„Auf jede Frage eine Bioland-Antwort…“

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NEWSLETTER FÜR DIE 39. WOCHE

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

dass bei Bioland die Nähe zum Verbraucher keine leere Worthülse ist, stellt wieder einmal eine lobenswerte Aktion unter Beweis, für welche wir auch Ihr Interesse wecken möchten: „Eure Fragen. Unsere Antworten“ heißt sie, und im Mittelpunkt stehen die Fragen der Kunden rund um das Thema Bioland-Milch, die von den Landwirten in schönen Videos anschaulich beantwortet werden. 

 

Als Kunde hält man ja immer nur das fertige Produkt in den Händen, dabei liegen die Ställe unserer Bioland-Milch ganz in der Nähe. Mit der Aktion ist Bioland ganz direkt und wörtlich auf die Menschen zugegangen und hat deren Fragen eingefangen. Von  „Wie sehen die Ställe der Bio-Kühe aus?ldquo; oder „Was machen die Bioland-Milchbauern anders?ldquo; über „Wer kontrolliert Bioland-Betriebe eigentlich?ldquo; bis zu „Was ist der Unterschied zwischen EU-Bio und Bioland?ldquo;

 

Auch die Upländer Bauernmolkerei und Söbbecke, von welchen Querbeet Biomilch und Milchprodukte bezieht, stehen hier Rede und Antwort. Die Fragen kamen von jungen wie alten Menschen, von Kindern, Eltern und Großeltern, alles frei Schnauze und „querbeet“. Bioland hat daraus einige schöne und anschauliche Videos gemacht, jeweils mit einer Molkerei und deren Bauern aus einer Region. So sind komplexe Themen wie Tierwohl, Regionalität und Landwirtschaft mit Zukunft nicht nur gut erklärt, sondern auch zu sehen und im O-Ton zu hören. Alle Informationen, Videos und Akteure der Aktion finden Sie unter: www.bioland.de/milch. 

 

Von der Weide bis ins Glas – von der Kuh bis auf den Tisch. Die Milchbauern zeigen dabei unter anderem ihre weitläufigen Ställe und Weiden, erklären, was sie ihren Kühen zu fressen geben und was das mit dem Schutz des Bodens, unseres Klimas oder des Grundwassers zu tun hat. Sie erklären warum auf einem Bio-Feld das Leben floriert und welche wichtige Rolle Feldvögel, Insekten und Regenwürmer spielen. Auch beleuchten die Milchbauern wie sie die traditionelle Landwirtschaft mit guten auskömmlichen Milchpreisen nicht nur erhalten, sondern zugleich fit für die Zukunft machen. 

 

Dabei wird sehr schön plausibel, warum Biolandwirtschaft und deren Unterstützer, also auch Sie als Querbeet-Kunde einen wertvollen Beitrag für die kommenden Generationen leisten. Entdecken Sie mit Bioland und seinen Partnern die Hintergründe und Vorteile der Bioland-Milch – für Mensch, Tier und Natur.

 

Mit milchgesundem Gruß

 

Ihr Thomas Wolff

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

den einen oder anderen von Ihnen wundert es vielleicht gar nicht, dass es jetzt vom Pappelhof auch Süsskartoffeln gibt. Denn warum sollte es etwas Besonderes sein, wenn wir ja schon so lange auch gute „normale“ Kartoffeln anbauen? Es ist allerdings in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes –aber dazu gleich mehr –und wieder einmal haben wir einen richtigen Riecher gehabt, als wir uns vor ein paar Jahren zum ersten Mal mit diesem Thema beschäftigten. Das war auf einer Wintertagung mit dem Thema „Erfahrungsaustausch Süßkartoffeln –eine Kultur für hessische Betriebe?ldquo;. 
 

„Oha, unsere Süsskartoffeln sind da!“

Einen Anbauversuch von Süsskartoffeln auf dem Pappelhof zu starten, stellt in Vielerlei Hinsicht ein gewisses Wagnis dar: Zum Einen sind Süsskartoffeln rein botanisch gesehen gar keine Kartoffeln, also Nachtschattengewächse, sondern gehören zur Familie der Knöterichgewächse. Lediglich ihre Form und dass die Knollen unterirdisch heranwachsen, hat sie mit unserer herkömmlichen Kartoffel gemeinsam. Prinzipiell benötigt die Süsskartoffeln im Anbau eine sehr viel höhere Lichtintensität, weshalb sie nur in bestimmten Breitengraden angebaut werden kann. Hier in Hessen liegen wir gerade so an der Grenze, wollten es aber dennoch versuchen und… waren erfolgreich! Die Ernte hat letzte Woche begonnen. Auf unserer Facebookseite können Sie schöne Photos von der Pflanzung und auch ein paar tolle, frisch geerntete Prachtexemplare bewundern.

