"Das Salz der Erde…"

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NEWSLETTER FÜR DIE 43. WOCHE

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

über Mikroplastik in unserer Umwelt, besonders in den Weltmeeren, wird derzeit vielfach berichtet. Achtlos weggeworfener Müll, Reifenabrieb, Mikroplastik in Textilfasern oder Kosmetik und vieles mehr sind die Übeltäter. Plastik zersetzt sich mit der Zeit in immer kleinere Teilchen. Die Reste unseres Konsums sind bis in den letzten Winkel unseres Planeten nachweisbar.Liebe 

Da stellt sich die berechtigte Frage, wie hoch der Anteil an Mikroplastik in einem Produkt ist, welches wir direkt aus den Ozeanen gewinnen, das Salz. Rapunzel ist dieser Frage nachgegangen und kann zum größten Teil Entwarnung geben. Rapunzel Meersalz wird in Salinen gewonnen, die in Naturschutzgebieten liegen. Dort gibt es keine Badestrände und die Umweltverschmutzung ist relativ gering. Außerdem entnimmt jede Saline für die Meersalzgewinnung das Meerwasser erst ab einer Tiefe von drei Metern Meerestiefe. In dieser Tiefe ist das Meer weniger verschmutzt als an der Oberfläche. 

 

Dennoch kann Rapunzel nicht 100%ig garantieren, dass ihr Meersalz frei von Mikroplastik ist. Das Salz wurde von einem spezialisierten Labor untersucht, welches zu dem Ergebnis kam, dass durchschnittlich vier Mikroplastik-Partikel pro Kilogramm im Meersalz enthalten sind. Beim jodierten Meersalz wurden sieben Mikroplastik-Teilchen pro Kilogramm ermittelt. Das ist ein sehr geringer Wert, insbesondere wenn man beachtet, dass laut der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) Erwachsene täglich höchstens 6 Gramm Kochsalz aufnehmen sollten.

 

„Ihr seid das Salz der Erde“, heißt es so schön im Matthäus Evangelium. Und wer den eindrucksvollen Film über den Fotografen Sebastiao Salgado von Wim Wenders gesehen hat, weiß, dass viele Menschen auf dieser Erde nicht so gesegnet sind mit allem, was sie zum Leben oder besser zum Überleben brauchen. 

Über ein schönes Beispiel für Solidarität und soziales Engagement möchten wir deshalb am Ende dieses Newsletters berichten: In der Dominikanischen Republik, von wo wir unsere tollen Biobananen bekommen, hat das neue Schuljahr begonnen. Mitarbeiter unseres dominikanischen Bananen-Lieferanten Biotropic Srl haben auch dieses Jahr wieder ein tolles Paket für die Kinder der Feldarbeiter gepackt. In der Dominikanischen Republik müssen die Eltern der Kinder für Schuluniformen, Schultaschen, Schreibhefte und sonstige Utensilien selbst aufkommen. Für einkommensschwache Familien stellt das eine zusätzliche Hürde dar und deshalb werden Kinder manchmal gar nicht oder oder nur kurze Zeit zur Schule geschickt. 

 

Die Kinder der Beschäftigten von Biotropic Srl gehen alle zur Schule. Biotropic Srl unterstützte die Kinder mit jeweils 120 US-Dollar. Weitere 60 US-Dollar wurden aus der Fairtrade-Prämie hinzugefügt. Die Eltern bekamen den Betrag in bar ausgezahlt. Damit erwerben sie die benötigten Uniformen in zweifacher Ausführung, Schuhe und Taschen. Zusätzlich hat Biotropic Srl Schulmaterial für eine benachbarte Hilfsorganisation finanziert. Schreibhefte und Stifte wurden an Kinder gespendet, die in einem armen Stadtviertel unweit des Centro Ecologico leben. Mit dem Kauf jeder Querbeet-Biobanane tun Sie also nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern auch den Kinder in der dominikanischen Republik!

 

Mit solidarisch-salzigem Gruß

 

Ihr Thomas Wolff

In der griechischen Mythologie galt sie als "Äpfel der Aphrodite" und war ein Symbol für Glück, Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit. Die Quitte, mit ihrem leuchtenden Gelb, ist eine wahre Augenweide, und unsere erntefrischen Exemplare aus eigenem Gemüsehof-Anbau, sind besonders schöne Exemplare. Aber sie glänzt nicht nur mit gutem Aussehen, auch die inneren Werte der Quitte sind lobenswert, weshalb wir ihr diesmal einen ganzen Newsletter widmen.

"Jetzt goldwert: Quitten!"

Das Kernobst, das zur Familie der Rosengewächse zählt, wächst am etwa drei bis sechs Meter hohen Quittenbaum. Er blüht im Frühjahr, und ab Oktober lassen sich die Früchte ernten. Auch wenn sie zum Anbeissen schön ausschauen, kann man sie leider nicht roh essen, denn sie schmecken holzig, extrem sauer und bitter. Erst wenn sie gekocht oder gebraten sind, entfalten sie ihr feinduftendes Aroma nach Zitrone und Apfel. Im Gelee oder im Kuchen schmecken sie dann verarbeitet ganz phantastisch. Reife Quitten erkennt man an ihrer kräftig gelben Farbe, am feinen Duft und daran, dass sie wenig Flaum haben. Kleine Flecken auf den Früchten mindern nicht die Qualität. Bei weichen Druckstellen sollten die Früchte rasch verarbeitet werden.

