"Eijeijei, das ist doch kein Bio-Ei!"

NewsletterQ

NEWSLETTER FÜR DIE 26. WOCHE

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

Aldi macht schon seit einigen Jahren verstärkt auf Bio, aber wie das dann konkret aussieht, hier am Beispiel der so genannten ALDI Bio-Eier, brachte der „Marktcheck“ des SWR vom 13. Mai diesen Jahres ans Licht. 

Es ist nicht weniger als ein Skandal, was man den Kunden hier als artgerechte Haltung nach Biostandard verkaufen will. Im TV sah man Hühnerfarmen in den Niederlanden, die ALDI beliefern, in denen sich Tier an Tier in dunklen, stinkenden Hallen drängte. Dazwischen auch schon mal ein Kadaver und Stromleitungen, welche die Tiere daran hindern sollten den Auslauf zu nutzen. Zu viel Arbeit für die Mitarbeiter, welche dann draussen den Eiern hinterherlaufen müssten. ALDI profitiert, wie alle anderen, von der großen Biowelle, welche durch unser Land schwappt. Die Discounter-Kunden beruhigen ihr schlechtes Gewissen und zahlen gerne den doppelten Preis für die „guten Bioeier“.  Das ist genau das, wovor wir immer warnen, denn so billige Bioprodukte gehen nicht. Die Leidtragenden sind, mal wieder, die Tiere.

 

Im Vergleich zu den Zuständen im ALDI-Bio-Land, leben unserer Hennen wahrlich im Paradies. Denn die Bio-Hühnerhaltung unserer beiden Bioland-Betriebe ist mehr als vorbildlich. Edwin Theiss aus Grünberg-Lumda hat so ein echtes Hühnerparadies:

Statt eines festen Stalles haben die Hühner hier einen beweglichen auf Rädern: Das doppelstöckige Hühnermobil, in dem ca. 225 Hennen und 2 Hähne ihr komfortables Zuhause haben. Ausgestattet mit Sitzstangen, einem Scharraum mit Sandbad, Nestern mit Dinkelspelz, automatischen Tränken und gegen Kälte und Hitze isoliert. Die Tiere haben den ganzen Tag „Freigang“ und können in einem eingezäunten Laufstall nach Herzenslust Klee und Gras fressen, Würmer picken, scharren und staubbaden. Auch für Schatten ist gesorgt, in Form von kleinen Holzunterständen. Das Futter ist 100% Bio und wird von Herrn Theiß selbst nach den Bioland-Richtlinien auf dem Hof hergestellt. Die ausgezeichnete Haltung (Das Hühnermobil erhielt den Förderpreis Ökologischer Landwirtschaft) sieht und schmeckt man natürlich auch bei den Eiern.

 

Der Bioland-HühnerHof der Familie Eisenach liegt in Guntershausen, 15 Kilometer südlich von Kassel. Von Frühjahr bis Herbst haben die Hühner auf drei Wiesen direkt am Hof freien Auslauf. Die Hühnerställe sind mit Volieren, erhöhten Sitzstangen, Familiennestern und Fenstern ausgestattet und haben einen überdachten Schlechtwetterauslauf. Vier Quadratmeter Weideauslauf hat jedes Huhn zur Verfügung. Die geselligen Tiere stehen aber oft lieber zusammen und picken gemeinsam in der Erde. In jeder Hühnerherde laufen zehn Hähne mit. Sie stabilisieren das Sozialverhalten der Tiere. Der Hof unterstützt auch die BRUDERHAHN-Initiative, welche das nutzlose Töten männlicher Küken beenden möchte. Die Brüder der Legehennen werden hier mitaufgezogen, die Mehrkosten für Aufzucht und Vermarktung auf den Eierpreis umgelegt, das sind gerade mal 4 Cent pro Ei! 

 

Sie kaufen also tatsächlich ein Stück heile Welt, wenn Sie sich für unsere Bioeier entscheiden. Im Gegensatz zu einem Besuch in Holland, von dem wir Ihnen nur abraten können, dürfen Sie unsere Betriebe gerne auch einmal live und in Farbe besuchen. Dann schmeckt Ihr Frühstücksei gleich noch besser, denn Sie konnten sich selbst davon überzeugen, dass hier die Hühner noch lachen : )

 

Mit glücklichen Biohuhngrüßen

 

Ihr Thomas Wolff

 

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

wie wertvoll für uns alle der Boden ist, auf dem unsere Lebensmittel angebaut werden, zeigte sich einmal mehr letzten Sonntag auf der bei uns in der Nachbarschaft angebotenen Veranstaltung "Tag des Wetterauer Bodens“. Überschattet wurde dieser schöne Event von der Sorge um die hiesig geplante Ansiedlung eines gigantischen Rewe-Logistikzentrums. Zirka 40 Hektar besten Wetterauer Bodens würden diesem zum Opfer fallen. 1 Hektar hat 10.000 qm. Nur als Vergleich - wir bewirtschaften rund um den Pappelhof 42 Hektar. 

