er ausschaut, schmeckt er auch! 

 

Genießen Sie unseren Lachs also mit gutem Gewissen,

 

Ihr Thomas Wolff

 

29.03.2018