 

Schon lange weiß man um die heilsame Kraft der Quitte, deren botanischer Name Cydonia oblonga ist. Sie wurde früher als Medizin gegen Fieber und Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Im Mittelalter nutzte man Schale, Fruchtfleisch, Samen (Kerne) und Blätter bei verschiedensten Beschwerden. Dank aktueller wissenschaftlicher Studien weiß man nun auch ganz genau, was die Quitte so alles in sich hat. Dazu gehören reichlich Vitamine, wie Vitamin A, das B-Vitamin Folsäure und Vitamin C. Aber auch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, wie Quercetin, ein Flavonoid, das der Quitte ihre gelbe Farbe verleiht. Dieses hat sich als hochwirksam erwiesen, denn es wirkt anti-allergen, anti-entzündlich und schützt die Leber. Außerdem punkten Quitten mit Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Kupfer und Magnesium, sowie mit Gerbstoffen wie Tanninen, welche die Verdauung regulieren und bei Arteriosklerose und Gicht lindernd wirken können. Ballaststoffen, wie Pektin, können Cholesterin und Giftstoffe binden und sorgen für eine gesunde Darmflora. 

 

Tun Sie sich also gleich doppelt und dreifach etwas Gutes, wenn Sie unsere herrlichen Quitten genießen. Bei Kühlschranktemperatur und trockener Lagerung halten sie sich bis zu acht Wochen. Aber bitte nicht mit anderen Früchten lagern, da diese dann das starke Aroma der Quitte annehmen. Zum Einfrieren ist die Quitte leider nicht geeignet.

 

Rechtzeitig zum Herbstbeginn können Sie sich jetzt übrigens auch wieder auf unsere frischen Querbeet-Suppen freuen, die wir ab sofort wieder für Sie im Angebot haben! 

 

Mit herbstgoldenem Gruß

 

Ihr Thomas Wolff

11.10.2018

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

was die Sonnenhungrigen im Freibad oder im Urlaub gefreut hat, war auf unseren Kartoffeläckern alles andere als förderlich. Die Trockenheit dieses Jahrhundertsommers bringt eine deutlich niedrigere Erntemenge als im Vorjahr zum Vorschein. Mit rund 30% weniger Ertrag sind unser Lagerkapazitäten bei weitem nicht erschöpft. Dies wiegt gerade für uns besonders schwer, da wir Ihnen gemäß unserer Betriebsphilosophie möglichst ganzjährig Kartoffeln aus eigenem Anbau anbieten wollen. Wie Sie vielleicht in den letzten Wochen schon bemerkt haben, sind die Knollen deutlich kleiner ausgefallen als sonst üblich. Da es in diesem Jahr europaweit ähnliche Temperaturen gab, ist die Nachfrage flächendeckend groß. Auch die Hersteller von Kartoffelchips und Pommes sind auf der Suche nach dem Knollengold.

Querbeet Knollenreport

Wer im August auf unserem JuBIOläums-Hoffest war, konnte bei den Feldrundfahrten sehen, wie stark schon zu diesem Zeitpunkt das Kartoffellaub vertrocknet war. Natürlich mussten wir Gemüsesorten, wie Salat, Radieschen oder den Kohl dieses Jahr stark bewässern, die Menge an Wasser, die wir auf die Kartoffelfelder gebracht haben, sprengt allerdings alle Rekorde. Zu unseren Außenäckern mussten wir Feuerwehr-schlauchleitungen über einige hundert Meter legen, damit der Bewässerungswagen die Kartoffeldämme benetzen konnte. Krautfäule - eine Pilzkrankheit, die es feucht mag - war glücklicherweise in diesem Jahr kein Thema, dafür hatten wir sehr früh viele Kartoffelkäfer. Hier konnten wir zeitweise von einer Plage sprechen.

Die Kartoffelernte selbst verlief bisher gut, denn das häufige Problem zu nasser Böden, gibt es in diesem Jahr logischerweise nicht. Im Gegenteil: die Äcker müssen jeweils einen Tag vorher bewässert werden, damit der Rodeschar überhaupt in den Boden kommt. Zudem dürfen keine zu harten Erdklumpen mit auf dem Rodeband hochlaufen, da diese sonst die Kartoffeln mit Druckstellen schädigen. Die Sorten reagieren darauf unterschiedlich. Manche sind sehr empfindlich für Ernte-beschädigungen, andere, robustere Sorten nicht. Wir werden hier, gemeinsam mit Ihnen, unsere Erfahrungen sammeln können.