„Ackerboden statt Logistikzentrum!“

Die Wetterau ist eine der fruchtbarsten Anbauregionen Deutschlands. Nicht umsonst heißt es auch "Goldene Wetterau". Zum einen, weil traditionell viel Getreide hier angebaut wird - welches im Sommer golden schimmert - zum anderen, weil die Bodenpunkte so gut sind, dass bester Erträge möglich sind. Wie Sie vielleicht im Laufe der Zeit mitbekommen haben, setzen wir uns seit Jahren für die Verbreitung und Umstellung von Anbauflächen auf ökologischen Anbau ein. Sollte dies nicht gelingen, ist es zumindest aus unserer Sicht ein Unding, diese für solch großflächige Baumaßnahmen zu opfern. Wir unterstützen deshalb die Proteste von Kirchen, Bauernverband und den Naturschutzverbänden, welche gemeinsam auf diese Problematik hinweisen. Deshalb möchten wir gerne ein Zitat aus dem „Kreis-Anzeiger“mit Ihnen teilen:

 

"Uns wurde die Erde nicht geschenkt, sondern nur ausgeliehen. Deshalb haben wir auch eine Verantwortung für die nächsten Generationen", sagte die evangelische Pfarrerin Kerstin Tonn. Die Ressource Boden stehe den Menschen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Darauf machte auch Wolfgang Dittrich, Referent für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Wetterau, aufmerksam. Weltweit würden immer mehr Böden durch Erosion unfruchtbar (…). Dittrich wies darauf hin, dass Flächenverbrauch ein Problem in ganz Deutschland sei. Täglich würden rund 66 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. "Indem wir die fruchtbaren Böden bebauen, entziehen wir uns selbst und nachfolgenden Generationen die Nahrungsgrundlage." Auch Kreislandwirt Michael Schneller warnte davor, den überaus wertvollen, weil seltenen Ackerboden in der Wetterau vorschnell zuzubauen. Die Wetterau profitiere davon, dass Produkte in der Region angebaut, vermarket und verbraucht würden. Die betroffenen Grundbesitzer würden zwar finanziell entschädigt, ein Bauer sei für die Ausübung seines Berufs aber nun mal auf Land angewiesen. "Mit einem Sack voll Geld kann man schließlich keine Landwirtschaft betreiben", sagte Schneller.

  

Noch ist die endgültige Entscheidung für den Bau des Logistikzentrums nicht gefallen. Bis zum 2. Juli 2017 läuft eine Online-Petition "Stop: Keine 40ha Acker für Rewe", wenn Sie mit unterzeichnen wollen, dann gerne unter: https://www.openpetition.de/petition/online/stop-keine-40-ha-acker-fuer-rewe

In diesem Zusammenhang weisen wir auf den aktuellen "Infobrief Saatgutfonds" der Zukunfsstiftung Landwirtschaft hin, welchen wir Ihnen diese Woche mit zu Ihrer Bestellung gelegt haben. Wenn er Ihnen fehlt, melden Sie sich bitte!

 

Mit besten Grüßen aus der Goldenen Wetterau,

 

Ihr Thomas Wolff

15.06.2017

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

voller Stolz können wir Ihnen seit dieser Woche unsere ersten Frühkartoffeln anbieten. Damit haben wir eines unserer Anbauziele auf dem Pappelhof erreicht, da wir Ihnen fast ganzjährig eigene heimische Kartoffeln anbieten möchten.

"Die Frühkartoffeln & der Zehnstreifen-Leichtfuss "

So gut, so schön. Doch ganz so einfach ist es nicht mit der begehrten Knolle. Denn diese hat noch einen anderen heißen Verehrer, der ihr aber mehr schadet als nutzt: der Kartoffelkäfer, oder in der Botanik auch Zehnstreifen-Leichtfuss genannt. Ein poetischer Name für einen sehr unpoetischen Vielfraß. Dieser freut sich ebenfalls sehr darüber, dass sich unsere Kartoffeln so gut entwickelt haben, was uns aktuell leider eine lästige Kartoffelkäferplage beschert. 

 

Der Nageschädling genießt die sommerlichen Frühlingstage und macht sich wollüstig über unsere Kartoffelblätter her. Wenn die Käfer hier zu viel Schaden anrichten, bilden sich für unsere Ernte keine Knollen mehr. Daher gilt es frühzeitig einzugreifen, zumal die Hauptschäden von den Larven und nicht von den Käfern verursacht werden. Ganz so einfach ist die Sache aber nicht, denn der Leichtfuß ist nur schwer in Schach zu halten. Im biologischen Anbau sind Spritzmittel bekanntlich tabu, aber selbst gegen aktuell wirksame Insektizide entwickelt der Schädling schnell neue Resistenzen. 