 

Schwierig macht den Anbau aber auch die enorm aufwändige Handarbeit, von der Pflanzung bis zur Ernte. Maschinell sind wir dafür nicht ausgerüstet, zumal dieses Knöterichgewächs bis zu 150 cm lange Ausläufer bildet. Leider hatten wir dieses Jahr auch Pech mit dem Thema Mäusefraß, denn die Kleinnager finden unsere Süsskartoffeln ebenfalls köstlich. Heikel ist zudem das optimale Nachernteverfahren. Laut Literatur müssen die geernteten Knollen 5 Tage lang bei 25°C warm gehalten werden, damit die Wundheilung durch die Ernte keine Einfallsherde in die Knollen verursacht. Im September in der Wetterau nicht ganz so einfach wie in der ursprünglichen Heimat der Pflanze, dem tropischen Amerika. Der erste Anbau im europäischen Festland wurde auf 1506 in Spanien datiert, wo sie sich entlang der europäischen Mittelmeerküste etablieren konnte. Nur in der deutschen und englischen Sprache nennt man sie übrigens Kartoffel bzw. Potato. Fast weltweit ist Batata gebräuchlich.

 

In der Zubereitung ist unsere „Süsse“ vielfältig einsetzbar und setzt mit ihrem besonderen Aroma exotische Akzente in Ihrer Küche. Genießen Sie sie jetzt ganz bewusst, mit einem stolzen Pioniergruß vom Pappelhof. Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen!

 

Süsse-Kartoffelgrüße vom Pappelhof

Ihr Thomas Wolff.

14.09.2017

wir haben heute ein paar gute und einige weniger gute Informationen für Sie. Die gute zuerst: Seit letzter Woche können wir Ihnen komplett die ersten Frühäpfel von unseren Obstbauern hier aus Deutschland anbieten.

„Warum Äpfel 2017 goldwert sind…“

Die weniger gute hat ihre Wurzeln in den ungewöhnlichen Spätfrösten diesen Jahres Mitte/Ende April. Fast europaweit waren viele Obstanbauregionen betroffen. Auch für die Äpfel bedeutet dies leider, dass wir mit einer sehr schlechten Apfelernte rechnen müssen. 

Sie haben es vielleicht selbst schon bei Spaziergängen hier in der Region beobachtet, dass in manchen Gebieten die Streuobstbäume normal voll hängen, mancherorts aber nicht mal ein Apfel am Baum hängt. 

 

Aktuell bekommen wir von den Anbauern noch wechselnde Antworten auf unsere Anfragen. Die einen bezeichnen ihren Bestand als sehr begrenzt oder noch nicht erntereif, die anderen berichten von Äpfeln mit Hagelschaden, welche in normalen Jahren gar nicht angeboten würden. Aufgrund der schwierigen und teils existenzbedrohenden Lage für manche Anbauer wird versucht, Äpfel mit Schalenfehlern durch Hagel für die Verarbeitung zu verkaufen. Makellose Tafeläpfel sind in diesem Jahr aktuell aber tatsächlich rar, und die Gesamtsituation ist jetzt, mitten in der Ernte, noch nicht abschließend einzuschätzen. Fest steht, dass uns allen eines der ertragsärmsten Jahre seid vielen Jahrzehnten bevorsteht. Demzufolge bewegen wir uns momentan und wahrscheinlich auch bis zur Ernte 2018 auf einem deutlich höheren Preisniveau als sonst üblich.

 

Hier eine Einschätzung zu den Ernteerträgen aus unseren Anbauregionen:

  • Altes Land > 60-80% weniger als im Vorjahr

Schwaigern (Heilbronn) > allgemein sehr wenig

Südhof (Breisgau) > 30 % weniger als im Vorjahr

Bodensee > extrem wenig

Tirol/Vinschgau > wenig

 

Aufgrund dieser Situation kommt es auch bei unserem Sortenangebot aktuell zu Schwankungen, da uns zum Teil Mengen zugesagt wurden, die nach der schlechten Ernte gar nicht geliefert werden können. Wir bitte um Verständnis und tauschen, je nach Geschmacksrichtung, gegen ähnliche, aber vorrätige Sorten aus.