 

Da die Hitze allgemein für die Kartoffeln auch im Wachstum schon sehr stressig war, sind die Pflanzen quasi erschöpft. Eine untypisch frühe Keimfreudigkeit ist eine der Folgen, und es bleibt abzuwarten, wie keimruhig sich die Kartoffeln später im Lager verhalten. Diese Informationen geben wir Ihnen schon heute und bitten um Ihr Verständnis. Es geht uns nicht darum zu klagen, sondern wir möchten Sie auch an dieser Stelle informativ "mit auf den Acker" nehmen. Wir möchten Ihnen gerne schildern, warum das eine oder andere in diesem Jahr nicht möglich war und ist. Zugegeben hoffen wir auch auf Ihr Verständnis, wenn die Qualitäten bei der so unkompliziert und robust erscheinenden Kartoffeln mal nicht so hundertprozentig sind, wie Sie es von uns seit Jahren kennen. Sie können aber sicher sein, dass wir alle Augen wachsam beim Sortieren haben und Ihnen möglichst nur gute Knollen eintüten werden!

 

Mit besten Kartoffelgrüßen vom Pappelhof

 

Ihr

Thomas Wolff

04.10.2018

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

Regionalität steht bei Verbrauchern hoch im Kurs, und das ist auch gut so. Denn nicht nur wir als Konsumenten profitieren von der unschlagbaren Frische von Produkten, die quasi gleich um die Ecke geerntet oder produziert wurden, sondern natürlich auch unsere Umwelt. Regional heißt ja, so denkt zumindest der gesunde Menschen-verstand, ohne lange Transportwege, sprich C02-reduziert.

"Regional, total egal"

Viele Hersteller oder Händler nutzen den Trend zu regionalen Lebensmitteln und werben mit Begriffen wie „Region“, „von Hier“, „Heimat“ und „nah“, ohne dies weiter zu definieren oder zu erklären. Der bundesweite Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigte, dass viele der Produkte alles andere als regional sind, sondern teilweise erhebliche Entfernungen zurückgelegt haben. Da der Begriff nicht gesetzlich definiert und geschützt ist, wird er aber häufig als sicherer Verkaufsrenner missbraucht.

 

Wie es um das Thema Regionalität in deutschen Bio-Supermärkten steht, hat neulich die Fachzeitschrift Lebensmittelpraxis erkundet. Die Obst- und Gemüseabteilungen wurden ins Visier genommen, das Resultat war ernüchternd. Das Angebot an regionaler Ware reichte von „nicht vorhanden“ bis „verschwindend gering“. Dazu kamen Mitarbeiter, die in der Regel keinerlei Auskunft geben konnten, weil sie schlichtweg nicht informiert waren. Je eine Filiale von Alnatura, Denn’s und Bio Company in Berlin standen auf der Besuchsliste. Obst und Gemüse kam entweder ganz allgemein aus Deutschland oder aber aus der großen weiten Welt. Biologisch erzeugt in Venezuela und dann einmal rund um den Globus ins Regal der Biomärkte gekarrt. Fanden die Tester tatsächlich regional ausgelobte Ware, wie z.B. Möhren, stießen sie auf Mitarbeiter, die nicht sagen konnten, woher diese kamen. Auch auf die Frage, was regional überhaupt heißt, gab es nur vage Vermutungen seitens des Personals. Die Tester hatten erwartet, dass Biomärkte in punkto Regionalität dem klassischen Lebensmittelhändler einen Schritt voraus sind. Pustekuchen!

 

Ganz anders sieht es da für Querbeet-Kunden aus, denn mehr Regionalität und Saisonalität als Sie bei uns bekommen, geht fast nicht mehr. Wo immer es möglich ist, stammt unser Obst und Gemüse direkt aus unserem eigenen Bioland-Anbau auf dem Pappelhof oder von unserem Gemüsehof in Steinfurth. Ansonsten ist der Begriff „regional“ für uns ganz logisch begrenzt: Er umfasst den Anbau und die Erzeugnisse, welche direkt aus unserem Rhein-Main-Liefergebiet stammen, also einen Radius von ca. 150 Kilometern haben. Bevorzugt natürlich aus unserer direkten Nachbarschaft in der Wetterau. Und wenn Sie Fragen an uns und unsere Mitarbeiter zur Herkunft der einzelnen Produkte haben, werden wir diese selbstverständlich beantworten können.

Nicht ohne Grund können wir also von uns behaupten: 

Querbeet ist Bio, Querbeet ist regional = Querbeet ist ReBIOnal!

 

Einige unserer regionalen Biokollegen konnten Sie auf unserem JuBIOläums-Hoffest bereits kennenlernen. Von manchen kleineren Erzeugern in der Region beziehen wir die Produkte über unseren Regionalgroßhändler Phönix aus Rosbach. So beispiels-weise die Speisepilze vom Bioland-Betrieb Löcke aus dem Marburger Land oder demnächst wieder deutsche Walnüsse und Topinambur aus dem Odenwald. 

Genießen Sie also durch und durch echte, gelebte Regionalität mit Querbeet!

 

Mit reBIOnalem Gruß

 

Ihr Thomas Wolff

 
27.09.2018