 

Unser Kartoffelspezialist Götz Wollinsky geht deshalb alle paar Tage auf Larvenpatrouille. Auf den Pappelhoffeldern schaut er sich die Pflanzen genau an, nicht nur von oben, sondern auch die Blattunterseite. Dazu muss man wissen, dass die Kartoffelkäfer im Juni mehrere Hundert Eier in Paketen von 20 bis 80 gelben Einzeleiern an der Blattunterseite von Kartoffelpflanzen oder anderen Nachtschattengewächsen ablegen. Nach etwa einer Woche schlüpfen die rötlich-braunen Larven mit schwarzen Köpfen und kleinen schwarzen Pünktchen an der an der Körperseite. Die Larven wachsen schnell heran und verkriechen sich zur Verpuppung nach zwei bis vier Wochen in die Erde. Die fertigen Kartoffelkäfer, die nach etwa zwei Wochen schlüpfen, bleiben jedoch noch für mindestens eine weitere Woche im Boden. So können sich im Jahr bis zu drei Generationen Kartoffelkäfer entwickeln. Zur Überwinterung verziehen sich die Käfer wieder in die Erde.

 

Als Schädlingsbekämpfungsmittel gibt es im Bioanbau im Wesentlichen den Einsatz von natürlichem Gesteinsmehl, welches den Larven die Körperflüssigkeit entzieht, oder das mittlerweile gut bekannte Neemöl. Dieses enthält den Wirkstoff Azadirachtin, das aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Diese sind nicht bienengefährlich, wirken aber sehr gut auf die Gelege und nicht auf die Käfer. Deshalb muss es rechtzeitig und nur auf die Eiablage eingesetzt werden.

 

Daneben gehört eine regelmäßige und gute Unkrautpflege zum A und O der Käferbekämpfung. Wirtspflanzen werden somit entfernt und die Larvanablage im Boden gestört. 

 

Sie lesen also, wir haben alle Hände voll zu tun damit, unsere köstlichen Frühkartoffeln für Sie zu schützen. 

 

Genießen Sie diese also ganz bewusst und erfreuen Sie sich an ihrem guten Geschmack!

 

Mit keineswegs leichtfüssigen Grüßen

 

Ihr Thomas Wolff

08.06.2017

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

der Sommer beginnt prima: das Wetter spielt mit, der erste Sonnenbrand ist da und…die herrlichen Pappelhof-Erdbeeren huschen jetzt fleißig in die Schälchen. Bevor wir Ihnen aber jetzt den Mund wässerig machen auf unsere roten Fruchtpralinen, möchten wir Ihnen noch einen Rückblick geben auf unsere „Aktion Solidarmöhre“.

„Hallo Erdbeere, ciao Solimöhre!“

Wir haben uns sehr über Ihre rege Unterstützung gefreut. Diese Saison haben wir sage und schreibe 3990 kg Solidarmöhren verkaufen können! Davon gehen 2106 € direkt als Spende an „Futuro Si“, eine Initiative, welche Straßenkindern in Lateinamerika (www.futuro-si.de) hilft. Vielen Dank für Ihre Solidarität, sie ist heute wichtiger denn je! Wir halten Sie auf dem Laufenden, ob wir die Aktion auch in diesem Jahr nach der frischen Ernte fortführen.

 

Zurück zu unseren Erdbeeren: Die geben jetzt richtig Gas und wachsen und gedeihen prächtig. Und wie sie erst schmecken! Wir haben reichlich davon und würden uns freuen, wenn Sie tüchtig zugreifen. Ganz gleich, ob Sie direkt von der Hand in den Mund wandern oder ihren Platz auf einem leckeren Erdbeerkuchen oder Dessert finden, steckt in jeder einzelnen ein fruchtig-gesunder Sommergruß.

 

Wir wären nicht Querbeet, hätten wir nicht auch noch die passenden guten Biozutaten für Ihre Erdbeerkreationen in petto. Diese Woche können wir Ihnen unsere leckeren frischen Dinkel Biskuit Tortenböden sehr empfehlen. Sie kommen direkt von unserem Vollkornbäcker Mulinbeck aus Büdingen. Die perfekte „Grundlage“ für einen herrlich-sommerlichen Erdbeerkuchen und somit ein tolles regionales Duo. Die Tortenböden sind aus gut verträglichem Dinkelmehl Typ 630, mit frischen Bioeiern hergestellt. Ideal für die Obst-Saison zum Selberbelegen.

 

An dieser Stelle möchten wir Sie nochmals herzlich einladen zu unserer Neubau-Einweihungsfeier am 18. Juni, von 11-14 Uhr. Sie können dort nämlich nicht nur unsere neuen Räume bewundern, Sie werden auch die Gelegenheit haben, unseren Pappelhof-Erdbeeren live und in Farbe beim Wachsen zuzuschauen. Denn Feldführungen stehen an diesem, hoffentlich sommerlichschönen, Festtag auch mit auf dem Programm.

 

Damit wir besser planen können, bitten wir Sie dringend um eine Voranmeldung mit Angabe der uns besuchenden Personenzahl bis Montag, 12.Juni!

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

Lassen Sie sich den Sommer auf der Zunge zergehen!

 

Ihr Thomas Wolff

31.05.2017