 

Durch unsere langjährigen guten Kontakte zu unseren Obstbauern werden wir so gut wie möglich mit den einzelnen Sorten beliefert. Sie können uns aber auch nur die Mengen zur Verfügung stellen, die tatsächlich geerntet werden. Um die schwierige Situation für die Anbauer einigermaßen einkömmlich mitzugestalten, feilschen wir nicht um den Preis, können Ihnen als unseren Kunden umgekehrt dieses Jahr aber auch keine großen Rabattaktionen anbieten. Für uns ist dies gelebte Erzeugersolidarität, von der wir hoffen, dass Sie diese durch den Kauf der diesjährig hochpreisigeren Äpfel mittragen werden. Wir würden uns jedenfalls sehr darüber freuen, wenn Sie sich gemeinsam mit uns solidarisch zeigen würden. Vielleicht lassen Sie sich den Geschmack jedes einzelnen Apfels vor diesem Hintergrund ganz besonders munden und genießen ihn bewusst und intensiv. 

 

Mit solidarischem Apfelgruß

 

Ihr Thomas Wolff

 

07.09.2017

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

hatten Sie schon einmal die Gelegenheit, frische Feigen in Kombination mit Käse zu genießen? Wenn ja, wissen Sie, dass diese beiden sich zu einem besonderen kulinarischen Duo ergänzen. Wenn nein, sollten Sie jetzt auf jeden Fall die Gunst der Stunde nutzen, denn wir können Ihnen diese Woche wunderbare spanische Feigen von Jose Miquel Sanz anbieten. Diese schmecken wirklich phantastisch, und ich habe mit ihnen in den letzten Tage gleich mehrfach Gäste in Form einer Feigen-Käseplatte beglücken können.

„Reife Feigen: Ein Sommergedicht!“

Feigen werden hauptsächlich im Mittelmeerraum produziert. Der größte Teil wird getrocknet. Getrocknete Feigen stellen in südlichen Gefilden bereits seit tausenden Jahren ein wichtiges Nahrungsmittel im Herbst und Winter dar. Aber frische Feigen sind dennoch kaum zu toppen, denn sie sind Gaumen- und Augenschmaus in einem. Unter den verschiedenen Feigensorten sticht die schwarze Feige besonders hervor. Ihre samtig-schwarzlilafarbige Schale kann man sogar unbedenklich mitessen (Bio sei Dank!) und ihr farbenprächtiges, fruchtigsüsses Innenleben ist zum Reinbeissen schön. 

 

Dennoch ist die Feige ein sehr empfindliches Produkt. In südlichen Ländern werden frische Feigen gekauft, wenn Sie Längsrisse in der Schale aufweisen - ein untrügliches Zeichen für die optimale Genußreife. Leider reagieren deutsche Kunden hier meist zurückhaltender. Für den deutschen Markt müssen Feigen– der perfekten Form halber- von außen intakt sein und sollen dennoch ihren typischen süßen Geschmack aufweisen. Das Erntefenster, um zu diesem Ergebnis zu kommen, ist extrem schmal, es handelt sich dabei tatsächlich bei den heißen Temperaturen im Hochsommer um nur einen bis zwei Tage, da die reifenden Früchte sich sehr schnell entwickeln.Wir möchten Ihnen aber die Gelegenheit bieten, Feigen auch einmal so zu essen, wie es unsere südeuropäischen Nachbarn vormachen, also ausgesucht genussreif und von daher ab und an auch ein wenig rissig in der Schale. Ab August bis Ende September werden die besten Früchte angeboten. Unsere Lieblingsfeigen stammen, wie oben bereits erwähnt, aus Nordspanien. Die von Josè Miguel angebotenen Feigen produzieren im Juni an dem Holz des Vorjahres eine kleinere Menge an Früchten. Ab August werden dann die Früchte, welche an dem diesjährigen Holz wachsen, frisch und von Hand geerntet. In guten Jahren, wie in diesem, haben sie ein dunkelrotes Fruchtfleisch von einer unglaublich cremigen, beinahe marmeladeartigen Konsistenz. 

 

Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf, wenn es um die Zubereitung geht! Natürlich können Sie unsere Feigen direkt von der Hand in den Mund genießen, aber wunderbar machen sie sich auch in allerlei Desserts und Vorspeisen, in Kuchen und Konfitüren oder aber, wie schon angepriesen, auf Käseplatten und hier insbesondere zusammen mit Ziegenkäse ein Gedicht!!! Dazu werden wir Ihnen in den nächsten Tagen auch ein unwiderstehlich köstliches Rezept auf Facebook posten ; )

 

Genussvolle Feigenmomente wünscht Ihnen

Ihr Thomas Wolff

 
31.08.2017